Autotacho Kilometer verfälscht was tun?

10 Antworten

Ich bin ebenfalls beim Gebrauchtwagenkauf arglistig getäuscht worden; da beim  ADAC über die Mitgliedschaft die Möglichkeit einer Erstberatung durch einen Vertragsanwalt besteht, wandte ich mich dorthin und erhielt eine Liste aller regional zuständigen Vertragsanwälte; bei einem davon wurde ich fündig. (Notfalls kann man einen weiteren befragen) 

In der Schweiz besteht so eine Möglichkeit vielleicht auch über einen  Automobilclub?

Es gibt noch etwas, worauf man achten muss: selbst, wenn man in allen Punkten Recht bekommt und die arglistige Täuschung gerichtlich bestätigt wurde, man aber den Kauf nicht rückabwickeln kann, muss man immer noch damit rechnen, dass der Privat-Verkäufer wegen geringen Einkommens gar nicht in der Lage wäre, Schadensersatz in entsprechender Höhe zu zahlen. Der Gerichtsvollzieher würde 'fruchtlos pfänden'.

In diesem Fall ginge es also aus wie das 'Hornberger Schießen' - nach viel Aufwand nix gewesen. Also Obacht!

Außerdem ist es (in Deutschland) so, dass bei privaten Autodeals der Ort des Verkäufers  Gerichtsstand ist. Gut bedient ist man da, wenn sich der um die 360 km weit weg befindet und viele bergige und waldige Strecken umfasst. Vielleicht noch mit Gerichtsterminen im Winter?  Und - angenommen, man nutzt das Corpus delicti für diese Fahrten zum Gerichtstermin: bei einer Rückabwicklung würden sich kilometerbezogene Nutzungskosten für diesen Wagen schadensersatzmindernd bemerkbar machen. 

Man kann gar nicht genug durchs Knie um die Ecke schauen, um alle möglicherweise auftauchenden Widrigkeiten zu erfassen. Der Rest wird dann unter 'Erfahrung' verbucht!

Ich korrigiere: "Und - angenommen, man nutzt das Corpus delicti für diese Fahrten zum Gerichtstermin: bei einer Rückabwicklung würden sich kilometerbezogene Nutzungskosten für diesen Wagen schadensersatzmindernd bemerkbar machen." - das trifft so nicht zu (das fiel mir grad ein), denn wenn man den Kauf rückabwickelt, ist 
Gerichtsstand der Wohnort des Käufers und nicht des Verkäufers .

Du hast einen BMW von einem BMW-Mechaniker gekauft, der 25 Jahre BMW Erfahrung hat.

1l Öl-Verbrauch auf 1000km ist eindeutig zu viel, und als Fachmann wird er es wissen müssen.

Den Kilometerstand kann er als Fachmann leicht prüfen, denn wenn das Auto bei einer Vertragswerkstatt war, wird der Km-Stand erfasst und lässt sich also für ihn leicht überprüfen, das Auslesen reicht da nicht immer aus. 

Und selbst wenn er ohne Gewährleistung gekauft hast, kannst du da vielleicht trotzdem was raus holen.

Am besten wendest du dich an einem Fachkundigen Anwalt und fragst den was man da raus holen kann

Du bist also betrogen worden. Ich würde mir erst mal einen anwaltlichen Rat einholen ( Rechtsschutzversicherung) Und dann abwägen, ob man evtl für die gefälschte Kilometerleistung eine Entschädigung vom Verkäufer erzwingen kann. Und im Vertrag steht doch bestimmt auch die Kilometerleistung die Dein Verkäufer eingetragen hat, und die ist ja offensichtlich falsch.

die kilometerleistung steht im vertrag (also die falschen 158'000). Rechtsschutz gibts ein Problem, bin 18 geworden und war vorher über die Familie rechtsschutzversichert. da ich noch keine neue abgeschlossen hatte für mich, hab ich wohl keine. danke für deine Antwort

@snakehouse

Bei der Rechtsschutzversicherung würde ich nochmal mit Deinen Eltern sprechen, vielleicht gibt es da Fristen o.ä. Denn Rechtsauskunft ist meistens ohne Probleme möglich.

Ich kann nur für deutsche Verhältnisse sprechen, denke aber, dass es im schweizer Recht ähnlich gelagerte Vorschriften gibt. 

Als Verkäufer würde ich mich auch auf den Standpunkt der Ahnungslosigkeit darstellen und mich selbst als Opfer generieren. 

Der veränderte Tacho - durch wen auch immer -  könnte eine strafbare Fälschung technischer Aufzeichnungen darstellen. Durch diese Irrtumserregung könnte der TB des Betruges erfüllt sein. Demzufolge wäre eine Strafanzeige möglich und sinnvoll. Die Polizei wird ermitteln und auch den/die Vorbesitzer vernehmen. 

Durch die falschen Angaben könnte zivilrechtlich der Kaufvertrag wegen arglistiger Täuschung angefochten werden (=Rückabwicklung des Vertrags). Aber selbst wenn der Verkäufer keine Ahnung gehabt hat, alleine durch das Fehlen zugesicherter Eigenschaften wäre ein Rücktrittsgrund gegeben. 

Du solltest du dich anwaltlicher Hilfe versichern, ein RA wird sicherlich einiges erreichen können. 

bei BMW kann man das an Hand des Schlüssels auch auslesen, daß der km Stand manipuliert wurde.

Diese Manipulationen werden meist in Holland-Niederlande durchgeführt.

Nun ist das einige Hundert € teuer, der Verkaufswert je 10.000 km weniger bedeutet aber auch Tausend € Mehrverkaufswert, das ist Betrug

Das ist bei uns arglistige Täuschung & demnach kann der Vertrag rückgängig gemacht werden.

Schweiz weiß ich nicht

Neuerdings tauschen die die Servicehefte auch schon aus

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