Auto verkaufen während ich Bafög beziehe?

4 Antworten

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dazu interessiert mich wie prüft das Bafög Amt den Wert?

Der Zeitwert wird auf der Basis des Händlereinkaufspreises (netto) bestimmt. Damit ihr möglichst wenig Arbeit damit habt, bieten Webportale (Angabe der Mailadresse erforderlich, genauere Schätzung vor Ort evt. möglich) entsprechende Rechner an. Das BAföG-Amt wird eure Angaben und Nachweise in Bezug auf den Wert des Kfz auf Plausibilität prüfen. Soweit der reale Wert (z.B. durch Unfallschäden – mangelhafte Wartung) unter dem Listenwert liegt, kann sich im Einzelfall eine Werteinschätzung durch eine Werkstatt lohnen. Eine Minderung des Wertes auf diese Weise um z.B. 480 Euro würde euch u.U. 40 Euro mehr BAföG im Monat bescheren – es kann sich also lohnen.

http://www.bafoeg-rechner.de/FAQ/vermoegen.php#pkw

Muss ich dies unverzüglich melden und fragt das Amt nach dem Kaufvertrag um den Verkaufswert, der in mein Vermögen fließt, nachzuprüfen?

ja, werden sie. Und du musst dieses Geld dann auch angeben. Ist das Geld "weg" bei Antragsstellung musst du nachweisen wo das Geld hin ist. Ausgeben für Unisachen (Kaution, Miete, Möbel, Unibücher etc etc ist erlaubt)

Hast du denn so viel anderes Vermögen, dass das überhaupt ins Gewicht schlägt?!?

Alles klar danke. Innerhalb der Familie verkaufen, wenn der Verkaufspreis ungefähr im angegeben Wert liegt wird wahrscheinlich auch nicht funktionieren oder? Ja durch meine Ausbildung habe ich etwas Vermögen angespart

@sanchez1904
Innerhalb der Familie verkaufen, wenn der Verkaufspreis ungefähr im angegeben Wert liegt wird wahrscheinlich auch nicht funktionieren oder?

Nee das geht nicht. Bzw. das glaub dir eh keiner ;)

@comedyla

Dann habe ich noch ein weiteres Problem, meine Oma hatte mir zum Kauf des Autos( gekauft Anfang 2012 für 8.600€) 4500€ geliehen. Da das Geld von einem Familienmiglied geliehen wurde kann ich das nicht als Schulden geltend machen, richtig? Zudem hatte ich vor die Verkaufssumme des Autos zurückzuzahlen, nur das geht dann ja wohl auch nicht?

@sanchez1904
Da das Geld von einem Familienmiglied geliehen wurde kann ich das nicht als Schulden geltend machen, richtig?

Das ist noch eine Grauzone. Generell hieß es immer, dass es nicht geht und wurde auch so gerichtlich entschieden. Es gab aber ähnliche Fälle (Verwaltung des Vermögens der Eltern), in dem richterlich anders entschieden wurde. Das ist also so individuell, dass ich da jetzt nichts sicher sagen kann. Ein interessanter Link dazu wäre: http://www.bafoeg-rechner.de/Hintergrund/art-811-treuhand-darlehen-bafoeg-vermoeg.php

Generell würde ich eher davon ausgehen, dass solche Familiendarlehen sich nicht vermögensmindernd auswirken.

Hast du und Oma einen Vertrag? Mit Zeugen? Da wäre es ratsam tatsächlich vor Ort zu fragen, da es so individuell ist, dass es keine eindeutigen Gesetze dazu gibt.

@comedyla

Okay vielen Dank für deine ganze Mühe! Werde ich dann tun, ja es gibt zumindest einen "Vertrag" damals einfach als Muster aus dem Netz gezogen. Bezeugen können das meine Eltern, aber das wird dann ja auch eher nicht viel bringen. Würde es denn was bringen, diese Schulden jetzt sofort zurückzuzahlen und somit mein komplettes Vermögen aufzugeben?

@sanchez1904

wie gesagt frag aber nach. wenn du einen vertrag und zeugen hast, hat das ggf. bessere Chancen.

Würde es denn was bringen, diese Schulden jetzt sofort zurückzuzahlen und somit mein komplettes Vermögen aufzugeben?

Wieviel Geldvermögen hast du denn was zurzeit auf deinen Namen läuft? bzw. die Jahre vorher. ist das bereits jetzt über den 5.200€ (auto mal ausgenommen)??

@comedyla

Also ich war vergangenes Jahr mal bei ca.5.500€ - 6000€ aber dann kamen Urlaube, Anschaffungen etc. dazu, sodass ich nun bei ungefähr 4000€ stehe.

@sanchez1904

Okay,

durch den automatischen Datenabgleich bekommt das Bafög-Amt ganz automatisch deine Zinsfreibeträge mitgeteilt. Ab einer bestimmten Höhe ist es klar, dass du mal mehr Vermögen hattest. Dann werden sie nachfragen, was mit dem Geld ist (ist erstmal nicht schlimm, dass sie nachfragen). Kannst du dann beweisen, was mit dem Geld pasisert ist ´, ist alles okay. Es muss also nur plausibel sein. Nicht plausibel wäre es wenn du im September noch 6000€ hattest und im Oktober plötzlich noch 500€ ohne wirkliche Erklärung.

Interessanter Link dazu: http://www.bafoeg-rechner.de/FAQ/BAfoeG-Datenabgleich/

Aber da musst du dann auch erst klären inwieweit die Rückzahlung eines Familiendarlehens okay ist. Das ist wie gesagt leider nicht 100% geregelt, sondern sind Rechtssprechung von einzelfällen.

@comedyla

Ja alles klar! Vielen Dank, hast mir sehr geholfen.

Das verstehe ich nicht. Warum denn nur gute Chancen auf die Leistungen? Lasse dich nicht kirre machen. Die Eltern müssen nur leisten, wenn sie auch können und das wird letztendlich nicht nach dem BAföG mit seinen läppischen Pauschalen, sondern nach dem deutlich besseren BGB ermittelt. Prüfe ggf. elternunabhängige Vorausleistungen, wenn denn die Eltern es nicht so dicke haben. Viel Glück.

Meine Eltern werden nicht wirklich leisten können. Was meinst du mit elternunabhängige Vorausleistungen?

@sanchez1904

schleudermaxe versucht immer Unterhalt und Bafög zu vermischen.

Es gibt diese Möglichkeit:

http://www.bafoeg-rechner.de/FAQ/vorausleistung.php

Bei dir wird es aber kein Sonderfall sein (zb Studium nach Ausbildung etc) in denen es sein könnte, dass kein Unterhalt mehr gezahlt werden müsste. Wenn du diesen Antrag stellst, gibst du dein Unterhaltsrecht ab und bekommst den Höchstsatz Bafög. Deine Eltern werden vom Amt aber zur Kasse gebeten (ggf. im Klageweg). Ist meist einer der Möglichkeiten den Familienfrieden daheim zu zerstören.

sollte man sich nur überlegen, wenn man familientechnisch nichts zu verlieren hat und die Eltern einem nicht die Differenz bis zum Baföghöchstsatz zahlen wollen. wer verklagt auch sonst seine Eltern bzw. lässt andere sie verklagen auf eigenen Wunsch?!?

@comedyla

Das hat sich dann erledigt danke!

@sanchez1904

Also, wieder einmal so eine dümmliche Antwort von comedyla! Ich habe meine Kinder alle durch das Studium gebracht und nur wenige Minuten gebraucht um festzustelllen, daß die Damen und Herren vom Studentenwerk nicht für die Studenten da sind. Sie sitzen auf der Gegenseite. Ich meine es also wirklich ernst, mit meiner Bitte um Prüfung. Elternunabhängige Vorausleistungen bekommen die Studenten, wenn denn die Eltern nicht oder nicht in voller Höhe leisten können oder nicht wollen. Dann wird ein etwaiger Zuschuß nicht mehr vom Studentenwerk verlangt, sondern vom jeweiligen Land und dann auch nicht nach dem BAföG mit seinen läppischen Freibeträgen, sondern nach dem deutlich bessern BGB. Ich wurde von zig Fällen nur einmal vor das Familengericht gezerrt und dies auch nur für den letzten Bewilligungszeitraum und das Land hat hochkannt verloren. Ich weiß also, wovon ich spreche. Da helfen mir auch nicht die unqalifizierten Kommentare bzw. Bemerkungen irgendwelcher Typen.

@schleudermaxe

Nachsatz: Ich spreche auch nicht von Vorausleistungen, nicht einmal das wird von C. erkannt. Ich sprechen von elterunabhängige Vorausleistungen. Ein gewaltiger Unterschied!

Warum willst Du das melden? Verkaufe das Auto, freue Dich über das Geld und gut ist. Norbert

ach Norbert.. so einfach ist das auch nicht

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