Auto verleihen

5 Antworten

Ergänzung mit Hinweis auf die Versicherungsbedingungen:

D Welche Pflichten haben Sie beim Gebrauch des Fahrzeugs? D.1 Bei allen Versicherungsarten Vereinbarter Verwendungszweck

D.1.1 Das Fahrzeug darf nur zu dem im Versicherungsvertrag angegebenen Zweck verwendet werden. Berechtigter Fahrer D.1.2 Das Fahrzeug darf nur von einem berechtigten Fahrer gebraucht werden. Berechtigter Fahrer ist, wer das Fahrzeug mit Wissen und Willen des Verfügungsberechtigten gebraucht. Außerdem dürfen Sie, der Halter oder der Eigentümer des Fahrzeugs es nicht wissentlich ermöglichen, dass das Fahrzeug von einem unberechtigten Fahrer gebraucht wird. Fahren mit Fahrerlaubnis D.1.3 Der Fahrer des Fahrzeugs darf das Fahrzeug auf öffentlichen Wegen oder Plätzen nur mit der erforderlichen Fahrerlaubnis benutzen. Außerdem dürfen Sie, der Halter oder der Eigentümer das Fahrzeug nicht von einem Fahrer benutzen lassen, der nicht die erforderliche Fahrerlaubnis hat.

D.2 Zusätzlich in der Kfz-Haftpflichtversicherung Alkohol und andere berauschende Mittel

D.2.1 Das Fahrzeug darf nicht gefahren werden, wenn der Fahrer durch alkoholische Getränke oder andere berauschende Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu führen. Außerdem dürfen Sie, der Halter oder der Eigentümer des Fahrzeugs dieses nicht von einem Fahrer fahren lassen, der durch alkoholische Getränke oder andere berauschende Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu führen.

D.4 Welche Folgen hat eine Verletzung dieser Pflichten? Leistungsfreiheit bzw. Leistungskürzung

D.4.1 Verletzen Sie vorsätzlich eine Ihrer in D.1, D.2 und D.3 geregelten Pflichten, haben Sie keinen Versicherungsschutz. Verletzen Sie Ihre Pflichten grob fahrlässig, sind wir berechtigt, unsere Leistung in einem der Schwere Ihres Verschuldens entsprechenden Verhältnis zu kürzen. Weisen Sie nach, dass Sie die Pflicht nicht grob fahrlässig verletzt haben, bleibt der Versicherungsschutz bestehen. Bei einer Verletzung der Pflicht in der Kfz-Haftpflichtversicherung aus D.2.1 Satz 2 sind wir Ihnen, dem Halter oder Eigentümer gegenüber nicht von der Leistungspflicht befreit, soweit Sie, der Halter oder Eigentümer als Fahrzeuginsasse, der das Fahrzeug nicht geführt hat, einen Personenschaden erlitten haben. D.4.2 Abweichend von D.4.1 sind wir zur Leistung verpflichtet, soweit die Pflichtverletzung weder für den Eintritt des Versicherungsfalls noch für den Umfang unserer Leistungspflicht ursächlich ist. Dies gilt nicht, wenn Sie die Pflicht arglistig verletzen. Beschränkung der Leistungsfreiheit in der Kfz-Haftpflichtversicherung D.4.3 In der Kfz-Haftpflichtversicherung ist die sich aus D.4.1 ergebende Leistungsfreiheit bzw. Leistungskürzung Ihnen und den mitversicherten Personen gegenüber auf den Betrag von höchstens je 5.000 Euro beschränkt. Außerdem gelten anstelle der vereinbarten Versicherungssummen die in Deutschland geltenden Mindestversicherungssummen. Satz 1 und 2 gelten entsprechend, wenn wir wegen einer von Ihnen vorgenommenen Gefahrerhöhung (§§ 23 und 26 Versicherungsvertragsgesetz) vollständig oder teilweise leistungsfrei sind. D.4.4 Gegenüber einem Fahrer, der das Fahrzeug durch eine vorsätzlich begangene Straftat erlangt, sind wir vollständig von der Verpflichtung zur Leistung frei.

Hallo tesouro,

strafrechtlich wirst Du wegen der Trunkenheitsfahrt nicht bestraft. Gem. § 316 StGB der den Straftatbestand = Trunkenheit im Verkehr regelt, kann nur der alkoholisierte Fahrer bestraft werden.

Zivilrechtlich sieht es so aus:

Deine Versicherung muss den Unfallschaden an fremden Sachen und Personen zahlen, kann Dich bzw. den Fahrer aber in Regress in Höhe von bis zu 2500,- Euro nehmen. Dementsprechend wirst Du als Halter dann in der Versicherung hochgestuft, insofern Du keinen sogenannten Rabattretter hast. Den Schaden am eigenen Fahrzeug wird die Versicherung allerdings auch selbst wenn Du eine Vollkaskoversicherung hast, nicht übernehmen.

Den Schaden am eigenen Fahrzeug und die Mehrkosten durch die Hochstufung könntest Du Dir aber von Deinem Freund wiederholen.

Schöne Grüße
TheGrow

Der Betrag von 2.500 € ist falsch - es ist möglich bis 5.000 €

Grundsätzlich ist der Versicherungsnehmer gegenüber dem Versicherer entsprechend des abgeschlossenen Vertrages verantwortlich. Wenn z.B. das Fahrzeug an jemanden weitergegeben wird, der betrunken, keinen Führerschein hat, oder unter Drogen Auto fährt, handelt es sich um eine Vertragsverletzung. Dann hat der Versicherer die Möglichkeit den Vertrag mit sofortiger Wirkung zu kündigen. Im Schadensfall den Versicherungsnehmer in Regress zu nehmen. Leistung über Teilkasko bzw. Vollkasko wird dann nicht erfolgen. Wenn z.B. nur der VN das Auto lt. Vertrag fahren darf, gibt es auch noch eine Vertragsstrafe, d.h. evt. doppelten Beitrag für das komplette Jahr.

Also Finger davon.

Außerdem wird der VN vermutlich bei keinem anderen Versicherer außer der gesetzlichen Deckung einen Versicherungsschutz mehr erhalten.

. Im Schadensfall den Versicherungsnehmer in Regress zu nehmen.

Aber nur dann, wenn der VN vorsätzlich bzw. grob fahrlässig gegen seine Pflichten verstoßen hat: z. B. sich nicht den Führerschein hat zeigen lassen oder eine Alkohol- bzw. Drogenfahrt wissentlich zugelassen hat.

Ansonsten hat der VN keine Obliegenheitsverletzung begangen und die Versicherung kann also nur den Fahrer in Regress nehmen.

http://www.iww.de/vk/archiv/aktuelle-gesetzgebung-der-regress-des-kasko-und-kfz-haftpflichtversicherers-nach-neuem-recht-f35701

Gegen wen richtet sich der Regress?

Der Regress richtet sich gegen denjenigen, der die vollständige oder teilweise Leistungsfreiheit für den eingetretenen Schadenfall zu verantworten hat. Begeht z.B. nur der Fahrer eine Obliegenheitsverletzung, besteht keine Regressmöglichkeit gegen den VN, der mit der Obliegenheitsverletzung nichts zu tun hat. Der Versicherungsschutz des VN bleibt davon unberührt. Der mitversicherte Fahrer schadet in diesem Falle durch die Obliegenheitsverletzung nur sich selbst.

Ich würde mein Auto niemals verleihen. Als Eigentümer bist Du immer zuerst für alles was passiert verantwortlich. Baut der Fahrer einen Unfall, bist du auch verantwortlich und wirst hochgestuft. und mußt mehr bezahlen. Wenn er falsch parkt oder zu schnell fährt, bekommst DU die Rechnung. Ein Auto sollte niemals verliehen werden.

hmmm ja ist ja komisch alle schreiben hier was anderes

Wenn er falsch parkt oder zu schnell fährt, bekommst DU die Rechnung.

Mag ja sein, nur zahlen muss er die nicht. ;) Es gibt diesbezüglich keine Halterhaftung in Deutschland.

@Eichbaum1963

Das ist ein Irrtum. Die Geldstrafe wird beim Halter eingetrieben. Oder denkst Du, wenn ich (Fahrer) nicht zahle, dann sagt die Verwaltung dem Halter "Ok, dann eben nicht" - oder was denkst, wie es dann weitergeht !?

@tomhi

Nein, du irrst dich, in D kann nur der Fahrer zur Verantwortung gezogen werden (bis auf wenige Ausnahmen, bei denen auch der Halter zahlt, z. B. bei abgefahrenen Reifen).

Allenfalls kann es für den Halter eine Fahrtenbuchauflage geben. Nur bei Halt- oder Parkverstößen gibt es eine "Halterhaftung" d. h. der Halter muss die Verfahrenskosten tragen (ca. 25 €).

Aus diesem Grunde auch bekommt der Halter vorher einen Anhörungsbogen.

http://www.anwalt24.de/beitraege-news/fachartikel/verteidigung-im-bussgeldverfahren-was-tun-bei-anhoerungsbogen-nach-verkehrsverstoss

@Eichbaum1963

Achja, noch was vergessen:

Wenn du als Fahrer partout nicht zahlen willst, dann geht die Straßenverkehrsbehörde sicher nicht zum Halter sondern zieht dich als Fahrer notfalls vor Gericht. ;)

@Eichbaum1963

Was für ein gefährliches Halbwissen ! Die Behörden haben gar nicht die Kapazitäten für langwierige Verfahren. Das wird kurz und schmerzhaft für den Halter abgewickelt. Wie kommst Du zu einer Aussage wie dieser ?

@tomhi

Ja, allerdings ist das Halbwissen da leider auf deiner Seite. Klar haben die Behörden nicht diese Kapazitäten (daher fordert die Polizeigewerkschaft ja auch die generelle Halterhaftung - welche aber rechtlich sehr bedenklich wäre).

Das wird auch nicht schmerzlich für den Halter abgewickelt wenn der Fahrer nicht ermittelbar ist - dann geht die Behörde eben leer aus.

Wie kommst Du zu einer Aussage wie dieser?

Weil das deutsches Recht ist!!

http://www.anwaltseiten24.de/bussgeld-verfahren/verjaehrung.html

Zitat daraus:

Eine Halterhaftung im fließenden Verkehr ist dem deutschen Recht fremd, zur Verantwortung gezogen werden kann der Halter, der nicht auch Fahrer ist, nur bei Verstößen im ruhenden Verkehr, namentlich sind das Parkverstöße.

@Eichbaum1963

@ tomhi:

Es gibt in Deutschland keine Halterhaftung.

Einzig nach § 25a StVG Kostentragungspflicht des Halters kann der Halter zur Kasse gebeten werden, dann aber nur für die Kosten eines Bußgeldverfahrens bei Parkverstößen - mehr geht nicht. [und bei Regelsätzen die der BKat auch für Halter vorsieht]

@Crack

Dann mach Dein Ding nach Deinen Vorstellungen, die deutschen Behörden werden Dich dann eines Besseren belehren. Ich habe das hinter mir und muß nicht irgendwelche Frischlinge auf Biegen und Brechen belehren. Wenn jemand glaubt, der Halter wäre haftungsfrei, dann Bitteschön. Ich habe keine Lust auf außufernernde Debatten. Erlebe es einfach selbst.

@tomhi

Och, alles schon erlebt, da mussten die immer den Fahrer feststellen und sind sogar mal mit Foto rumgelaufen.^^

...die deutschen Behörden werden Dich dann eines Besseren belehren.

Och nö, die wissen schon Bescheid und wenn nicht, würde die spätestens ein Richter belehren. :P

Ich habe das hinter mir und muß nicht irgendwelche Frischlinge auf Biegen und Brechen belehren.

Wer weiß, was du da wirklich genau hinter hast... Aber eins stimmt: du solltest bitte aufhören, die Leute falsch zu belehren. Haste die o. g. Links überhaupt gelesen?

Du mußt dafür haften (deine KFZ Haftpflichtversicherung), denn es ist dein Auto und es ist deine Versicherung.

Du bekommst auch die Post von der Polizei, denn deine Anschrift ist in der KFZ Zulassungstelle hinterlegt.

Jedoch bekommt der Fahrer die Anzeige, wenn er unter Alkohol und Drogen stand. Verursacht er in diesem Zustand einen Unfall, mußt du haften, also deine KFZ Haftpflichtversicherung. Der Fahrer wird in Regress genommen, den Rest übernimmt die Versicherung und du wirst dafür hochgestuft.

Die Kasko zahlt nicht für den Schaden an deinem Auto.

Also überlege es dir gut, an wen du dein Auto verleihst!!

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