befristeter Arbeitsvertrag auf Wunsch des Arbeitnehmer

5 Antworten

Ich kann mir nicht vorstellen, dass das rechtens wäre, denn das Gesetz könnte umgangen werden und sehr, sehr viele Arbeitnehmer würden sich darauf einlassen, um den bekannten Job zu behalten. Für den Arbeitgeber entfällt damit eine eventuelle Entschädigung, wenn der Arbeitsplatz nicht mehr ausgefüllt werden muss. Mit dem Gesetz wollte man die Arbeitnehmer schützen. Wenn Du hingehst und zu jemanden sagst, dass er Dich bitte töten soll und der es tut, dann wird der trotzdem angeklagt, egal, ob Du das wolltest oder nicht!

 Ist eine Befristung auf Wunsch oder mit Einverständnis des Arbeitnehmers möglich, auch wenn gesetzlich eine unbefristete Beschäftigung anstehen würde?

Befristungen ohne Sachgrund sind nur in Ausnahmefällen länger als zwei Jahre möglich. Was Du hier beschreibst würde die Gesetzgebung auf den Kopf stellen und das Gesetz aushebeln. Wofür würde man es dann noch brauchen?

Es gibt eine Ausnahme für ältere AN, wenn diese bei Beginn des befristeten Arbeitsverhältnisses mindestens 52 Jahre alt sind und vorher mindestens vier Monate arbeitslos waren, Transferkurzarbeitergeld bekommen oder an einer Beschäftigungsmaßnahme nach SGB II oder III teilgenommen haben. In diesen Fällen ist eine Befristung ohne Sachgrund bis zu fünf Jahren möglich.

Dann gibt es noch die Möglichkeit von Befristungen ohne Sachgrund von bis zu vier Jahren. Das geht aber nur in den ersten vier Jahren nach der Gründung eines Unternehmens.

Wenn diese beiden Möglichkeiten ausscheiden bleibt nur die Möglichkeit einer Befristung mit Sachgrund. Diese kann an eine Befristung ohne Sachgrund anschließen. Die umgekehrte Möglichkeit (Befristung ohne Sachgrund nach Befristung mit Sachgrund) geht rechtlich nicht.

wenn ein Sachgrund vorhanden ist kann befristet verlängert werden. Wenn kein Sachgrund vorhanden ist und er bereits 2 Jahre dort beschäftigt ist geht das nicht.

Der Wunsch bzw das Einverständnis kann nicht das Gesetz außer Kraft setzen. Der §14 des Teilzeitbefristungsgesetz beschränkt eine Kalendermäßige Befristung auf 2 Jahre. Danach muß fest angestellt werden.

Der Betrieb wird keinen weiteren Vertrag schließen - da sie offenbar keinen Festvertrag wollen

und eine weitere (dann unwirksame) Befristung würde automatisch zu einem Festvertag führen (soweit die gestzlichen Voraussetzungen gegeben sind)

völig egal was man dazu erklärt ...

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