Beim bohren die Stromleitung in der Wand erwischt und durchtrennt.Wer zahlt bei Installationsfehler?

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Das Beste wäre, die Leitung bis zur nächsten Verteilerdose freizulegen. Wenn die Dose oben an der Decke ist, würde ich dies immer bevorzugen. Jede zusätzliche Verbindung von Leitungen erhöht den Wiederstand der Leitung bzw. der mögliche Fehler in der Elektrik ist höher. Ist die nächste Verteilerdose nicht in der Nähe/ bzw. es existiert keine, würde ich das betroffene Stück Wand vorsichtig freilegen, vorher betroffene Leitung spannungsfrei schalten. Es muss in dem letzen Fall mindestens eine Unterputzdose gesetzt werden. Spreche am Besten einen Fachbetrieb an, ob du die Vorarbeiten wie aufstemmen selber machen kannst. Dürfte nicht so teuer werden, wenn nur noch angeschlossen und gemessen werden muss. Schätze max. eine Stunde für den Techniker wenn alles vorbereitet ist. Eher 30 bis 45 Minuten.

Oder hast du einen im Bekanntenkreis der vom Fach ist? Andere Möglichkeit wäre es komplett selber zu machen. Ist nicht expliziet verboten, dennoch sollte man beachten, dass falls ein Schaden verursacht durch diesen Teil der Anlage eintritt, du hierfür haftest.

Normalerweise ist der Vermieter für die elektrische Anlage verantwortlich. Er hat schon ein berechtigtes Interesse, dass die Anlage technisch einwandfrei ist. Es ist schon der richtige Weg jemanden vom Fach die Arbeiten machen zu lassen. Aber wegen den Putzarbeiten würde ich nachfragen.

Es gibt dafür keine Norm. Bevor man bohrt checkt man die Stelle wo das Loch rein soll mit einem Kabelsuchgerät, das Leitungen anzeigt (die Besseren zeigen sogar an ob da Strom fließt und wo man bedenkenlos in der Nähe bohren kann). Für den Schaden haftest du leider allein. Eventuell kannst du aber rings um die beschädigte Leitung ein größeres Loch stemmen und sie selbst flicken und dann wieder das Loch verschließen ( zugipsen / zubetonieren). Ob das zulässig ist, ist allerdings eine andere Frage.

klar gibt es da eine Norm... wie sie genau heißt weiß ich gerade nicht, aber es gibt ein Regelwerk unter den 3 Buchstaben V, D und E, in dem das genau drin steht...

lg, Anna

Das mit senkrecht und waagrecht kannst Du knicken. Das mit Fehler gleich auch.

Was machst Du mit Steigleitungen? Die müssen irgendwo hoch und runter führen, nicht unbedingt über Steckdoen, sondern dort, wo es jeweils baulich gerade passt.

Wenn Du eine Leitung anbohrst bist Du in jedem Fall immer schuld, für sowas gibst Leitungsfinder, mit denen man eine Wand überprüfen kann, bevor man ein Loch reinmacht.

Es gibt keine Norm dafür, nichts.

Du kannst also aufhören, Deinen Fehler bei Anderen zu suchen.

"Es gibt keine Norm dafür, nichts."

Bei verdeckter Leitungsverlegung – unter Putz – in Wohngebäuden hat die Leitungsführung gemäß DIN 18015-3 in normierten Zonen zu erfolgen. Damit wird sichergestellt, dass eine elektrische Leitung nicht versehentlich angebohrt wird.

Gruß Berni

Wenn es komplizierte Rechtsstreitigkeiten geben sollte,dann stemme einfach den Bereich in der Wand auf und verbinde die Kabel wieder mit einer Klemme oder einem handelsüblichen Verbinder.Zugipsen und schon ist das Ding vor der Öffentlichkeit verschwunden.Hab ich selbst schon praktiziert.Ordentlicherweise könnte man auch eine Abzweigdose an diesem Bereich einbauen,dann ist der Rechtssicherheit Genüge getan.

mit zugipsen ist das ding sicher verschwunden,richtig ist es deshalb noch lang nicht,wenn dann nur mit dose

@wollyuno

also in der Schweiz könnte man damit in arge Probleme kommen, da dürfen nur Fachleute an der Elektrik herumbasteln, ansonsten kann man zur Rechenschaft gezogen werden, wenn etwas passiert.

verbinde die Kabel wieder mit einer Klemme oder einem handelsüblichen Verbinder.Zugipsen und schon ist das Ding vor der Öffentlichkeit verschwunden.

lebensgefährlicher Tipp, Kriechströme lassen grüßen. Wenn sich der Nachmieter dran verletzt oder gar zu Tode kommt, dann wird der "Heimwerker" dafür haften müssen. Es ist durchaus feststellbar, wie alt die zugegipste Stelle ist, so dass die Tat sogar beweisbar ist.

das wirst du selber blechen müssen...

den Nachweis zu führen, dass die Leitungen regelwieiedrig verlegt wurden um dann den Verursacher zur Rechenschaft zu ziehen würde ich lassen, das wäre gutes geld dem schlechten hinerher geworfen

  1. DU musst den Beweis erbringen, dass die Leitungen außerhalb der in der VDE festgelegten Installationszonen verlegt worden sind und falls nicht, dass es keinen anderen Weg gab, die Leitungen zu verlegen
  2. der verantwortliche Installateur muss gefunden werden. das kann gerade bei älteren und oder größeren Gebäuden schwierig werden. wenn die Leitung überhaupt von einer firma verlegt worden ist...
  3. der entsprechende Handwerksbetrieb muss auch noch exisitieren. in der heutigen zeit nicht immer gegeben

mit diesen 3 Schritten hast du offiziell die Möglichkeit der Grundlage für einen Eintrieb der Forderung geschafffen. wenn der Chef des betreffenden Betriebes dann aber nicht bereit ist, zu blechen, dann geht der Spaß erst richtig los

  1. du lässt über deinen Anwalt mitteilen, dass du das Geld für die Instandsetzung der Installation wieder haben möchtest
  2. du bewiest, dass die Reperaturkosten im Verhältnis zum Schaden stehen
  3. du wartest auf Rücknmeldung

kommt keine, geht es in die nächste Runde. dann wirst du mit deinem Anwalt vor gericht ziehen müssen

  1. dein Anwalt reicht Klage vor dem Amtsgericht ein
  2. der Installateur wird gehört
  3. DEIN Gutachten wird überprüft
  4. es wird ein folgegutachten in Aufttrag gegeben, das gegebenenfalls zu anderen Schlüssen kommt
  5. es wird ein urteil gesprochen, das im günstigsten Falle lautet: "der Installateur ist schuld" - Chance etwa 30%

fällt das Urteil nicht zu deinen Gunsten aus, könntest du in die nächste Instanz gehen... davon würde ich aber abraten...

zu den Kosten des ganzen:

im günstigsten fall würden 200 bis 300 € für ein Gutachten auflaufen. geht es vor Gericht kannst du mit Kosten nicht unter einem 4stelligen bereich rechnen. die Kosten für DEIN gutachten kann dir übrigens keiner zurückerstatten...

denn: wer die Musik bestellt, muss sie auch bezahlen

Das ist doch mal eine kompetente Antwort, da bleiben keine Fragen mehr offen.

DH

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