Bank of Scotland seriös?

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Hallo Patentamt,

den Service und die Seriosität der Bank of Scotland kann ich nicht beurteilen. Die Bank gehört zur Lloyds Banking Group, an der wiederum der britische Staat beteiligt ist. Die Ratingagentur S&P beurteilt die Bonität der Bank of Scotland mit A+. Zum Vergleich die Muttergesellschaft von Cortal Consors, die BNP Paribas, wird von S&P zwei Stufen besser mit AA bewertet.

Schöne Grüße

Stefan Maly Cortal Consors - Team Anlagestrategie

Die Bank of Scotland lässt Kunden der 50.000 Euro als Festgeld bis zum Jahr 2014 angelegt hat nicht aus seinem Vertrag raus, trotzdem der Kunde mit diesem Geld eine Heilbehandlung durchführen könnte. Der Bank ist mitgeteilt worden, dass der Kunde sonst Sterben wird. Bank of Scotland weigert sich mit zahlreichen ausreden, das Geld „auch ohne Verzinsung“ zurück zu zahlen und Beruft sich auf angeforderte persönliche Krankheitsunterlagen. Eine 100% Schwerbeschädigung und ein Tumorbericht mit der Folge dass das halbe Bein Operiert wurde und der Kunde ein Künstliches Hüftgelenk erhalten hat ist der Bank of Scotland EGAL. Selbstverständlich kann der Kunde zahlreiche Gutachten Erstellen lassen. Bis diese dann Ihren Weg gegangen sind, ist die Krankheit weiter Fortgeschritten. Der Bank of Scotland ist dies völlig egal und nimmt den Tod des Kunden in Kauf. Selbst auf wunsch des Kunden, den Vater Eintragen zu lassen, wenn der Kunde stirbt verweigert die Bank of Scotland. Einfach UNFASSBAR!!!

Hallo,

ich hatte über einen Werbelink von Dr.Klein ein Konto bei der Bank of Scotland eröffnet. Hierfür hätte es einen Bonus von 20,-€ gegeben. Allerdings behaupten sowohl Bank of Scotland als auch Dr.Klein, dass ich den Werbelink nicht zur Kontoeröffnung benutzt habe. Wie kann man das Gegenteil beweisen, wenn kein Notar vor Ort war? Solch ein Geschäftsverhalten ist meiner Meinung nach unseriös.

Hallo Patentamt, in der Finanzkrise ging es wohl keiner Bank richtig gut, da war die Bank of Scotland keine Ausnahme. Ich habe allerdings in letzter Zeit vermehrt von positiven Ratings gelesen. Worauf man auch achten sollte, was manchmal verwirrend klingt, die Bank of Scotland nicht verwechseln mit der Royal Bank of Scotland (RBS)!

Auf Grund der sehr naiven Antworten möchte ich das Thema einmal kritisch reflektieren (ich kann die im Kern trotzdem falsche Aussage "nicht mit der Royal Bank of Scotland zu verwechseln" nämlich nicht mehr hören):

1.) Organisation

Die "Bank of Scotland" gehört als Tochtergesellschaft zur "Lloyds Banking group" und hat ihren Hauptsitz in London.

2.) Rating

Als Tochtergesellschaft hat die "Bank of Scotland" kein eigenes Rating, womit das Rating des Konzerns relevant ist. Das Rating der "Lloyds Banking group" und der "Royal Bank of Scotland" wurden vor kurzem durch Ratingagenturen herabgestuft, weil ein Eingreifen der britischen Regierung bei einer Bankenschieflage unwahrscheinlicher geworden sei.

3.) Rolle der Banken während der Bankenkrise

Die "Lloyds Bankging group" und die "Royal Bank of Scotland" hatten auf Grund der amerikanischen Subprimemarktkrise Milliardenverluste in ihren Bilanzen auszuweisen und mussten in der Folge vom britischen Staat gerettet werden. Auch heute noch hält der Staat hohe Anteile an diesen beiden Banken.

Zwar handelt es sich bei der Bank of Scotland nicht um die Royal Bank of Scotland. Als Tochtergesellschaft der Lloyds Banking group ist die Bank of Scotland jedoch genauso riskant und leidet unter den gleichen Problemen.

Beachtet bitte auch, dass sich in den Papieren nicht unerhebliche Anteile an Staatsanleihen der krisengeschüttelten südeurpäischen Staaten befinden. Sofer diese abgeschrieben werden müssen, belasten diese die Bilanzen erheblich.

4.) Einlangensicherung

Durch gesetzlichen britischen Einlagensicherungsfonds sind Einlagen privater Anleger bis zu 85.000 Britischen Pfund zu 100% abgesichert. Erst darüber hinaus werden alle Einlagen bis maximal 250.000 Euro durch den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken vollständig geschützt.

Die gesetzliche britische Einlagensicherung beruht darauf, dass die "Lloyds Banking group" ihren Sitz in London hat. Bei einem Ausfall müsst ihr euch auch im Streitfall vor britischen Gerichten bewegen. Ihr solltet euch daher genau darüber informieren, wie der gesetzlche britische Einlagensicherungsfonds funktioniert.

Auch eine Entschädigung gestaltet sich im Ernstfall langwieriger.

Lasst euch das Desaster der isländischen Kaupthingbank eine Lehre sein. Diese hat auch mit Tagesgeldkonten mit entsprechend hohen Zinsen versucht liquide Mittel auf dem deutschen Markt zu aquirieren.

Die Bank war dem isländischen Einlagensicherungsfonds angeschlossen. Dieser Fonds schützte nach Angaben der Bank die Einlagen jedes einzelnen Kunden – auch in Deutschland – bis zu einer Höhe von 20.887 Euro zu 100 %, dieser Betrag sei vom isländischen Staat garantiert und unabhängig vom Kurs der Krone. Der isländische Staat müsse einspringen, wenn das Geld im Fonds nicht ausreicht, hat sich allerdings auf den Standpunkt gestellt, nur an isländische Bürger zu zahlen, da die ausländischen Verbindlichkeiten dermaßen groß seien, dass sie zum Staatsbankrott von Island führen würden, wenn sie bedient werden müssten.

Nun ist England nicht mit Island zu verwechseln... aber der prozentuale Grad an maroden Banken in England ist nicht zu unterschätzen...

5.) Zinshöhe

Da der Interbankenhandel mittlerweile fast zum erliegen gekommen ist, haben es die Banken schwer an Kapital zur Erhöhung ihrer Kernkapitalquote zu kommen.

Als Tochtergesellschaft versucht die "Bank of Scotland" für ihren Mutterkonzern Kapital zu aquirieren. Banken zahlen nicht aus Mildtätigkeit hohe Zinsen, sondern nur wenn sie das Kapital dringend benötigen bzw. wenn die Anlage mit einem entsprechenden Risiko verbunden sind. Eine Ausnahme gilt hier höchstens für Neukundenangebote.

Es hat schon seine Gründe, warum andere Banken im Schnitt nach Auslaufen der Neukundenangebote im Schnitt 1% weniger Zinsen bezahlen.

6.) Sicher ist sicher nicht sicher...

Mit Sicherheit kann man sagen, dass die Einlagensicherungsfonds sogar schon beim Scheitern einer systemrelevanten Bank überfordert sind. Ähnliches gilt auch für die Einlagesicherung der Sparkassen und Landesbanken, die beim Scheitern einer Landesbank ebenfalls an ihre Grenzen stoßen. In der Folge kann nur der Staat als Retter auftreten, um einen totalen Finanzkollaps zu verhindern...

Sofern jemand bei der "Bank of Scotland" Geld anlegen sollte, bitte nicht das komplette Ersparte anlegen, da bei einem Ausfall einige Zeit vergehen kann, bis es zu einer Entschädigung kommt.

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