Bauplatz geerbt, danach Heirat und jetzt Bauen. Wem gehört das Haus zu welchem Anteil?

3 Antworten

Wenn keine (!) Änderungen am Grundbuch vorgenommen werden, gehört das Haus, dass auf Deinem Grundstück gebaut wird auch Dir - zu 100 % weil es mit dem Grundstück zusammenhängt ... im Falle einer Trennung müsstest du Deine Frau auszahlen - für das was sie finanziell eingebracht hat ...

wenn Du sie mit ins Grundbuch "eintragen" lässt, schenkst Du ihr soszusagen ein Teil des Grundstücks .. das heißt bei einer Trennung müsste man sich (soweit man sich gütlich einigen kann) über die Aufteilung einigen - Du bekommst das Grundstück zurück und zahlst sie dafür aus ...wenn ihr Euch nicht einig werdet, kann jeder Miteigentümer die Aufhebung der Eigentümergemeinschaft verlangen - das Grundstück würde dann versteigert, das was bleibt nach Abzug von Bankschulden etc. könntet ihr euch teilen

Den Bauplatz kannst Du also nicht vom Haus trennen ... das ist eine rechtlche Einheit ...

Das Grundstück nebst Aufbauten, die fest darauf errichtet sind, gehört dem alleine, der im Grundbuch als Eigentümer eingetragen ist.

Im Falle der Scheidung wird ein Gutachten auf den Tag der Eheschließung und den Tag der Trennung erstellt. Vom Differenzwert erhält der nicht im Grundbuch eingetragene Ehepartner die Hälfte als Zugewinnausgleich.

Das Grundstück gehört Dir. Insofern dürftest Du wohl als Alleineigentümer im Grundbuch eingetragen sein.

Über die Beitragsleistungen zum Hausbau solltet ihr miteinander sprechen und über die anteilmäßigen Beitragsleistungen einig sein.

Als Deine Frau würde ich die zum Hausbau geleisteten Beiträge (Geld- und Arbeitsleistungen) durch den Eintrag einer Hypothek bzw. entsprechenden Haus-Anteil z. B. 1/3 , absichern lassen. Somit wäre schon mal ein evtl. späterer Streitgegenstand ausgeschlossen und geklärt.

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