Auto verkauft - Nach 500 KM Getriebe defekt

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Oha, da frag lieber einen Sachverständigen oder Anwalt. Vielleicht wendest du dich sogar an Mobile.de. Die Antworten hier gehen sicher in die verschiedensten Richtungen. Meine wäre: Der Typ war da, hat das Auto besichtigt und sogar probegefahren. Dann hat er es mit einem sauberen Vertragsabschluss gekauft. Ich meine, da kann er machen was er will, du bist im Recht. Woher soll bitte das 14tägige Umtauschrecht kommen? Wenn das nicht Vertragsbestandteil ist, kann er sich darauf nicht berufen, denke ich. Gekauft, wie gesehen. Er hat das Auto jetzt eine Woche gefahren, wer garantiert, dass er den Schaden nicht sekbst verursacht hat?

Nach dem, was Du hier geschildert hast, komme ich zu vorläufiger rechtlicher Einschätzung.*

Die Gewährleistungsausschlussklausel sehe ich kritisch an, aber darauf wird es m.E. auch nicht ankommen. Für den Käufer wird es schwer nachzuweisen sein, dass das Getriebe schon defekt war, als er das Fahrzeug in Empfang genommen hat - sogenannter Gefahrenübergang.

Ich würde dem Käufer freundlich aber bestimmt mitteilen, dass Du das Fahrzeug nicht zurücknehmen wirst/musst, da der Defekt erst entstanden ist, nachdem der Kaufvertrag bereits abgewickelt war. Sollte er damit nicht einverstanden sein, würde ich ihm sagen, dass er ja gerne einen Rechtsanwalt einschalten könnte, da Du dir ja nichts vorzuwerfen hast.

*) Da es aber eine Frage des Einzelfalles ist, kann es natürlich sein, dass der Sachverhalt unter Umständen anders zu bewerten sein wird.

Das Getriebe war nicht defekt zum Zeitpunkt des Verkaufs, zumindest hat es bis dato keine Probleme gemacht, bzw. hat sich der Fehler nicht bemerkbar gemacht ! Dafür habe ich auch eine Zeugin die das Auto selber gefahren ist, und auch bestätigen kann, das der Fehler zumindest bis 3 Tage vor dem Verkauf, nicht aufgetretten ist.

Ich hab dem Käufer auch gesagt das es mir wirklich leid tut, aber ich kann das Auto nicht zurücknehmen. Daraufhin wurde dann eben gesagt, "dann müssen wir das über den Rechtsweg machen", was ich dann bejaht habe.

Ich habe ihm auch gesagt das er gerne einen Rechtsanwalt aufsuchen könne, aber ein 14 tägiges Umtauschrecht gibt es bei privten Autoverkäufen NIE, ausser ist so im Vertrag festgelegt.

Ich habe ihm auch 200 € angeboten um einem Rechtsstreit aus dem Weg zu gehen, was jedoch auch abgeleht wurde. Ausserdem tut es mir ja selber leid wenn ich denke das mir sowas passieren würde.

Ich habe auch schlechte Erfahrungen gemacht, und seither kaufe ich nurnoch bei Händlern ... man lernt eben nie aus

@Snotmann

Ich habe mir selber nichts vorzuwerfen und die Gewährleistungsausschlussklausel ist Standart in jedem Kaufvertrag. Warum sollte man diese als Kritisch ansehen können ?

@Snotmann

Daran ist absolut nichts kritisch (mit Ausnahme eines bekannten, aber verschwiegenen Mangels).

@Saarland60

Nach meinem Dafürhalten ist sie das, sofern Snotmann den Kaufvertrag dem Käufer vorgelegt hat (als sogenannter "Verwender", s.u.). Etwas anderes sollte gelten, wenn der Käufer das Vertragsformular mitgebracht hat.

Dann ist diese Klausel, da sie im Vertrag vorgedruckt ist, eine AGB und sie widerspricht § 309 Nr. 7 a BGB.

Gemäß § 309 Nr. 7 a BGB sind vorformulierte Haftungsausschlussklauseln im Gesamten nichtig (!), sofern sie Schadensersatzansprüche gegen den Verwender der AGB wegen körperlicher Verletzungen ausschließen, die auf Fahrlässigkeit beruhen. Hier werden jedoch alle Schadensersatzansprüche, also auch wegen fahrlässig verursachter Körperschäden, ausgeschlossen.

Somit ist der gesamte Gewährleistungsausschluss gemäß § 306 Abs. 2 BGB nichtig und richtet sich nach den gesetzlichen Bestimmungen.

Lasse den Käufer klagen. Wenn das Fahrzeug bei Übergabe und nach einer Probefahrt einwandfrei funktionierte, dann musst du das Fahrzeug auch nicht zurücknehmen. Es gibt keine Rückgabefrist von 14 Tagen. Der Käufer hat in diesem Falle eben Pech gehabt. Du hast auch keinen Mangel verschwiegen, es liegt also auch keine arglistige Täuschung vor. Einem Rechtsstreit mit dem Käufer kannst du mit aller Gelassenheit entgegensehen. Ist eben ein unvorhersehbares Risiko beim Kauf eines Fahrzeuges.

hallo

 

das kenn ich !! schnell mal teile tauschen und dann wandeln wollen . wegtreten lassen ,

bei mir wars während einer 7 stündigen probefahrt , die nur 30 min dauern sollte ,

dann war der motor getauscht .

gruss mike 

Bei Privatverkäufen gibt es kein 14-tägiges Umtauschrecht. Wenn du Händler bist, dann allerdings. Da das Auto unter Ausschluß jeglicher Gewährleistung verkauft wurde, hat der Käufer das Risiko. Ich würde ihn klagen lassen.

Es gibt auch kein 14-tägiges Umtauschrecht bei einem Autohändler. Auch kein Widerrufsrecht. Quatsch!

Autokäufe werden im Regelfall nicht per Haustürgeschäft oder nach dem Fernabsatzrecht getätigt.

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