Autounfall, Versicherung der Gegenpartei zahlt nur die Hälfte

10 Antworten

im ersten moment habe ich auch gedacht die Versicherung sei im recht , das aber Risse die stukturelle Stabilität beinflussen und lackschäden das nicht verursachen ist eine andere Hausnummer und lackschäden mit der hälfte zu berechnen ist schon sehr dreist.. Es kommt natürlich auch auf die tiefe der lackschäden an aber wenn diese kratzer nur oberflächlich sind würde ich mir das nicht bieten lassen...

Da würde ich mich Anwaltlich beraten lassen. eventuell vorher mal mal eine kostenschätzung zum beseitigen der lackschäden erstellen lassen und die vom Ersatzteil plus Lackierung selbst in abzug bringen entsteht da eine deutliche differenz differenz dann lohnt sich der weg um Anwalt den übrigends auch die gegnerische Versicherung zu bezahlen hat.

Die klare trennung zwischen der Vorschädigung und den Unfallfolgen kann nur durch einen sachverständigen erfolgen und darauf hätte ich bestanden.. Da hat es sich der Sachverständige sehr leicht gemacht zum nachteil des geschädigten..

Folglich Anwaltliche Beratung.. Das ist das recht des Geschädigten und wiederspricht nicht der schadensmindeungspflicht.

Frage: des weiteren ist eine reparatur der schürze oder ein Erstatz kalkuliert ?? Im fall einer Reparatur ist eine wertminderung ebenfalls einzuberechnen denn eine geflickte Schürze ist keine neue .. Da ist die lackierung wohl der geringere Kostenfaktor.. die differenz der eventuellen Wertsteigerung am Fahrzeug jedoch geht zu lasten des Geschädigten..

Joachim,

Das ist leider richtig. Die volle Summe würdest du nur bezahlt bekommen wenn das Teil vorher in einwandfreiem Zustand war. Andernfalls würdest du nach der Schadensregulierung besser dastehen als vorher. Du darfst aber dadurch wirtschaftlich nicht besser gestellt sein als vor dem Unfall. Das wäre hierbei aber der Fall weil dein Stoßfänger dadurch in besseren Zustand versetzt würde als er beim Eintritt des Unfallereignisses gewesen ist. Im Sinne der anderen Versicherten und Beitragszahler eine korrekte Entscheidung.

Soweit ich weiß, kann man auch ein Gegengutachten erstellen lassen bzw. einen unabhängigen Gutachter verlangen.

Nicht bei Schäden unterhalb der Bagatellgrenze von 750 EUR, da greift Schadenminderungspflicht.

Nein, da hat die Versicherung vollkommen Recht, wenn Euer Stoßfänger Vorschäden hatte, dann braucht die Versicherung diese nicht zu regulieren, Vorschäden sind grundsätzlich in Abzug zu bringen. Bei 650 EUR Schadenhöhe ist das natürlich eine dumme Summe, die liegt unterhalb der Bagatellgrenze, die man mit 750 EUR annimmt, wobei aber nicht geregelt ist, ob das Brutto- oder Nettoschadensumme ist. Jedenfalls habt ihr als Geschädigte auch eine Schadenminderungspflicht, der seid ihr ja schon nachgekommen, da ihr keinen eigenen Gutachter genommen habt (der steht Euch auch erst bei Schäden oberhalb der 750 EUR zu) Nun hattet ihr leider das Pech, daß die Versicherung Ihren Gutachter geschickt hat, das tut sie auch nicht ohne Grund, denn eine Werkstatt packt gerne die Vorschäden einfach mit rein (wie bei Euch der Fall) um die Kosten herauf zu setzen, damit ihr dann auch den Schaden komplett incl des Vorschaden beheben laßt. Aber ich kann euch trösten, läge der Schaden über der Bagatellgrenze, hätte auch ein von Euch beauftragter Gutachter einen Vorschaden in abzug bringen können. Der Gutachter der Versicherung hat vermutlich die Toleranzen der Kalkulation zu Gunsten seines Arbeitgeber gerechnet, aber er hat es definitiv richtig gemacht. Das einzige was ihr machen könnt, Euch steht ja noch nutzungsausfall und Eine Unkostenpauschale für Euren Zeitaufwand zu (Telefonkosten, Portokosten, Zeitaufwendung), wenn ihr darüber noch vielleicht 100 max 150 EUR rausholt, dann war es das aber auch. Eine Frage wäre noch zu klären, ob die 300 EUR in Form einer fiktiven Abrechnung gezahlt werden. Denn dann sind die 300 EUR ein Nettobetrag und enthält, da nicht angefallen, keine MwSt und keine VErbingungskosten. Wenn dem so ist und ihr den Wagen aber tatsächlich reparieren laßt, dann steht Euch auch die Erstattung der MwSt und die der Verbringungskosten zu. Dann kämen auf die 300 EUR noch ca 25% drauf. Wenn ihr aber fiktiv abrechnet ohne eine Reparaturrechnung nachzuweisen, dann bleibt es bei den 300 EUR (zzgl ggf der Kostenpauschale).

Jetzt schicken sie schon Gutachter bei Bagatellschäden, es geht bergab mit der Versicherungswirtschaft. Der Gutachter kostet auch 300€, einschließlich Fahrkosten und Schreibereien. Haben sie 50€ eingespart.

Machen kannst du granichts. Deine Werkstatt wollte gut verdienen und hat in ihrem Kostenvoranschlag den Vorschaden übersehen.

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