Bäcker - Reservierung von einem Brot verbindlich?

5 Antworten

Dies käme einer Rechtsberatung nach Paragraph 6 RDG Absatz 2 gleich, die nur kostenpflichtig gegeben werden darf, ähnlich wie Dein Fall sich darstellt und Du einen Schaden erleiden würdest bei einer Reservierung , die abnahmepflichtig ist. ALLES KLAR??? Du solltest einen Anwalt konsultieren der Dir im Einzelnen die Paragraphen auseinandersetzt, was den Wert des Brotes bei Weitem übersteigt. Solltest Du mehrere Probleme in dieser Richtung haben, empfiehlt sich eine Rechtschutzversicherung. KOSTEN: CA. 400-1000 EURO IM JAHR. DIESER RAT IST NOCH KOSTENLOS.

Dies käme einer Rechtsberatung nach Paragraph 6 RDG Absatz 2 gleich, die nur kostenpflichtig gegeben werden darf (...)

Nein. Denn eine Rechtsberatung liegt nur im Falle von § 2 Abs 1 RDG vor. Diese erfordert also eine Tätigkeit in konkreten fremden Angelegenheiten. Gerade bei allgemeinen Sachverhalten, wie es hier der Fall ist, sieht § 2 Abs 3. Nr. 5 RDG vor, dass dieses eben keine Rechtsberatung ist.

kann Grinzz nur bestätigen! Ist ein allgemeiner Sachverhalt

Wenn es dazu ein Urteil gibt, kann nur ein Korinthenkacker mit Rechtsschutzversicherung den Prozess angezettelt haben. Hoffentlich hat die Versicherung ihn dann hinaus geworfen.

wohl wahr...

schon ein derartiges Gedankengut bzw. die Idee zu haben etwas bestellen zu können um es dann nicht bezahlen zu wollen müßte unter Strafe stehen.

Bei viel weniger solcher Leute würde eine Rechtsschutzversicherung erheblich billiger sein.

2 übereinstimmende Willenserklärungen ergeben einen Kaufvertrag. den § kannst du leicht googlen. Dazu kommt noch dass es ein Termingeschäft war. Heißt, die bestellte Ware kann an keinem anderen "übergeben" werden. Also eine Spezialanfertigung (ähnlich einer Hochzeitstorte). Also konnte der Bäcker diese nicht an jemand anders verkaufen (durfte nicht), sie am nächsten Tag zu verkaufen geht nicht (Brot alt) also muss der Besteller bezahlen

Bleibt nur die Frage, ob es sich dabei wirklich um einen Kaufvertrag oder um einen Werkvertrag handelt... Und das kommt eben darauf an, was der Bäcker herzustellen hatte :-P

Hat ein Bäcker üblicherweise Roggenmischbrote im Sortiment, so ist die Bestellung eines solchen eher ein Kaufvertrag. Wird der Bäcker aber beauftragt ein ihm bisher fremdes Karottenbrot zu entwerfen und herzustellen, so wäre dies wohl eher als Werkvertrag zu sehen. Und das in diesem Rahmen hergestellte Werk ist tatsächlich nicht anders verkäuflich.

Hat der Bäcker aber "nur" ein Roggenmischbrot (wie immer) herstellen sollen, so kann er dieses natürlich auch an jemanden anderes verkaufen. Im Zweifel macht er sich dadurch schadenersatzpflichtig. Aber ein am Vortag geschlossener Kaufvertrag hindert nicht den Abschluss eines weiteren Kaufvertragen über dasselbe Brot!

Bisher die hilfsreichste Antwort, danke!

@user2433

Für die bisher hilfsreichste Antwort?

Dies kannst du beurteilen obwohl du keine Ahnung hast? Na dies ist ja sehr toll, dass du sooo etwas kannst.

@user3096

@Grinzz..... deshalb ging ich auf die "Hochzeitstote" ein als Sonderbestellung. Klar KÖNNTE er ein übliches Brot an jemand anderen verkaufen aber dann muss er mit Strafe rechnen, weil er das Brot trotz Bestellung nicht für den Kunden aufbewahrt hat (üblicherweise wird eine Uhrzeit ausgemacht......) Das ist das Selbe wie mit einem Hotelzimmer.....das darf man auch nicht einfach an einen anderen Kunden weitervermieten wenn es vorbestellt ist.....

@tapri

schön das mit dem Hotelzimmer.

Wenn man ein reserviertes Hotelzimmer nicht beansprucht, dann hat man dieses bekanntlicher Weise auch zu bezahlen.

@user3096

genau das sage ich doch..... Brötchen muss bezahlt werden......

@tapri
Klar KÖNNTE er ein übliches Brot an jemand anderen verkaufen aber dann muss er mit Strafe rechnen, weil er das Brot trotz Bestellung nicht für den Kunden aufbewahrt hat

Nein, das ist völliger Unsinn! Der Bäcker hat einen Kaufvertrag mit dem Kunden geschlossen. Strafen gibt es dabei nicht. Wenn der Bäcker nicht wie zugesichert leisten kann, dann macht er sich allenfalls schadenersatzpflichtig - müsste also ggfs. den Wert des Brotes, das sich der Kunde dann bei einem anderen Bäcker gekauft hat, herausgeben. Eine Strafe ist aber völlig abwegig ;-)

Und nochwas: Auch ein Hotelzimmer kannst du 100fach vermieten. Das wird sogar regelmäßig gemacht (das System nennt sich Überbuchung, um bei spontanen Absagen dennoch ein Zimmer für den Kunden zu haben). Wie gesagt: Ein Verpflichtungsgeschäft hindert nicht die Eingehung einer weiteren Verpflichtung über den selben Gegenstand!

@tapri

Da hast du den Kommentar von Aixclusivman wohl nicht genau verstanden ;-)

Ein kluger Bäcker lässt sich reserviertes Brot schon bei der Reservierung bezahlen. So kann der Kunde ohne lästiges Zücken des Geldbeutels das Brot einfach abholen. Wenn der Bäcker die Reservierung einfach mündlich annimmt und ausführt, glaube ich nicht, dass er dem Kunden gegenüber einen Rechtsanspruch hat, wenn der das Brot nicht abholt. Schließlich hätte er sich durch eine Vorabzahlung absichern können.

Diese Einschätzung entspringt jedoch allein meiner Logik und einen Paragraphen oder gar eine Rechtssprechung kenne ich dazu nicht. Vielleicht könnte hier eine Suchmaschine rechtlich fundierte Antworten geben, unter Reservierung Ware beispielsweise.

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Nein hat er nicht. Wenn ich Bäcker B wäre wäre das auch die letzte Reservierung für dich gewesen.

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