Behindertenausweis - Hat man eine Chance beim Widerspruch

5 Antworten

Er soll einfach eine Antrag stellen und diesmal wegen der Gehbehinderung, da sollte ein GdB von 50 schon drin sein. Für die Krebserkrankung gibt es die 50 für die Heilungsbewährung, der Ausweis wird anschließend auf diese Krebsleiden nicht verlängert, aber dein Freund hat ja jetzt eine Gehbehinderung und für die sollte er eine Verschlechterungsantrag stellen. Bei einer Ablehnung würde ich zu erst ein mal auf eine amtsärztliche Begutachtung bestehen. Den Anwalt würde ich erst Einschalten wenn endgültig dem Antrag nicht entsprochen wurde, den dann musst du vor dem Verwaltungsgericht klagen.

Sofort zum Anwalt und Widerspruch einlegen. Das Versorgungsamt lehnt jeden Antrag ohne Anwaltliche Hilfe ab. Für die Gehbehinderung unbedingt ärztliche Atteste einholen. Keinesfalls mit negativen Schreiben oder Mitteilungen vom Versorgungsamt abfinden. Wenn nötig bis zum Sozialgericht!

Hallo,

der Freund sollte sich über einen Verband eine zweite Stellungsnahme einholen und mit dem Arzt seines Vertrauens darüber sprechen. Manchmal ist es hilfreich 2 Mediziner gegeneinander auszuspielen und den schwarzen Peter wegzuschieben. Erfordert Nerven aber klappt meistens gut. Die dürfen sich nur nicht kennen.

ER soll einen ARZT einschalten, keinen Anwalt. Ein guter Arzt wird ihm notfalls einen unabhängigen Gutachter beschaffen, der das für ihn Klärt!

und andersrum: Wenn er sich falsches Verhalten angewöhnt hat, das unter Umständen seine Wirbelsäule usw. schädigt, wird ein guter Arzt das erkennen und ihm entsprechende Physiotherapie verschreiben - und dann ist seine Beeinträchtigung tatsächlich geringer - davon hat er im Leben mehr als von einem Behindertenausweis!

Hier mal eine sachliche Antwort: Widerspruch sollte in jedem Fall eingelegt werden. Bei einer "normalen" (nicht im Endstadium, sondern mit Hoffnung auf Heilung! Also seid Froh, wenn der Ausweis nur so kurz läuft!) Krebserkrankung wird der Ausweis immer mit einer Gültigkeit für 5 Jahre ausgestellt, da mit einer Besserung oder sogar Heilung gerechnet werden kann! Bei der dann folgenden Nachprüfung werden neuere ärztliche Unterlagen zu dieser Erkrankung (...und nur dazu!Sollten inzwischen weitere Beschwerden vorliegen, kümmert sich das VA nicht darum!)beigezogen! Und da ist oft der Knackpunkt: Viele Ärzte, die vom VA angeschrieben werden, antworten nicht sehr ausführlich, sondern haken die Erkrankung als "geheilt" ab! Daraus entstehen dann diese fehlerhaften Anhörungen und Herabsetzungen! Im Schwerbehindertenrecht wird nicht die Diagnose bewertet, sondern die vorliegenden Funktionseinbußen! Was funktioniert nicht wie bei einem gleichaltrigen Gesunden? Wenn also bei dem Freund das gehen schwierig ist und er an einer Krücke gehen muss, liegt eine Funktionseinbuße vor, die eine neue Bewertung rechtfertigt! Das geht auch ohne Anwalt: Widerspruch mit einem ausführlichen (...was geht nicht? Keine Diagnosenaufzählung! und Kopien der letzten Befunde!) Attest oder Gutachten! Auf eine Untersuchung kann man nicht bestehen, das bestimmt das VA! So, ich hoffe, ich konnte helfen!!! Grüßchen aus Berlin...

hier hört man eine Sprache der Erfahrung entweder Betroffener oder Fachmann bei einer Behörde oder gericht iin dem fachgebiet, KOMPLIMENT ERSTMAL !!

darf ich was anderes fagen?

"Im Schwerbehindertenrecht wird nicht die Diagnose bewertet, sondern die vorliegenden Funktionseinbußen!"

werden dies funktionseinbußen auch zusammen gezählt und dann ein schnitt gemacht? oder im ganzen gesehen? ich kenne wer der fast sehr wenig zum blind (lt. versorgungsamt) dazu ist er 100 geistig behindert mit B. kann nicht oder nur sehr weing selbst laufen und schläg sich sehr häufig immer selbst. usw.

aber er bekommt den blauen parkschein nicht.

danke

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