Balkonanbau genehmigungspflichtig in Sachsen?

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Hier ist die Sächsische Bauordnung (SächsBO) einschlägig. Wie in anderen Bundesländern üblich, gilt im Grunde die "Generalklausel": "§ 54 Grundsatz Bei der Errichtung, Instandsetzung, Instandhaltung, Änderung, Nutzungsänderung oder dem Abbruch einer baulichen Anlage sowie anderer Anlagen und Einrichtungen, an die in diesem Gesetz oder in Vorschriften aufgrund dieses Gesetzes Anforderungen gestellt werden, sind der Bauherr und im Rahmen ihres Wirkungskreises die anderen am Bau Beteiligten dafür verantwortlich, daß die öffentlichrechtlichen Vorschriften eingehalten werden." Im Regelfall ist also nach § 62 aaO. von der Genehmigungsbedürftigkeit von "Vorhaben" auszugehen. Es sei denn, es handelt sich nach § 63 a Abs. 1 Ziff. 10a) aaO. um ein nicht genehmigungsbedürftiges Vorhaben, wovon aber im vorliegenden "Fall" nicht auszugehen ist. Ein so grosser "Balkon" ist keine unwesentliche bauliche Änderung, zumal hier auch in hohem Maße Fragen der Baustatik bei der Planung und Bauausführung zu beachten sind. Allerdings erscheint die Anwendbarkeit des § 62a aaO. denkbar, wonach ein vereinfachtes Verfahren des Bauantrages möglich sein sollte. Auch kann hier "Nachbarrecht" greifen, wenn die Rechte der Nachbarn tangiert sind ! So gesehen ist damit zu rechnen, dass eine Vorabinformation/Beteiligung der Nachbarn nach § 69 aaO. wahrscheinlich und sinnvoll ist. Eine Absprache mit der freundlichen Baugenehmigungsbehörde ist allemal unverzichtbar.

In NRW ja. Aber mit einem Anruf bei der STadt kannst du das klären.

Bungalow genau auf Grundstücksgrenze?

Wir haben ein Haus gekauft. Auf der linken Seite von unserem Grundstück befindet sich ein Bungalow genau auf der Grundstücksgrenze zu unserem Grundstück.

Die Familie von denen wir das Haus gekauft haben ist mit den Familien hinter unserem Haus und links neben unserem Haus bekannt und aus der Familie. Deshalb haben die auch keine Zäune gehabt, damit wenn die mal was brauchen oder sich gegenseitig besuchen wollen direkt übers Grundstück besuchen können wahrscheinlich. Die Familie auf der linken Seite unseres Hauses von vorne betrachtet hat ein Haus auf der mitte dessen Grundstücks.

Alles so weit in Ordnung. Unser Haupteingang und 1m gehen, auf der linken Seite steht ein Bungalow genau auf der Grundstücksgrenze zu unserem. Und da ist noch ein Fenster das direkt in unser Grundstück reinschaut. Wir wissen nicht recht ob die überhaupt mit oder ohne Genehmigung der Stadt gemacht wurde. Damals als die Familien dick miteinander befreundet waren war es wohl kein großer Störfaktor.

Aber uns stört erstens das Fenster sehr, welches direkt in unser Grundstück reinschaut, wenn man aus unserer Eingangstür rausgeht man direkt das Fenster sieht und überhaupt das sich der Bungalow und das Fenster direkt und genau auf der Grundstücksgrenze befinden.

Ist das überhaupt Gesetzlich erlaubt? Welche Maßnahmen können wir treffen? Was können wir Gesetzlich machen? Evt. Sichtschutz z.B. Fenster mit Holzplatten zu kleben oder zu nageln Ist das Bungalow und vor allen Dingen das Fenster genau auf der Grundstücksgrenze erlaubt?

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Muss ich den Sonnenschutz am Balkon in der Mietwohnung entfernen?

Hallo,

ich wohne zur Miete in einem Mehrfamilienhaus mit mehreren Eigentümern, 2015 wurde für 2 Eigentümer die Genehmigung für eine Markise erteilt. Daraufhin hatte ich meinen Vermieter gefragt ob er uns eine Markise bezahlt oder einen Teil übernimmt. (Als Mieter möchte ich keine 3000-4000 € investieren) Dies hat er verneint, "wir können aber dran machen was wir wollen", war seine Aussage. Dieses Jahr haben wir uns dann für eine Seilspannmarkise entschieden und diese, ohne zu bohren und ohne nochmaliges Nachfragen beim Vermieter am Balkon angebracht. Vorgestern erhielten wir ein Schreiben der Hausverwaltung, dass wir diesen Sonnenschutz entfernen müssen. Die Anbringung hätte abgestimmt werden müssen und würde nicht den Voraussetzungen entsprechen. Es wäre nicht zulässig, da eine Veränderung der Ansicht der Fassade durch die Eigentümergemeinschaft zu genehmigen sei.

Muss ich den Sicht/-Sonnenschutz nun tatsächlich entfernen? Es liegt hier ja keine bauliche Veränderung vor, da wir diese Vorrichtung nur am Geländer verschraubt haben. Meiner Meinung nach verändert das auch nicht die Ansicht der Fassade, zumindest nicht schlimmer als 4-5 unterschiedliche Sonnenschirme auf dem Balkon.

Hab ich irgendeine Chance das dran lassen zu dürfen? Gibt es dazu Gerichtsurteile, die mir helfen können? Oder ist die Sachlage anders weil es eine Eigentümergemeinschaft gibt?

Ich freue mich auf eine Antwort und sag schonmal Danke!

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