Auto von Privat gekauft, Rückgaberecht?

5 Antworten

Wenn ausdrücklich bestätigt wurde, daß es keine Mängel gibt, kann ja wohl auch nicht mehr davon gespsrochen werden, wie gesehen so gekauft. Versuch mit demjenigen darüber zu reden, wenn keine Einigung erzielt werden kann, wird dir wohl nur der Gang zum Anwalt übrig bleiben

Im Vertrag steht aber nichts von gekauft wie gesehen. Wenn das drinstehen würde hätte ich überhaupt keine Chance. Hat auch die Polizei gesagt.

@Sunshine2000

War der Verkäufer auch der Halter ? War er als Besitzer im Brief eingetragen ?

@Kronkorkenkugel

Das Fahrzeug war auf dem Verkäufer seinen Vater angemeldet.

@Sunshine2000

Da irrt die Polizei, wie so oft. Das sind eben keine Juristen, auch wenn sich viele dafür halten.

Der Vertragspassus "gekauft wie gesehen" erfasst zwar auch unsichtbare Mängel, aber KEINE arglistig verschwiegenen Mängel.

Sicher gibt es in solchen Fällen immer das Problem der Beweisbarkeit, aber es ist ein Irrtum zu glauben, dass man als Verkäufer mit einem "gekauft wie gesehen" in jeder Hinsicht aus der Verantwortung entlassen ist.

@Kronkorkenkugel

Das ist letzten Endes unbedeutet. Der Verkäufer haftet für den Zustand der Ware und für vertragliche Zusagen, egal ob er Halter ist oder nicht.

Sicher, das Auto hatte nachweislich einen Unfall und davon soll er sebst nichts gewusst haben? Zur Polizei den Betrug anzeigen.

Wenn du Zeugen oder ähnliche Beweismittel vorweisen kannst hast du eine große Chance auf Erfolg. Laut den Geschäftsbedingungen hat dann der Verkäufer dich betrogen.

Der Verkäufer hat noch eine Person dabeigehabt und wir waren zu dritt.

also, informiere dich bitte nach meiner Info genauer: Ich handle als Privatperson bei ebay, allerdings keine Autos. Doch soweit ich informiert bin, musst der Verkäufer - auch wenn er eine Privatperson ist, eindeutig im Vertrag angeben, dass der Artikel (in deinem Fall das Auto) von Umtausch, Rücknahme und Garantie ausgeschlossen ist.......... Tut er dies nicht, ist er verpflichtet, eine Gewährleistung, wie es die gesetzliche wäre, zu übernehmen. Hat also der Verkäufer im Vertrag sich davon distanziert, wird es schwierig. Wende dich vielleicht auch mal ans ebay-Forum, da gibt es viele Spezialisten, die dir das evtl. genauer erklären können. Dementsprechend würde ich diesen Wisch mit der Regelung dann ausdrucken und dem Verkäufer unter die Nase halten, ansonsten mit Rechtsanwalt drohen. Viel Glück

Um das zu präzisieren: Schließt ein Privatverkäufer die Gewährleistung nicht aus, muss er sie gewähren, kann sie für Gebrauchtwaren allerdings auf 12 Monate verkürzen.

Jedoch umfasst diese nicht Umtausch oder Rücknahme. Ebenso wenig Garantie. Garantie muss nicht ausgeschlossen werden, da sie immer nur eine freiwillige Händlerleistung ist, greift hier also nicht.

@Saarland60

Im Vertrag stand halt: Der Verkäufer übernimmt für die Beschaffenheit des verkauften Fahrzeugs keine Gewährleistung es sei denn, er verkauft das KFZ als Unternehmer an einen Endverbraucher, in diesem Fall verjährt die Gewährleistungsfrist nach einem Jahr ab Übergabe. Aber es ist wie oben genannt ja eine arglistige Täuschung.

Danke!

schau mal, habe das hier auch noch gefunden:

Bitte beachten Sie, daß beim Gebrauchtwagenkauf von Privat häufig ein Gewährleistungsausschluß vereinbart wird. Dieses ist rechtlich zulässig. Der Verkäufer haftet dann nur noch in bestimmten Fällen (z.B. arglistige Täuschung). Eine Erleichterung der Verjährungsfrist vor Mitteilung eines Mangels an den Unternehmer durch Rechtsgeschäft ist beim sog.Verbrauchsgüterkauf nicht möglich. Grundsätzlich ist in allen anderen Fällen jedoch nach § 444 BGB (Neues Schuldrecht) ein Haftungsausschluß möglich. Allerdings sollten Sie bei einem Verkäufer, der die Gewährleistung ausschließen will, mißtrauisch sein und ggf. vom Kauf Abstand nehmen (beim Autokauf / Autoverkauf unter Privaten ist jedoch ein Gewährleistungsausschluß üblich). Unter Umständen gilt jedoch trotz Ausschluß der Gewährleistung eine erweiterte Haftung aufgrund besonderer Garantie oder arglistigen Verscheigens eines Mangels (§ 444 BGB -Neues Schuldrecht-).

Super danke!

Rücktrittsrecht Autokauf von Händler

Hallo! Ich habe mir am 20.06.14 ein Auto gekauft. Gebrauchtwagen. Der Verkäufer ist bei einem Händler angestellt (Stempel auf dem Kaufvertrag als "Handel" nicht Privatperson). Da das Auto eine Delle hatte - und nur noch TÜV bis 02/15 - , habe ich ihn vor dem Kauf bei einer Werkstatt anschauen lassen. Der Verkäufer war dabei. Die haben 2 kleinere Sachen gefunden, was für mich ok war, da das Auto sehr günstig war (muss man halt was reinstecken). Jetzt nach dem Kauf sind mir noch mehr Mängel aufgefallen. Ich habe bei einer anderen Werkstatt nochmal nachschauen lassen und jetzt wird die Liste immer länger!

Bekannte Mängel vor dem Kauf: - ein kaputtes Radlager - ein kaputter Spurstangenkopf - Zugstrebe muss erneuert werden - Simmering muss neu

Nach dem Kauf festgestellte Mängel: - verkauft wurde der Wagen mit Zentralverriegelung, jetzt hab ich irgendwie einen anderen Schlüssel und kann nur jede Tür einzeln abschließen - Kofferraumschloss defekt - der Kofferraum ist offen - Anzeige im Wagen bzgl. Handbremse, Ölstand und Licht defekt (keine Anzeige) - Simmering reicht nicht mehr - Ölwannenabdichtung ist verrostet - es müssen ZWEI Spulstangenköpfe neu - Auspuffstelle muss ausgebessert werden (Rost) - ich habe auch die Befürchtung - ich hab da aber nicht so die Ahnung - das etwas mit dem Tacho nicht stimmt. Ich fahre laut Tacho 50 Km/h oder auch 30 Km/h und bin viel langsamer. Habe einen Freund nebenher fahren lassen. Der hat einen recht neuen Wagen und sein Tacho zeigt viel weniger an...

Dafür dass ich das Auto noch gar nicht gefahren habe, sind mir das mittlerweile echt zu viele Mängel.

Kann ich von dem Kaufvertrag zurück treten? Komischerweise gibt es im Kaufvertrag eine Klausel, die den Ausschluss von Sachmängelnhaftung beinhaltet. Vorliegende Mängel laut Kaufvertrag nur die Delle. Leider lernt man manche Dinge ja erst, wenn man sie erlebt... Da der Verkäufer eindeutig mit dem Handelsstempel als Verkäufer im Kaufvertrag genannt ist, handelt es sich ja nun nicht um einen Verkauf zwischen 2 Privatpersonen und damit ist ein Ausschluss von Sachmängelhaftung nicht zulässig, oder?

Ich bitte hier um Hilfe, was ich machen kann. Bitte keine Vorwürfe, wie man so blöd sein kann - ich ärger mich selbst schon mehr als genug.

Danke schon mal im Voraus!

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