Bargeld vor dem Erben verschenken

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Wenn der Tod innerhalb von 10 Jahren Eintritt, wird das Geschenk und die Erbschaft zusammengerechnet. Nach den 10 Jahren ist es steuerlich ein neuer Vorgang, sprich es gibt neue Freibeträge.

Der Verwandschaftsgrad zwischen Gebendem und Empfänger der Schenkung, aber auch die Steuerklasse in Prozent des Beschenkten sind in der Berechnung enthalten. Die aufgeführten Sätze sind seit September 2012 gültig. Nicht nur aus einer Schenkungserklärung, sondern auch aus einer Handschenkung ergibt sich die Pflicht zur Abführung der Steuer an den Staat.

Aus dieser Gesetzeslage ergibt sich, dass selbst hochpreisige Geburtstags- oder Hochzeitsgeschenke steuerpflichtig nach dem Schenkungs- und Erbschaftssteuer Gesetz sind. Eingetragene Lebenspartnerschaften werden vor dem Gesetz genauso behandelt wie Eheleute, wobei die Steuer auf eine identische Handhabung wie bei einer Erbschaft berechnet wird. Den geringsten Freibetrag von 20.000 Euro haben entfernte Verwandte, nicht eingetragene Lebenspartner oder Nichtverwandte. Hier wird ein Steuersatz von 30 – 50% über dem Freibetrag erhoben. Die Abhängigkeit des Freibetrags vom Verwandschaftsgrad führt dazu, dass der Freibetrag sich verringert und die Steuer sich erhöht, je entfernter das Verhältnis der Verwandtschaft zum Geber wird. Die Vermutung, eine Handschenkung wäre von der Besteuerung ausgenommen, ist ein weit verbreitet kursierender Irrtum.

Also, Freibetrag von 20.000,--€ jetzt für das schon geschenkte Geld. Darüber hinaus ist es zu versteuern- und das Haus später auch...

Nein. Genauso müsste er sogar das Haus überschreiben können. (Das kostet nämlich auch Erbschaftssteuer) - Vorausgesetzt, ihr vertraut euch einander ausreichend.

Aber für das Haus müsste ich dann doch schenkungssteuer zahlen oder?

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