Bedarfsgemeinschaft-Rückzahlung

2 Antworten

Ein Minderjähriger ab 15 hat einen eigenen ALG-II-Anspruch; es besteht ein Wahlrecht, einen eigenen Antrag zu stellen oder über den Haushaltsvorstand (Eltern).

Wenn das gemeinsam geschieht, dann musste die Anlage WEP (für das Kind ab 15) ausgefüllt worden sein, die sowohl vom Minderjährigen als auch vom gesetzlichen Vertreter unterschrieben werden muß.

Da Dein Bruder inzwischen aber volljährig ist, wendet man sich dann direkt an ihn.

Also man sollte sich auch nochmals den damaligen Antrag vorlegen lassen, wenn man keine Kopien hat.

Ob ein Minderjähriger das ganze Verfahren überblicken kann, ist durchaus zu bezweifeln; unzweifelbar ist, daß die Änderungen in den Einkommensverhältnissen allerdings hätten mitgeteilt werden müssen.

Das Geld muß selbstverständlich zurückgezahlt werden; tatsächlich könnte es darauf hinauslaufen, daß sich die AA zunächst an Deinen Bruder hält, der aber einen Regereßanspruch an den Vater hat - allerdings sollte man die gesamte Verantwortung im Widerspruchsverfahren, bei dem gemeinsamen Antrag, auch auf den Vater abwälzen (da er wohl auch Hauptantragssteller war) und er in der Pflicht war, die Veränderungen mitzuteilen.

Ich denke, Dein Bruder hat nichts zu befürchten, da er minderjährig war, und vermutlich auch gar nicht wußte, wieviel Geld überhaupt an den Vater ausgezahlt wurde; zudem dürfte ihm damals wohl gar nicht klar gewesen sein, wie sich die Leistung letzendlich überhaupt zusammensetzte, denn er wird ja wohl keinen eigenen Bewilligungsbescheid erhalten haben.

Er mußte sich darauf verlassen, daß sein Vater, bei Änderungen auch entsprechende Meldungen macht, sofern dies notwendig war

Den Bescheid der Rückzahlung bekommt normal der Antragsteller der Bedarfsgemeinschaft. Da ist was oberfaul... Wenn da man nicht der Vater selbst schon einen Bescheid bekommen hat und selbst Einspruch eingelegt hat... Warum sonst sollte ein Mitglied ein Bescheid bekommen das gar nicht Antragsteller und auch nicht Leistungsempfänger ist?

Ich würde deinem Bruder dringend dazu raten das direkte Gespräch mit der Leistungsabteilung der Arge Jobcenter zu suchen. Nur so kann er überhaupt durchblicken was wie gelaufen ist.

Als Bedarfsgemeinschaft angegeben zu werden ohne es zu wissen klappt allerdings bei Jugendlichen nicht. Die müssen zusammen mit dem Antragsteller antanzen. Jugendliche unter 14 Jahren werden davon schon mal verschont weil der Missbrauch durch Ausbildungsvergütung auszuschliessen ist.

Scheinbar ist da so einiges richtig schief gelaufen

lg Susan

Danke ersteinmal.ja vielleicht habe ich unglücklich geschrieben. als mein Vater gefragt wurde, sagte er meinem Bruder dass er schon angeschrieben wurde aber immer in widerspruch gegangen ist. finde ich eh schon starkes stück aber ist so.scheinbar ist es ihm wohl egal das sein sohn jetzt ran soll. und gesprochen hat er schon mit der sachbearbeiterin, die weiss auch bescheid und hat gesagt er soll widerspruch einlegen, nur ob das was bringt wüsste sie nicht. LG

Mein Vater hat mich gestern geschlagen!

Gestern haben meine Familie und ich ferngesehn und mein Bruder hat sich breit gemacht. Ich hab ihm gesagt er solle sich normal hinsetzen aber er hat mich einfach ignoriert. Als ich ihn dann zur Seite geschoben hab ist er ausgerastet und hat mich angegriffen. Danach haben wir uns geprügelt und mein Vater hat mich angebrüllt ich solle aufpassen. Aus Wut hab ich ihn gefragt ober er blind sei, mein Bruder hätte doch das Ganze provoziert. Dann ist er komplett ausgerastet und hat so sehr auf meinen Arm eingeprügelt, dass ich ihn vor Schmerz nicht mehr bewegen konnte. Mein Vater hat mich dann nur noch angeschrien ich solle abhauen und ich bin total geschockt in mein Zimmer gerannt. Ich wusste gar nicht wie ich danach mit meinem Vater umgehen sollte, ich hab bis heute kein Wort gewechselt und werde es wahrscheinlich die nächsten Wochen auch nicht tun. Ich hab das Gefühl, dass das Verhältnis zwischen mir und meinem Vater total gestört ist. Er redet kaum mit uns. Aber um das Jugendamt einzuschalten schlägt er mich zu selten und das würde sowieso nur mehr Ärger geben. Mein Vater schlägt mich relativ selten, aber wenn, dann richtig. Vor einem Jahr sind wir zu einer Hochzeit gefahren und er hat gesagt ich solle nach dem Weg fragen, ich wollte nicht weil es eindeutig war, wo die Kirche ist. Dann ist er wieder ausgerastet und hat mich ins Gesicht geboxt, dass ich geblutet habe. Ich musste mich danach wieder zusammenreißen, weil wir ja auf eine Hochzeit gingen. Ein anderes Mal hat er mir den Finger gebrochen. Ein paar Wochen später vergesse ich es wieder und vergebe ihm. Ich schlucke die Wut einfach runter bis ich nicht mehr daran denke. Zum Glück werde ich in zwei Jahren weit weg ziehen. aber ich weiß nicht wie ich dann mit meinem Vater umgehen soll. Ob ich ihn ignorieren soll oder so tun als wäre nichts passiert. Außerdem sind sie mal auf meine finanzielle Unterstützung angewiesen und meine Mutter sagt immer ich sei ihre Rente. Ich möchte meinem Vater aber nicht finanziell unter die Arme greifen oder überhaupt irgendwas mit ihm zu tun haben. Was soll ich jetzt mit der ganzen Situation umgehen?

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Geld verdienen trotz Bedarfsgemeinschaft?

Hallihallo Leute.

Ich habe ein paar Fragen zum oben genannten Thema.

Also, meine Eltern sind beide arbeitslos, vor rund 17-18 Jahren nach Deutschland immigriert. Obgleich mein Vater des öfteren versucht hat deinen Abschluss hier anerkennen zu lassen um noch einmal Jura hier studieren zu können, hatten die Behörden oft etwas dagegen einzuwenden. Er ist gelernter Rechtsanwalt und war eine ziemlich lange Zeit Anwalt in Syrien.

Wie auch immer; Da beide Elternteile arbeitslos sind und wir alle Leistungen vom Staat beziehen sind wir eine "Bedarfsgemeinschaft". Habe nun eine Praktikumsstelle in einer Anwaltskanzlei erhalten, 40 Stunden Woche. Mein Chef, bzw. meine Chefs da es mehrere Anwälte sind, sind ziemlich nett und boten mir an mich für das Praktikum zu bezahlen. 300€ sollen es dann monatlich sein. Als ich mit der zuständigen SA vom Jobcenter sprach, meinte die ich solle mich an den Kollegen wenden, welcher Zahlungen usw. überwacht. Gesagt, getan, habe den netten Herr angerufen und mir ein wenig davon erklären lassen. Laut ihm bin ich alleine wegen des Kindergeldes bereits über meinen Freibetrag, und wurde somit Abzüge verursachen, selbst wenn ich nur 5€ erhalten würde. Entschuldigt die Ausdrucksweise, aber das ist totaler Bullshit. Jedenfalls habe ich im Nachhinein erfahren, dass das Geld, welches ich dazu verdiene nicht 1:1 abgezogen bzw. gekürzt wird. Somit profitiere ich also eigentlich schon davon, aber irgendwie auch nicht, da es Unmengen von komplizierter Dinge gibt von denen ich nun wirklich nichts verstehe.

Lange rede kurzer Sinn.

Da Praktikum lauft auch über das Jobcenter, bzw. Erklärten die sich bereit meine Fahrtkosten aufs erste zu übernehmen. Meine eigentliche Frage ist aber, dürfen die das überhaupt kürzen? Wo liegt denn der Sinn darin, Leuten welche sich um Verdienst und Bildung kümmern wollen das meiste zu verweigern? Bei jemanden, der nicht in einer "Bedarfsgemeinschaft" lebt gibt es natürlich keinerlei Probleme. Wieso auch, wegnehmen muss man ja nur denen, welche sowieso eher wenig haben.

Ich habe im Netz gelesen, dass bei freiwilligen Praktika eines der Gesetze, welches für Auszubildende ist in Kraft tritt. Wie mir das helfen soll, weiß ich nicht. Als ich den Herr fragte wie viel ich denn im Endeffekt von 300€ wirklich hatte, antwortete er mir strohdoof; "Das können wir erst berechnen, wenn Sie auch die 300€ verdienen." Ist das deren Ernst? Jede menge Geld für Schrott aber kein Geld für einen jämmerlichen Simulator? Ich finde das ziemlich spanisch. Ich will wirklich niemanden anschwärzen, die Leute machen alle nur ihren Job.

Aber trotzdem möchte ich gerne wissen, ob die das überhaupt kürzen dürfen.

Wenn ihr noch irgendwelche Informationen braucht, sagt bitte Bescheid.

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Wird die Steuerrückzahlung beim ALG1 angerechnet?

Hallo liebe Gemeinde :) ,

ich habe mal eine Frage bezüglich der Anrechnung der Steuerrückzahlung beim ALG2 und ALG1.

Folgende Situation bei mir: ich bin seit 01.04.2014 arbeitslos und habe Anspruch auf ALG1. Da die Berechnung des ALG1 ein Weilchen dauerte, habe ich einen ALG2-Antrag gestellt. Das Jobcenter hatte auch vorläufig gezahlt, hat sich das Geld von der Bundesagentur wieder geholt. So weit so gut. "Leider" habe ich Ende April meine Einkommenssteuererstattung erhalten, welche mir vom Jobcenter angerechnet wurde, da ja dies als einmaliges Einkommen zählt. Nun meine Frage: bekomme ich die irgendwie wieder??? Denn beim ALG1 würde die Steuerrückerstattung ja nicht angerechnet werden. Und im April war ich ja schon im ALG1-Leistungsbezug, lediglich lies die Berechnung auf sich warten und NUR deshalb ist das Jobcenter in Vorkasse gegangen. Ich möchte dazu sagen, dass mein ALG1 und sonstige einnahmen unserer Bedarfsgemeinschaft so hoch sind, dass wir gar keinen Anspruch auf ALG2 hätten.

Es wäre doch sehr unfair, dass mir das Jobcenter meine Steuererstattung "wegnimmt", die Bundesagentur sich für dieses Geld gar nicht interessieren würde. Und nur, weil die Berechnung länger dauerte, ich zum ALG2-Empfänger wurde und dafür "bestraft" werde...

Weiß jemand von euch, ob es sinnvoll wäre einen Widerspruch zu machen oder die Leistungsabteilung des ALG1 zu informieren oder zum Anwalt zu gehen?

Danke für die Infos, Nadine

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