Bei Kleingewerbe keine Steuern zahlen?

3 Antworten

Du verwechselst etwas. Du meldest ein Gewerbe als "Nebengewerbe" an. Du nimmst im 1. Jahr 100 Euro ein und hast nur Ausgaben von 50 Euro. Dann zahlst Du auf die 50 Euro Steuern. Einkommensteuern nämlich.

Was Du nicht zahlen musst, ist die Gewerbesteuer. Die ist erst ab einem Gewinn von 17.500 Euro zu entrichten.

Was mir noch einfällt, ist die Befreiung der Mehrwertsteuerausweisung. Wenn du einen bestimmten Umsatz im Jahr nicht übersteigst, kannst Du von der Mehrwertsteuerpflicht entbunden werden. Du darfst dann keine Mehrwertsteuer auf den Rechnungen ausweisen und kannst somit auch keine Umsatzsteuererklärung abgeben.

Was Du nicht zahlen musst, ist die Gewerbesteuer. Die ist erst ab einem Gewinn von 17.500 Euro zu entrichten.

Du verwechselst anscheinend Gewerbesteuer und Umsatzsteuer.

Die Grenze fü die Kleinunternehmerregelung bei der Umsatzsteuer beträgt 17.500 €, bei der Gewerbesteuer gibt es einen Freibetrag von 24.500 €

@PatrickLassan

Von der Umsatzsteuer muss man sich freistellen lassen. Ansonsten ist alle 3 Monate die Voranmeldung und einmal im Jahr die Umsatzsteuererklärung pflicht. Nachteil ist ohne Mehrwertsteuer verkauft man an Firmen äußerst selten, weil die dann auch keine Umsatzsteuer geltend machen können.

Die Gewerbesteuer wird erst ab einem gewissen Gewinn fällig.

Ich habe das nicht verwechselt, sondern lediglich die Summe, ab der die Gewerbesteuer gezahlt werden muss, falsch aus dem Hirn gegraben.

@sunnymarx1977

Von der Umsatzsteuer muss man sich freistellen lassen.

Nein. Man kann aber zur Anwendung des § 19 UStG optieren.

Ansonsten ist alle 3 Monate die Voranmeldung und einmal im Jahr die Umsatzsteuererklärung pflicht.

Nein. Die USt-VA ist monatlich abzugeben, erst auf Antrag respektive Anweisung des FA kann zur vierteljährlichen Abgabe gewechselt werden.

Die Gewerbesteuer wird erst ab einem gewissen Gewinn fällig.

Stimmt. € 24500.--/p.a.

@FordPrefect

Kennst Du den Menschen, der nach Hinten so ein Gebäck auswirft? Ich glaube, man nennt sie Korinthen... ;o) Ich glaube, so einer legt derzeit meine Worte auf die Goldwaage.

@sunnymarx1977

Da ist anscheinend jemand sauer, weil man seine nicht ganz zutreffende Antwort kommentiert.

@PatrickLassan

Bei Korinthen handelt es sich übrigens nicht um Gebäck.

@sunnymarx1977

tja, wenn Antworten nicht korrekt sind mußt du damit leben, dass diese verbessert werden ....

Alternative: keine Antworten mehr geben ....

(byhteway: an deiner Antwort hat NICHTS gestimmt ....)

Ich habe gehört, dass man bei einem Kleingewerbe erst ab 17.500€ Steuern zahlen muss. Ist das wahr?

Nein, nicht ganz.

  1. Gibt es keine Kleingewerbe. Es gibt bei der Umsatzsteuer den Kleinunternehmer, das hat aber mit Gewerbebetrieb nichts zu tun. Kleinunternehmer kann auch ein Freiberufler sein.
  2. Die Kleinunternehmerreglung besagt, dass wenn die voraussichtlichen umsatzsteuerpflichtigen Umsätze 17.500,- € nicht übersteigen, ein Mensch Kleinunternehmer ist, wenn er nicht zur Regelbesteuerung optiert. Kleinunternehmer müssen keine Umsatzsteuer ausweisen und abführen, dürfen aber auch keine Vorsteuer ziehen (§ 19 UStG).

Und muss man dennoch Inventur, Inventar, Bilanz und T- Konten führen?

Auch der Kleinunternehmer hat Buchführungspflichten und muss seinen Gewinn ermitteln, denn der Gewinn ist einkommensteuerpflichtig (Einkünfte aus Gewerbebetrieb - § 15 EStG).

Es gibt kein Kleingewerbe. Man meldet ein Gewerbe an - entweder hauptberuflich oder als Nebenerwerb - für die Besteuerung spielt das allerdings keine Rolle.

Was du meinst ist die Kleinunternehmerregelung. Diese betrifft ausschließlich die Umsatzsteuer. Bis zu einem Umsatz von 17.500 im Vorjahr wird bei Anwendung dieser Regelung keine Umsatzsteuer erhoben. Einkommensteuerpflichtig ist man jedoch ab dem 1. Euro Gewinn. Gewerbesteuer fällt ab 24.500 € an.

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