Bei Gelb geblitzt!?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn der andere etwas weiter vor Dir gefahren ist dann bist Du geblitzt worden.

Wenn es so war dann kommt Folgendes auf Dich zu:

Bei einem einfachen Rotlichtverstoß unter 1Sekunde nach Rot kostet das ein Bußgeld in Höhe von 90€ plus 23,50€ und 3Punkte.

War es schon länger als 1 Sekunde Rot dann sind es 200€, 23,50€ Gebühren, 4 Punkte und 1 Monat Fahrverbot.

In beiden Fällen kommen auch Probezeitmaßnahmen auf Dich zu. Dir wird ein Aufbauseminar angeordnet und Deine Probezeit wird auf 4 Jahre verlängert.

Folgerichtig den Stern vergeben - gute Antwort, alles andere was ich hier lesen konnte ist bullshit!

Ich denke der, der vor dir fuhr. Wie du es geschildert hast, wäre es unfair wenn du zahlen müsstest...

Zusatzantwort weil diese Info noch fehlt:

Ist Deine Beschreibung korrekt, dann hast Du vollkommen korrekt gehandelt und darfst dafür dementsprechend auch nicht bestraft werden. Bei 40km/h legst Du pro Sekunde knapp 10m zurück. Keine Ampel darf nach 2 Sekunden Gelb schon auf Rot schalten, weil dass vom Fahrer eine scharfe Bremsung erfordern würde, die selbst auch nicht ungefährlich ist. Laut Faustformel ist Dein Anhalteweg bei 40km/h 28m => demnach hast Du richtig gehandelt wenn Du weiter gefahren bist.

Falls Du vorbei kommst, schau Dir mal die Ampel an und messe die "Gelbzeit", ist diese immer so kurz, dann ist die Ampel falsch eingestellt und das muss Dir zugute gehalten werden. Die übliche Zeit für Ampeln in 50km/h Gebieten sind 3 Sekunden, das sind bei 40km/h 30m. Falls Deine Angaben alle richtig sind (Achtung, man täuscht sich bei den Schätzungen schnell mal), lohnt sich ein Anwalt, wenn ein Bescheid kommt.

Ich fahre ca. 15m vor der Ampel mit 40km/h als die Ampel auf gelb schaltet.

Für 15m braucht man bei 40km/h genau 1,35sec.

Wäre also selbst nach Deiner Theorie zu schaffen gewesen.

@Crack

Genau mein Reden, da stimmt was nicht.

Meine Rechnung => ca 1 sec Reaktion (was eher viel ist) und 1.35sec Fahrzeit => die Ampel hätte beim überqueren noch gelb sein müssen, wenn die Angaben vom OP korrekt sind.

War sie nicht mehr gelb, hat sie nach weniger als 3sec auf Rot geschaltet, was nicht sein darf. Dann sollte aber die fehlende Zeit dem Fahrer zugesprochen werden (passiert zB bei Radfahrerampeln) Andere Möglichkeiten sind, dass das Messinstrument einen Fehler hatte, oder der Hintermann geblitzt wurde.

Prinzipiell hat der OP laut seiner eigenen Beschreibung richtig gehandelt.

@espressionant

Laut seiner Beschreibung ja, aber stimmt die auch so, er hat 15 Meter geschätzt, vieleicht waren es aber auch 50 Meter und dann wäre ein Anhalten ohne Porbleme möglich gewesen, für mich hört sich nach Verschätz an, er dachte er kommt bei Gelb noch drüber.

Falls du eine Verkehrsrechtsschutz hast, würde ich an deiner Stelle zum Anwalt latschen. Es ist schwirig zu sagen, wem welcher Blitz galt. Normalerweise sind die Blitzer an Ampeln recht großzügig und blitzen wirklich erst bei dunkelrot. In deinem Falle leider wohl nicht.

Dich rettet vielleicht das Argument, das hinter dir auch noch jemand fuhr und du bei einer Bremsung einen Unfall verursacht hättest. Warte jetzt erstmal ab. Da du in der Probezeit bist, wird es für dich natürliche konsequentere Strafen geben. Ich glaube allerdings nicht, dass dir gleich der Fühererschein entzogen wird... Trotz allem würde ich es mir nicht gefallen lassen. Nimm dir zur Not einen Anwalt. Das macht aber nur Sinn wenn du eine Verkehrsrechtsschutz hast. Ansonsten abwarten....

viel Glück

bei gelb blitzt es nicht und bei Rot ist der Führerschein erstmal weg

Schön, habe ich mich als verguckt? In manchen Foren lässt sich lesen, dass dies als Rote Ampel Verstoß gilt.

@fogprince

Auszug aus dem Bußgeldkatalog:

bei schon länger als eine Sekunde andauernder Rotphase eines Wechsellichtzeichens 200,- EUR; 4 Punkte; 1 Monat Fahrverbot mit Gefährdung 320,- EUR; 4 Punkte; 1 Monat Fahrverbot mit Sachbeschädigung 360,- EUR; 4 Punkte; 1 Monat Fahrverbot

@barolo86

und bei Rot ist der Führerschein erstmal weg

Das gilt nur dann, wenn zwischen dem Beginn der Rotlichtphase und dem Auslösen des Blitzers mehr als eine Sekunde vergangen ist. Andernfalls droht kein Fahrverbot sondern "lediglich" Bußgeld, Gebühren, Punkte und ggf. Probezeitmaßnahmen.

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