Beichtgeheimnis, muß es unbedingt eingehalten werden?

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Nach § 139 Abs. 2 muß ein Geistlicher noch nicht einmal eine geplantes Verbrechen, wie Mord, anzeigen. Dieses Privileg geht also viel weiter, als das Schweigerecht (und die -pflicht) des Anwalts oder Arztes.

Eine Tat wie in Amstetten fällt also ebenfalls unter das Beichtgeheimnis. (Daran erkennt man sehr deutlich die Stellung der Religion.)

Ja, zwingend. Nur der Beichtende selber könnte den Beichtvater entbinden.

allerdings könnte der Beichtvater dir die Absolution verweigern, bzw dir als Buße auferlegen, eine schwere Sünde angemessen zu sühnen oder wenn sie strafrechtlich releavant war, dich selbst zur Anzeige zu bringen.

Das ist ja das Schlimme,weil die meisten"Paternoster",ist doch wahr,meinen sie müßten ihren Mund halten,können viele Verbrechen nicht aufgeklärt Werden.Ich finde das in solche Schlimmen Fällen nicht nur falsch,sondern ein Verbrechen an sich!

Wieso soll es ein Verbrechen sein? Aber es geht doch immer hin um Vertrauen, wer würde dann noch zur Beichte gehen, wenn er genau weiß, dass er nicht über alles reden könnte, was ihn bedrückt.

@KLeineR

Der pfarrer hat ja keine Schuld daran das irgendwer Scheis-se gebaut hat.

@KLeineR

Ich meinte doch nicht die Kleine menschlichen Sünden,das kann man nicht in einen Topf tun!

das beichtgeheimnis ist eine verschwiegenheits- und vertrauensfrage. wirklich alles sagen wird nur der der darauf vertrauen kann dass gesagtes vertraulich bleibt. das ist z.b. das problem bei der polizei, da kommt es zu oft vor, dass versprochen wird einen aussagenden zu schützen und etwas geheim zu halten, und eine woche später bekommt der anwalt des gegenspielers die akte mit allen aussagen, also auch der verschwiegenen,

folge: kaum ein mensch mit verstand wird einem polizeibeamten vertrauen der ihm verschwiegenheit zusichert, jedenfalls nicht wenn er wirklich darauf bauen will.

richtig bei den strafen ist dass der priester eigentlich nur versetzt werden kann, nur in ganz extremen, gravierenden fällen, könnte eine schärfere strafe verhängt werden.

Von unserem Pfarrer habe ich gehört, dass ein Pfarrer von seinem Amt enthoben wird, wenn er das Beichtgehimnis bricht, also gehört das Anzeigen auch dazu. Grund, er hat es während der Beichte erfahren! Wenn er die Info aus einem anderen Winkel der Welt hat kann er ihn anzeigen, klar.

Gilt das Beichtgeheimnis auch bei einem angekündigten Verbrechen?

Ich habe letztens mit einem Freund diskutiert, wie es sich bei folgendem Sachverhalt verhält:

Gilt das Beichtgeheimnis der katholischen Kirche auch bei Ankündigung eines Verbrechens? Ein Beispiel: Ein Mann geht zu seinem Beichtvater und erzählt ihm während des Beichtgesprächs (Der Mann beichtet in diesem auch schwerwiegende vergangene Taten), dass er vorhat direkt im Anschluss mehrere Menschen umzubringen. Es wird jetzt noch angenommen, dass der Beichtvater den Mann gut kennt und deshalb aufgrund irgendwelcher Umstände (Der Mann hat bereits mehrere Morde begangen, oder ist psychisch in irgendeiner Form gestört) davon ausgehen muss, dass der Mann das Angekündigte auf jeden Fall umsetzten wird, falls er nicht aufgehalten wird. Ist der Beichtvater nun vom Kirchenrecht aus gesehen berechtigt, sich wegen des angekündigten Verbrechens z.B. an die Polizei zu wenden um den Mann aufzuhalten?

Hier meine Ansicht; Ich weiß bereits, dass das Beichtgeheimnis absolut ist; Der Beichtvater darf also unter keinen Umständen die ihm in der Beichte anvertrauten vergangenen Verbrechen preisgeben. Wie verhält es sich nun aber mit angekündigten Verbrechen, so wie oben geschildert? Assoziiert das Wort Beichte nicht bereits, dass es sich dabei nur um bereits verübte Taten handelt, die einem vergeben werden können? Meiner Meinung nach wäre der Beichtvater also kirchenrechtlich dazu berechtigt einzugreifen und den Mann zu stoppen, da das Ankündigen einer Straftat in meinen Augen keine Beichte sein kann.

Wie seht ihr das Ganze? Ich freue mich auf eure Antworten!

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