Begriffsdefinition "unbeaufsichtigt"

3 Antworten

Du hast recht. Wenn man den Begriff "unbeaufsichtigt" so weit auffasst wie "nicht jede Sekunde im Blick eines aufmerksamen Beobachters", dann folgt daraus logisch, dass ein Diebstahlsversuch nur dann unbemerkt bleiben kann, wenn das Handy unbeaufsichtigt gewesen ist. Denn ansonsten hätte man den Dieb oder zumindest seine Hand, die nach dem Handy greift, sehen müssen.

Also hat die Versicherung auch nie den Anlass, ein gestohlenes Handy zu bezahlen. Wie praktisch, dann hat sie auch kaum Ausgaben und einen hohen Gewinn.

"Unbeaufsichtigt " - das Wort sagt es doch schon - Du mußt es jederzeit im Blick haben - dann würde es auch nicht gestohlen.

Du hättest das Handy z. B. in die Hosen-/Jackentasche stecken müssen, die Du natürlich auch nicht ablegen darfst - Du hast eindeutig gegen die Sorgfaltspflicht verstoßen...

Aus Versicherungsbedingungen einer Versicherung:

Kein Versicherungsschutz wenn "...auch nur kurz unbeaufsichtigt abgelegt beziehungsweise in abgelegten Kleidungsstücken, abgestellten Taschen, Koffern oder Rucksäcken aufbewahrt wird»."

Danke erst mal für die Antwort :)

Ich glaube, ich habe das nicht deutlich genug gesagt. Mit "STÄNDIG in direkter Nähe aufhielten" war gemeint, dass sich mein Rucksack ständig in meinem Blickfeld befand (ich leg es ja nicht drauf an, dass es gestohlen wird und passe deshalb auch darauf auf...).

Natürlich ist es dem Dieb trotzdem irgendwie gelungen, mein Handy zu klauen, aber das muss ja nicht heißen, dass es deswegen "unbeaufsichtigt" herumlag. Denn wenn mir mein Handy aus meiner Hosentasche geklaut worden wäre, hätte es der Dieb ja auch geschafft und somit wäre das Handy damit auch unbeaufsichtigt gewesen. In diesem Fall hätte ich dann also nicht gegen meine Sorgfaltspflicht verstoßen?

@wolfiii95

Wenn sich der Rucksack ständig in deinem Blickfeld befunden hat, dann musst du den Dieb auch gesehen haben. Er wird ja wohl mindestens 1,40 m groß und 30 cm breit gewesen sein, also eigentlich nicht zu übersehen.

Also entweder war der Dieb einer deiner Freunde, von denen du dies nicht erwarten würdest, oder du hast doch einen Augenblick (ca. 1 min) weggeschaut, so dass ein Fremder sich nähern und das Handy stehlen konnte.

Genau darauf möchte die Versicherung hinaus. Freiwillig wird sie nicht zu einer Zahlung der Schadenssumme zu bewegen sein.

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