Bauschaden-->Bauherr verklagt Fertighausfirma-->Ausführende Baufirma insolvent-->Wer haftet?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich würd an Deiner Stelle bei einem Anwalt fragen, hört sich kompliziert an Meinungen von uns bringt Dir sicher nicht viel. Aber ich denke auch, weiß alles von Dir, bleib außen vor.

Warum versuchen Sie es nicht einfach mit einer ordentlichen Rechtsberatung bei einem Anwalt/Anwältin Ihres Vertrauens? Die haften auch für das, was sie Ihnen empfehlen. Die geringen Kosten einer Erstberatung stehen doch in keinem Verhältnis, wenn es um derartige Rechtsfragen und Summen geht? heimo.kandler@t-online.de

Naja billig ist da ja auch relativ, bei Hausbau. Die Frage ist halt eigentlich wie weit man als Bauleiter sich derartig auf Stunden beschränken lassen darf?

Guten Morgen! 1) Du Arbeitest für eine Fertigteilfirma als Bauleiter in Selbständiger basis oder Angestellter. Bei Selbständiger basis kann dir die Fertigteilfirma nicht zu Verantwortung ziehen den du hast dich nach Std. Verkauft. Bei einen Angestelltenverhältnis muss immer die Firma haften. 2) Zu die Insolventen Firma brauchst du sicher nicht haften, der AG hat seine Forderungen an den Masseverwalter zu richten. 3) Welche Schäden sind das den mit € 40.000,-- 4) Welches Gewerbe hast den wenn du dich Std. verkaufst.

Bei weiteren Fragen stehe ich gerne zu Verfügung!

MFG E&HP-Bau, Ihr Partner am Bau! Office@platzerbau.at

Ich bin selbstständiger Architekt, hatte bis letztes Jahr für die Fertighausfirma Planung und Bauleitung in meiner Region übernommen. Also nicht für ein spezielles Gewerk "verkauft". Aber wie gesagt schon auf eine festgelegte Stundenbasis. Das Gebäube zieht Feuchtigkeit und das Gewerk war von der von der Fertighausfirma bestimmten Baufirma ausgeführt worden. Das ist ja das, was den Bau für den Kunden günstiger macht: billigere Firmen, die dafür öfter Aufträge bekommen; abgespeckte Bauleitung und teilweise kann der Kunde Gewerke in Eigenleistung erbringen...

Werter Forumsteilnehmer,

Ihre Frage ist eine Rechtsfrage die nur von Juristen beantwortet werden darf.

Ich würde es so sehen -was nur meine persönliche Meinung ist und darstellt-, dass Sie als Bauleiter natürlich mit in die Verantwortung genommen werden können.

Natürlich müssen die Gewerke in Ihren handwerklichen Selbstverständlichkeiten nicht ständig vom Bauleiter überwacht werden, dennoch gibt es zahlreiche Gewerke -wie auch in diesem von Ihnen geschilderten Fall hier- deren mangelhafte Ausführung sehr schadenträchtig sein kann und weswegen diese natürlich nicht als handwerkliche Selbstverständlichkeit gewertet werden können und mithin der Überwachungspflicht des Bauleiters unterliegen.

Auch der Blick in den Löffelmann/Fleischman, Architektenrecht oder auch in den Motzke/Preussner/Kehrberg/Kesselring, Die Haftung des Architekten, läutert sehr explizit die von Ihnen gestellten Fragen.

Bei der von Ihnen geschilderten Schadenhöhe ist dann wohl ferner auch noch davon auszugehen, dass Versteckte Mängel eine Rolle spielen, die bei einer ordnungsgemäßen Bauleitung ggf. hätten erkannt werden können, etc.

Ein sehr umfangreiches Thema.

Mit freundlichen Grüßen

Markus Reinartz

Freier Sachverständiger für Bauwesen

Mein Beiträge hier im Forum stellen lediglich meine persönliche Meinung und somit keine Beratung dar. Oftmals ist so, dass Situationsbedingt eine Einzelfallbetrachtung mit Augenscheinseinnahme oder die Sichtung von Bauunterlagen erforderlich ist die hier in diesem Fall nicht ausgeführt wurde, oder gar werden Rechtsfragen ins Forum eingestellt, die nur von Juristen beantwortet werden dürfen (in diesem Fall befragen Sie in jedem Fall einen Juristen). Aus diesem Grund kann in dieser Hinsicht keinerlei Haftung übernommen werden.

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