Auto leasing auto leasing ja oder nein?

5 Antworten

Autoleasing ist eine Art Langzeitmiete. Du zahlst Monat für Monat und musst am Ende der Leasingzeit das Auto ohne relevante Schäden zurückgeben.

Obwohl es eine Miete ist, musst du für die ganzen Folgekosten der Sache aufkommen, du musst es selbst versichern (Vollkasko oft vorgeschrieben), du musst Service und Pflege bezahlen, du musst selbst tanken, du musst selbst Steuer zahlen und wenn was ist musst du auch in die Vertragswerkstatt.

Das lohnt sich für Privatleute nur in Ausnahmefällen, z.B. wenn du für eine überschaubare Zeit einen Auto für einen speziellen Verwendungszweck brauchst.

Somit ist es dann auch am ehesten eine Variante, wie man sich zeitweilig Autos gönnen kann, die einem sonst zu teuer wären.

Solange man im Hinterkopf behält, dass man am Ende einer klassischen Raten-Finanzierung Besitzer eines Autos ist und am Ende vom Leasing nur weniger Geld auf dem Konto hat, sonst aber nichts hat, kann man auch leasen.

Abgesehen davon dass das kein Satzbau ist, den man gerne liest:

Man kann vergleichsweise preiswert Auto fahren, wenn, man ein Fahrzeug für 2.000 € erwirbt Kumpels hat, die meinen, dass sie sich damit auskennen und Reparaturen „so“ machen und das Fahrzeug dann nach 4 Jahren für 300 € verkaufen. Das ist möglich. Das ist aber nicht die Alternative, mit der man Leasing von Neufahrzeugen vergleichen kann. Neufahrzeuge sind gerade keine gebrauchten 10 Jahre alten Altfahrzeuge. Dies ist ein völlig anderes Marktsegment.

Was Leasing angeht werden immer vier Vermutungen geäußert:

1. Ist teuer.

2. Lohnt sich nur für Gewerbetreibende.

3. Das Fahrzeug gehört einem nicht.

4. Bei der Rückgabe werden Kratzer und andere kleine Beschädigungen sowie Mehrkilometer teuer in Rechnung gestellt.

Zu. 1. Das Leasing teuer ist, liegt nicht am Leasing selbst, sondern daran, dass es sich hier meist um Neuwagen handelt. Und Neuwagen sind auch als Kauffahrzeuge teuer.

zu 2. Als Gewerbetreibender kann man - anders als Privatleute - seine Fahrzeugkosten von der Steuer absetzen. Dies gilt aber auch bei Fahrzeugen, die gekauft wurden, ist also nicht leasingtypisch.

zu 3. Bei einem Kauffahrzeug hat man ebenfalls einen Wertverlust, der jedoch nicht monatlich , wie beim Leasing, sondern schon beim Kauf in einer Summe fällig wird und sich beim Verkauf realisiert.

zu 4. Das sieht beim Verkauf eines neueren Gebrauchtwagens ganz genauso aus.

Leasen heißt mieten und beim Mieten erwirbt man nur ein Nutzungsrecht für eine bestimmte Zeit und kein Eigentum. Und beim Kauf hat man im selben Zeitraum einen Wertverlust. Was günstiger ist, wäre zu prüfen.

 

Dieses "am Ende hat man nichts" halte ich für eine theatralische Übertreibung.

 

Das Ende der Leasingzeit steht lange fest. Da muss man entsprechend vorsorgen. Das ist beim Leasing so. Beim Kauf ist man an dieser Stelle in der Tat flexibler.

zu 2. ... Dies gilt aber auch bei Fahrzeugen, die gekauft wurden, ist also nicht leasingtypisch.

Das besondere am Leasing ist aber, daß man die Leasinggebühr ohne Aufwand und über die volle Laufzeit als einfache Betriebsausgabe absetzen kann.

Bei einem Fahrzeug in Firmenbesitz geht das nur über das kompliziertere (und möglicherweise weniger effiziente) Mittel der Abschreibung.

zu 4. Das sieht beim Verkauf eines neueren Gebrauchtwagens ganz genauso aus.

Na ja.
Der Leasinggeber wird für alle Schäden, die er durchkriegt, den Betrag gemäß Kostenvoranschlag nachverlangen.

Kein Kratzer in der Stoßstange mindert aber den Fahrzeugwert so sehr, wie die Reparatur nach Kostenvoranschlag kostet.

Und am Ende werden Fahrzeuge mit minderer Beschädigung sowieso so weiter verkauft. Der Leasingnehmer verliert in jedem Fall.

@Agentpony
Das besondere am Leasing ist aber, daß man die Leasinggebühr ohne Aufwand und über die volle Laufzeit als einfache Betriebsausgabe absetzen kann.

Kann man nicht ohne Aufwand, weil (im Normalfall) die private Nutzung zu ermitteln ist.

Bei einem Fahrzeug in Firmenbesitz geht das nur über das kompliziertere (und möglicherweise weniger effiziente) Mittel der Abschreibung.

AK 30.000 € über 6 Jahre, macht 5.000 €/Jahr. Wo genau ist das jetzt kompliziert?

Kein Kratzer in der Stoßstange mindert aber den Fahrzeugwert so sehr, wie die Reparatur nach Kostenvoranschlag kostet.

Könnte jetzt das genaue Gegenteil behaupten ohne es weiter begründen zu müssen. Ich bin - was das angeht - bei den letzten 5 Leasingfahrzeugen sehr fair behandelt worden. Wenn ich in einer Mietwohnung eine Tür eingetreten habe, muss ich die auch bezahlen. Was Schaden und was Gebrauchsspur ist, steht vorher fest, da muss man sich schon einmal das Kleingedruckte durchlesen.

Der letzte Verkauf eines jüngeren Gebrauchten lief bei mir genau so, wie das den Leasingfirmen immer unterstellt wird. Jeder Hauch eines Kratzers, jedes (ggf eingebildete) Geräusch muss als Argument für einen niedrigeren Preis herhalten. Ein Grund mehr auf Leasing umzusteigen. Wobei es (zugegeben) neben Superschnäppchen auch völlig überteuerte Angebote gibt.

Ich würde kein Auto leasen. Du musst eine Anzahlung leisten. Musst alle Kosten die im Zusammenhang mit dem Leasingvertrag stehen, übernehmen.Steuern, Versicherung, Inspektionen, Reparaturen ect.

Dann hast du oft eine Kilometerbegrenzung. Überschreitest du diese, so kann das sehr teuer werden. Verursachst du einen Schaden am Fahrzeug, gehen die Leasinggeber sehr groß mit Abzügen wegen Wertminderung um. Das kostet dich wiederum Geld.

Nach Rückgabe des Fahrzeugs musst du wieder eine gewisse Summe auf den Tisch legen und hast kein Fahrzeug. Du kannst freilich das Leasingfahrzeug auch kaufen. Ob der verlangte Preis dann immer realistsch ist, wäre eine andere Frage.

Kaufst du dir einen guten Gebrauchten, vielleicht von der Bank finanziert, so wird das Fahrzeug mit der Zeit dein Eigentum. Du kannst soviel fahren wie du möchtest, bist an keine Vorschriften gebunden die dich viel Geld kosten. Z. B. Vollkaskoversicherung.

Wir hatten in der Firma in der dich 25 Jahre lang arbeitete einen Fuhrpark mit 25 Leasingfahrzeugen. Das Unternehmen hat nachgerechnet und nach Ablauf der einzelnen Verträge, Fahrzeuge auf den Namen der Firma neu gekauft. Keine Fahrzeuge mehr geleast.

Lass es lieber.

Kauf dir lieber n günstigen Gebrauchten, als einen Neuwagen, auf den du enorm viel Acht geben musst und den du nur eine geiwsse Menge an km im Monat fahrne darfst.

Für Privatkunden birgt Leasing viele spezielle Risiken:

  • Bei Restwertleasing sind oft die Restwerte unrealistisch und man muss erheblich draufzahlen.
  • Bei Kilometerleasing sind Mehrkilometer teuer.
  • Leasing ist kaum zu kündigen.
  • Man steht hinterher ohne Auto da.
  • Wenn man nicht direkt wieder ein Auto least, werden kleine Schäden bei der Rückgabe oft sehr teuer bewertet.

Leasing ist bei manchen Schnäppchen interessant oder wenn sowieso etwas zu viel Geld hat und alle drei Jahre das Auto wechseln möchte.

Normale Ratenzahlung eines guten Gebrauchten ist für Privatleute mit wenig Geld meist die bessere Lösung.

Wie ist das denn genau mit dem Restwertrisiko bei einem privat gekauften Fahrzeug?

@lesterb42

Bei einem privat GELEASTEN Fahrzeug mietet man das Auto für zwei oder drei Jahre und muss es dann zurückgeben. Macht man Restwertleasing, wird eine bestimmte Summe vereinbart, die das Auto nach Ende der Leasingzeit noch wert sein soll. Danach berechnen sich die Leasingkosten. Hat das Auto viel mehr an Wert verloren als vereinbart, muss der Kunde die Differenz bezahlen.

Hätte man z.B. vor drei Jahren einen Euro 5 - Diesel per Restwert geleast, wären das jetzt gerne mal ein paar Tausend Euro, da deren Restwert eingebrochen ist.

Dazu kommt noch, dass die Restwerte selbst bei stabilen Preisen oft viel zu hoch kalkuliert werden.

@derLordselbst

Schöne Antwort. Soll ich meine Frage jetzt entsprechend anpassen, damit die Antwort auch passt?

Um einen Teil der richtigen Antwort vorwegzunehmen: Hinsichtlich des Restwertrisikos ist Kauf und Restwertleasing nahezu identlisch, wenn man bei einem realistischen Vergleich davon ausgeht, dass das Kauffahrzeug nach dem gleichen Zeitraum verkauft wird.

Restwertleasing vereinigt die Nachteile von Kauf und Leasing. Davon ist dringend abzuraten. Kilometerleasing kann ein Superschnäppchen sein, wenn man das Kleingedruckte gelesen hat.

Bei Kilometerleasing sind Mehrkilometer teuer.

Das kann man so pauschal nicht sagen. 0,06 bis 0,10 €/km empfinde ich bei einem neuwertigen Fahrzeug nicht als teuer.

Deine Aussagen zur Situation bei Rückgabe des Fahrzeugs sind so allgemein auch nicht richtig.

@lesterb42

Arg, was soll das?

Deine Kommentar ist für die hier vorliegende Fragestellung unsinnig:

Bei einem privat GEKAUFTEN oder per RATEN finanzierten Auto gibt es kein RestwertRISIKO, sondern nur einen WERTVERLUST.

Der kann erheblich sein, aber stellt kein Risiko dar, weil man nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt X eine hohe, nicht eingeplante Summe bezahlen muss.

Es geht hier um jemand mit wenig Geld. Daher können auch die (durchaus berechtigten) Kosten für Mehrkilometer teuer sen.

Bitte passe Deinen Kommentar so an, dass er für den Fragesteller SINN macht, damit er nicht missverstanden wird.^^

@derLordselbst

Soo, nun beruhigen wir uns erst einmal wieder.

Kann es sein, dass es zwischen Wertverlust und Restwert ein Zusammenhang besteht? Richtig ist, das man den Verkaufszeitpunkt bei einem gekaufte Fahrzeug selbst bestimmen kann.

Möchte man vergleichen (Kauf/Leasing), was günstiger ist, kann man das aber nur tun, wenn man gleichlange Zeiträume betrachtet.

Wenn jemand "wenig Geld" hat, sollte er sich überlegen, ob er nicht mit dem Fahrrad fährt oder zu Hause bleibt. Lesasing ist dann sicher nichts für ihn und selbstverständlich (subjektiv) teuer.

@lesterb42

Natürlich besteht ein Zusammenhang zwischen Wertverlust und Restwert.

Ich beschäftige mich in meiner Antwort aber vor allem mit den Nachteilen von Leasing. Und da ist es die Nachzahlung bei zu hoch angesetzten Restwert das Risiko.

Bei Ratenzahlung ist das Auto am Ende bezahlt. Nur wenn man das Auto ersetzen muss / will, wird der Restwert wieder relevant.

@derLordselbst

Das Restwertleasing Mist ist, darin sind wir uns einig.

Bei Ratenzahlung ist das Auto am Ende bezahlt

Das "bezahlte" Auto ist dann aber nicht mehr 40.000 €, sondern nur noch 15.000 € wert. Die Differenz (+ Zinsen) ist der interessante Betrag, der mit der Summe der Leasingraten zu vergleichen ist.

Nur wenn man das Auto ersetzen muss

Das soll selbst bei gekauften Fahrzeugen vorkommen.

@lesterb42

und @derLordselbst: Mal davon abgesehen, dass es sich bei dem Fragesteller vermutlich um einen Troll handelt - man beachte die ersten Zeilen, die klingen nach Google Übersetzung - und ich daher normalerweise darauf gar nicht antworten würde, kann man die Aussage, Restwertleasing sei "Mist", so nicht stehen lassen.

Das Restwertrisiko ist meistens eher theoretischer Natur, da Leasinggesellschaften i.d.R. von sich aus eher mit niedrigen Restwerten kalkulieren, schon aus Eigenschutz, damit bei einem vorzeitigen Vertragsausfall mehr "getilgt" wurde. Zudem kann man das als Leasingnehmer in den meisten Fällen auch selbst steuern und auf einem niedrigen Restwert bestehen.

Daher halte ich einen Restwertvertrag für den besser kalkulierbaren Vertrag als den Kilometervertrag.

Sehr anschaulich wird das auch hier erörtert:

https://tefisltd.de/kfz-leasing-vor-und-nachteile-restwert-und-kilometervertrag/

@Leasingfachmann
Das Restwertrisiko ist meistens eher theoretischer Natur,

Das glaube ich dir nicht.

Daher halte ich einen Restwertvertrag für den besser kalkulierbaren Vertrag als den Kilometervertrag.

Beim Kilometerleasing habe ich feste Raten und feste Beträge für den Mehrkilometer. Was (außer dem eigenen Fahrverhalten) soll da jetzt unkalkulierbar sein? Insbesondere wenn man zwei Fahrzeuge hat, kann man dass ganz gut ausgleichen.

Sehr anschaulich wird das auch hier erörtert:
https://tefisltd.de/kfz-leasing-vor-und-nachteile-restwert-und-kilometervertrag/

Da lesen sich die neuen Datenschutzerklärungen einfacher. Wenn man da so viel Text braucht, beschleicht mich der Verdacht, dass da etwas faul ist.

@Leasingfachmann

Der Artikel ist wirklich sehr interessant, bestätigt aber eher, dass Leasing für Privatleute mit knappen Budget noch zusätzliche Risiken birgt.

Die Zustandsbeurteilung ist im gewerblichen Bereich mit etwa 700,- € - 1000,- € pro Fahrzeug als Zusatzkosten zur Schadensbeseitigung kalkulierbar.

Allerdings hat meine persönliche Erfahrung im Fuhrparkmanagement gezeigt, dass es extrem vom Partner abhängt. Fehlten die Folgeleasing-Verträge und geht es nicht um eine Flotte, sondern nur um ein, zwei Fahrzeuge, tauchten plötzlich Nachforderungen aufgrund des nicht altersgerechten Zustand von über 5000,- € auf. Das sind natürlich Ausnahmen, aber für Privatkunden schwer verkraftbare Risiken. Da gab es beim Aufbau unserer Firma nervige Erfahrungen...

Auch habe ich selbst erlebt, dass ursprünglich realistische Restwertkalkulationen sich aufgrund von Marktveränderungen unhaltbar wurden.

Unsere Firmenfahrzeuge fahren in drei Jahren 180.0000-220.000 km. Da ist der Restwert sowieso niedrig. Trotzdem hatten wir berechtigte Restwertabweichungen von 5000,- € zur ursprünglichen Kalkulation. Das ist für ein gesundes Unternehmen kein Problem, für knapp kalkulierende Privatleute aber ätzend.

@derLordselbst

Guter Kommentar. Ich bin beeindruckt.

@derLordselbst

Bezüglich Ihrer Einschätzung für Pivatleute mit knappem Budget gebe ich Ihnen vollkommen recht, ebenso bezüglich der Problematik bei sehr hohen Fahrleistungen, da kann unter Umständen ein Restwert gar nicht niedrig genug kalkuliert sein.

Ansonsten sind Sie ja anscheinend selbst vom Fach und wissen den von mir hier als Link eingestellten Artikel bzw. Beitrag entsprechend zu schätzen und zu würdigen und sprechen aus EIGENER ERFAHRUNG, im Gegensatz zu lesterb42, der ja anscheinend Probleme mit ausführlichen Erläuterungen hat und meine Kommentare schön des Öfteren hier abschätzend kommentiert hat, warum auch immer... Daher werde ich auf seinen letzten Kommentar auch nicht weiter eingehen, außer, dass er etwas nicht GLAUBT, was ich aus eigener, nunmehr 16 jähriger Berufserfahrung WEISS. :-)

@Leasingfachmann

Hälst du das jetzt nicht aus, wenn ich deine Meinung nicht teile?

da kann unter Umständen ein Restwert gar nicht niedrig genug kalkuliert sein.

Das sind doch genau meine Bedenken in deinen Worten. Da helfen dir auch kein 16 Jahre Berufserfahrung. Das Restwertrisiko bleibt und den Betrag von 5.000 €, den derLordselbst genannt hat, halte ich nicht für überzogen.

@lesterb42

Natürlich halte ich es aus, wenn man meine Meinung nicht teilt, es gibt ja auch nie das absolut Richtige oder Falsche.

Aber ein Kommentar, etwas nicht zu glauben, was man nicht weiß und vor allem dann noch die Unterstellung, etwas sei faul, nur weil ein Text sehr ausführlich und deshalb lang ist, ist kein freundlicher und netter zwischenmenschlicher Umgang und auch unsachlich. Und leider haben Sie sich mir gegenüber hier schon einmal so verhalten, ohne sich dafür zu entschuldigen .

Und wenn man einer Leasinggesellschaft mitteilt, dass das Fahrzeug während der Leasinglaufzeit ca. 200.000 km laufen wird, wird eine Leasinggesellschaft i.d.R. schon von sich aus den Restwert sehr niedrig ansetzen, u.U. dann sogar nur bei 10 % des ursprünglichen Kaufpreises, das ist eben auch stets eine Absprache zwischen Leasingnehmer und Leasinggeber. Dieses WEISS ich aus meiner beruflichen Erfahrung heraus. Ggf. kann man in solchen Fällen übrigens auch einen Vollamortisationsvertrag abschließen, dann gibt es keinen Restwert.

Und selbst wenn der Restwert am Ende der Laufzeit höher sein sollte als der Marktpreis des Fahrzeugs, dann war ja auch die monatliche Leasingrate vorher entsprechend niedriger. Die Gesamtkosten beim Restwertleasing, welche sich aus ggf. Leasingsonderzahlung (Anzahlung), den monatlchen Leasingraten und dem Restwert zusammensetzen, bleiben immer gleich und darauf kommt es letztendlich an. Das steht übrigens auch so in dem von mir verlinkten Beitrag, man muss ihn nur lesen...

Beim Kilometervertrag KANN es am Ende der Laufzeit dagegen zu unkalkulierbaren Mehrkosten durch ein Zustandsgutachten kommen, diese Mehrkosten sind im Gegensatz zu den Mehrkilometern eben nicht klar im Leasingvertrag geregelt.

Ansonsten schätze ich Ihre Beiträge hier zum Thema Leasing übrigens durchaus sehr.

@Leasingfachmann
zu Mehrkosten durch ein Zustandsgutachten kommen

Die Mehrkosten entstehen nicht durch das "Zustandsgutachten" sondern durch Schäden am Fahrzeug, die der Leasingnehmer zu vertreten hat. Das ist ein ganz normaler und sonst auch üblicher Schadensersatz.

Bei deiner Verharmlosung des Restwertriskos, entgleitet einem dann schon mal die Tastatur. Da geht es dann ja nicht um 200 € wegen Mehrkilometer, sondern - wie bereits gesagt - um einige tausend Euro.

Unser " fuji415 Community-Experte für Auto", den wir beide hier schon mehrfach erleben durften und der behauptet, dass man beim leasing das Fahrzeug 2-3mal bezahlt scheint genau an dieser Stelle ins Schwarze getroffen zu haben. Das sind Fälle, die ich - Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste - selbst nicht erlebt habe, von denen aber nicht ganz selten berichtet und in Fachbeiträgen gewarnt wird.

Da kannst du jetzt so viel Beruferfahrung haben wie du willst und dicke Kommentare über Armortisation schreiben. Das Restwertrisiko bleibt und darf nicht verharmlost werden.

derLordselbst: Auch habe ich selbst erlebt, dass ursprünglich realistische Restwertkalkulationen sich aufgrund von Marktveränderungen unhaltbar wurden.

Genau das ist der Punkt, Dieselgate läßt grüßen (u.a.)

@lesterb42

Trotz "Dieselgate" bleiben die Gesamtkosten beim Restwertleasing fest kalkulierbar, man weiß ja, welchen Restwert man am Ende der Laufzeit zwecks Ablösung bzw. Fahrzeugübernahme zu zahlen hat, selbst wenn der Restwert dann über dem Marktwert liegen sollte. Meiner Meinung nach ist das eben das Entscheidende und hier gehen unsere Meinungen eben auseinander und das ist doch auch vollkommen in Ordnung so.

Wie ein Gutachter Schäden bewertet, KANN eben sehr subjektiv sein, insofern liegen die Mehrkosten ggf. eben doch in der Hand des Gutachters und somit seines Gutachtens und weniger an den Schäden selbst. Aber das muss selbstverständlich nicht passieren und passiert ja auch längst nicht immer.

Und über das, was "fuji45" hier gebetsmühlenartig wiederholt, sind wir uns doch einig. ;-)

@Leasingfachmann

Ich selbst bin bislang mit Kilometerleasing gut gefahren und wurde auch bei der Rückgabe nicht abgezogen.

Vieleicht habe ich zum Restwert immer noch ein Verständnisproblem.

Beispiel:

Kalkulierter Restwert nach 3 Jahren: 27.500 €

Realer Marktwert zum Ende des Leasingvertrages: 20.000 €

Ich verstehe den Vertrag so, dass der Leasingnehmer diese Differenz von 7.500 € an den Leasinggeber zahlen muss oder ersatzweise das Fahrzeug für 27.500 € kaufen kann.

Liege ich damit richtig oder sind die Annahmen fehlerhaft?

@lesterb42

Es freut mich sehr, dass es bei den Kilometerverträgen nie Probleme gab, so sollte es ja eigentlich fairerweise auch ablaufen, wenn man pfleglich mit dem Auto umgeht.

Zum Restwert beim Restwertvertrag mit Andienungsrecht:

Genauso ist es, übernimmt der Leasingnehmer bei einem Restwertvertrag am Ende der Laufzeit das Fahrzeug, was bei einem Vertrag mit Andienungsrecht auch seitens der Leasinggesellschaften i.d.R. beabsichtigt ist, bezahlt der Leasingnehmer in diesem Beispiel 27.500,-- € an die Leasingggesellschaft und wird somit Eigentümer des Fahrzeugs. Ein Gutachten wird und muss nicht erstellt werden, es interessiert in diesem Fall die Leasinggesellschaft schlicht und einfach nicht, welche Laufleistung das Fahrzeug hat und wie der Erhaltungszustand ist.

Sollte eine Leasinggesellschaft bei einem solchen Vertrag tatsächlich einmal nicht von ihrem Andienungsrecht Gebrauch machen und das Fahrzeug unbedingt selbst verwerten wollen - was in der Praxis selten vorkommen wird -, und das Fahrzeug ist wie in dem Beispiel eben nur noch 20.000,-- € wert und die Leasinggesellschaft erzielt eben auch nur die 20.000,-- € beim Verkauf - hier gibt es ebenfalls i.d.R. kein Wertgutachten, sondern der reale Verkaufserlös ist entscheidend, z.B. kann der Leasingnehmer auch selbst einen Käufer stellen, der in diesem Fall vielleicht 21.000,-- € zahlen würde - muss der Leasingnehmer tatsächlich die Differenz zwischen erzieltem Kaufpreis und Restwert zahlen, also die 7.500,-- € (wenn es in diesem Beispiel bei 20.000,-- € Verkaufserlös bleibt und der Leasingnehmer keinen Käufer für 21.000,-- € präsentiert).

Wäre der Restwert hingegen gleich bei 20.000,-- € festgelegt worden, hätte der Leasingnehmer z.B. bei 48 Monaten Laufzeit auch eine um ca. 155,-- € höhere Monatsrate gehabt, also insgesamt ca. 7.500,-- € mehr an Raten gezahlt, das Endergebnis bleibt also gleich.

Und würde die Leasinggesellschaft bei einem Restwert von 20.000,-- € auf eigene Verwertung bestehen, dann aber z.B. sogar 30.000,-- € beim Verkauf erzielen, weil der Restwert eben ca. 10.000,-- € unter dem Marktpreis liegt, bekommt der Leasingnehmer i.d.R. 75 % des Mehrerlöses, also in diesem Fall 7.500,-- € ausgezahlt.

@Leasingfachmann

Genau dass wollte ich wissen. Also liegt das Restwertrisiko zu 100 % beim Leasingnehemer. Ein Fahrzeug für 27.500 € zu kaufen, welches nur einen Wert von 20.000 € hat, ist keine wirkliche Alternative.

Und würde die Leasinggesellschaft bei einem Restwert von 20.000,-- € auf eigene Verwertung bestehen, dann aber z.B. sogar 30.000,-- € beim Verkauf erzielen, weil der Restwert eben ca. 10.000,-- € unter dem Marktpreis liegt, bekommt der Leasingnehmer i.d.R. 75 % des Mehrerlöses, also in diesem Fall 7.500,-- € ausgezahlt.

Den Fall wird es so nicht geben. Kilometerleasing ist und bleibt als einziges genau kalkulierbar. Wenn man das Fahrzeug beschädigt, ist das immer das gleiche, ob Kauf oder Leasing.

@lesterb42

Der zweite Fall, dass der Restwert unter dem Marktpreis liegt und die Leasinggesellschaft nicht vom Andienungsrecht Gebrauch macht, ist wahrscheinlicher als umgekehrt. Warum sollte eine Leasinggesellschaft bei einem Restwert, der über dem Marktpreis liegt, selbst verwerten wollen, um dann die Differenz zum Mehrerlös erst nach Verkauf vom Leasingnehmer zu erhalten? Das macht wirtschaftlich keinen Sinn.

Und ein Restwert, der niedriger ist als der (wahrscheinliche oder vermutliche) Marktwert am Ende der Laufzeit ist die gängige Praxis beim Restwertvertrag! Explizit natürlich beim Oldtimerleasing oder - wenn es auch ein anderes Thema ist - bei Produktionsmaschinen, Baumaschinen, landwirtschaftlichen Maschinen etc..

Insofern könnte es für den Leasingnehmer sogar eher problematisch werden, wenn der Restwert zu niedrig ist als zu hoch, falls ihm das Objekt nicht zum niedrigen Restwert angedient wird. In solchen Fällen kann man sich bei Abschluss eines Leasingvertrages aber absichern, indem man als Leasingnehmer mit der Leasinggesellschaft eine gesonderte Vereinbarung trifft, in der die Leasinggesellschaft dem Leasingnehmer zusichert, dass er das Fahrzeug am Ende der Laufzeit zum Restwert übernehmen kann.

Wo ist bitte das Risiko, wenn man im Gegensatz zum Kilometerleasing genau weiß, was insgesamt zu zahlen ist? Beim Kilometervertrag hat man ja schon die Ungewissheit, wie ein Gutachter Gebrauchsspuren und Schäden bewerten wird, auch wenn das längst nicht immer passieren wird, da sind wir uns ja einig.

Und wenn ein Leasingnehmer am Laufzeitende eben das Fahrzeug zu einem höheren Preis übernehmen wird als es tatsächlich wert sein wird, dafür aber eine niedrigere Rate hatte, ist es m.E. nicht schlimm. Zumal eine Leasinggesellschaft i.d.R. zu einer Vertragsverlängerung bereit ist, so dass mit einem Jahr Verlängerung mit einer meistens sogar niedrigeren Monatsrate als zuvor der Restwert auf einen wesentlich niedrigeren Wert "heruntergeleast" werden kann, wenn man als Leasingnehmer z.B. den Restwert nicht angespart haben sollte.

@Leasingfachmann
Wo ist bitte das Risiko, wenn man im Gegensatz zum Kilometerleasing genau weiß, was insgesamt zu zahlen ist?

Das Risiko besteht darin, dass ich als Leasingnehmer am Ende die Differenz Marktwert/Restwert ausgleichen muss oder aber einen Gegenstand zu einem Preis erwerben muss, der höher ist als der Marktwert. Auch wenn der Betrag beim Vertragsabschluss feststeht, möchte man doch ein Fahrzeug für X Jahre mieten. Bei der sog. Andienung hätte man auch gleich kaufen können. Das macht dann überhaupt keinen Sinn.

Beim Kilometerleasing hat man keine Ungewissheit, weil von vorn herein feststeht, was Schaden und was Gebrauchsspur ist. Das ist beim seriösen Leasing Bestandteil des Vertrages.

@lesterb42

Wer nur ein Fahrzeug für eine gewisse Zeit "mieten" möchte, für den ist Kilometerleasing ggf. das Richtige.

Wer das Fahrzeug am Ende der Laufzeit übernehmen möchte, fährt mit einem Restwertvertrag mit Andienungsrecht m.E. besser. In diesem Fall ein Leasing statt einer Finanzierung zu wählen, hat in den meisten Fällen steuerliche Gründe bei betrieblicher Nutzung (und ggf. bilanzielle) aber auch das häufig schlankere Genehmigungsverfahren bei guter Bonität ist ein Argument für Leasing.

Privatpersonen sollten in solchen Fällen aber tatsächlich über die Alternative der klassischen Finanzierung nachdenken.

Ich möchte mit meinen Beiträgen auch darüber aufklären, dass Leasing eben nicht immer "nur" so eine Art Miete ist, sondern es ganz verschiedene Leasingarten gibt.

Und ich bin weiterhin der Meinung, dass eben gerade beim Kilometerleasing Schäden am Fahrzeug bei der Rückgabe nicht wirklich kalkulierbar sind und man dann ein Auto abgibt UND ggf. etwas zahlen muss, was nicht zu 100 % von Vornherein feststand. Das ist beim Restwertvertrag mit Andienungsrecht nicht der Fall. Der Restwert steht fest und der Zustand des Fahrzeugs spielt am Ende der Laufzeit keine Rolle.

@Leasingfachmann

Und ich bin weiterhin der Meinung, dass eben gerade beim Kilometerleasing Schäden am Fahrzeug bei der Rückgabe nicht wirklich kalkulierbar sind und man dann ein Auto abgibt UND ggf. etwas zahlen muss, was nicht zu 100 % von Vornherein feststand.

Da bist du aber jetzt weit weg vom Kilometerleasing. Natürlich weiß ich nicht zu 100 % ob mir morgen nicht ein Satelitenteil auf den Kopf fällt oder am Freitag jemand unvorsichtig mit dem Einkaufswagen hanrtiert. Schäden am Fahrzeug sind ein allgemeines Lebensrisiko. Dem kann man auch nicht entgehen, wenn man das Fahrzeug kauft, auch nicht nach Ablauf der Leasingzeit. Der Schaden am Fahrzeug wird beim Verkauf in Rechnung gestellt. Dem kann man nicht entgehen.

@lesterb42

Hier sind wir wie gesagt unterschiedlicher Meinung und das ist ja auch ok. Ich würde lieber genau wissen, was ich über die gesamte Laufzeit zu zahlen habe, auch wenn ein Restwert ggf. mal über dem Marktwert liegen sollte und ich im Gegenzug vorher niedrigere Raten hatte.

Und das Problem sind ja auch nicht die Schäden selbst, sondern die finanzielle Bewertung und Auswirkung derselben. Wenn beim Kilometerleasing der für die Kalkulation zu Grunde gelegte interne Restwert z.B. jetzt beim Diesel zu hoch sein wird, werden weder Leasinggesellschaft noch Händler erfreut sein, das Risiko und den Verlust tragen zu müssen und die Verlockung ist zumindest in einem solchen Fall m.E. gegeben, das Risiko durch unverhältnismäßig hoch angesetzte Kosten für die Schadenbeseitigung in einem Gutachten zum Teil eben doch auf den Leasingnehmer abzuwälzen. Darin sehe ich ein Risiko, das eintreten KANN, nicht MUSS .

Und das ggf. bei Schäden, die den Leasingnehmer selbst nicht stören, wenn er beim Restwertleasing das Auto übernimmt und in den meisten Fällen noch ein paar Jahre weiternutzt. Und wenn dann das Auto irgendwann verkauft wird, sind Schäden im Verhältnis weniger wertmindernd, je älter das Auto dann sein wird.

Insofern alles auch eine Sache der Betrachtungsweise und Einstellung sowie des "Konsumverhaltens" bezüglich Automobil, wie wir beide hier an anderer Stelle ja schon einmal einvernehmlich festgestellt haben.

Zudem entferne ich mich ganz bewusst vom Kilometerleasing, weil ich ja gerade aufzeigen möchte, dass Leasing, auch Autoleasing, bei Weitem nicht immer mit Kilometerleasing und somit einer Art Miete gleichzusetzen ist. Nicht umsonst bieten die ganzen freien Leasinggesellschaften auf dem Markt fast ausnahmslos Restwertverträge mit Andienungsrecht an.

@Leasingfachmann
Nicht umsonst bieten die ganzen freien Leasinggesellschaften auf dem Markt fast ausnahmslos Restwertverträge mit Andienungsrecht an.

Nach meiner Erfahrung sind die Raten bei diesen herstellerunabhängigen Gesellschaften extrem hoch.

@lesterb42

Extrem hoch sind die Raten bei den herstellerunabhängigen Leasinggesellschaften sicherlich nicht, da derzeit ja auch die Refinanzierungszinsen der Banken sehr niedrig sind.

Trotzdem können die Konditionen der freien Leasinggesellschaften auf den ersten Blick natürlich nicht mit subventionierten Leasingkonditionen der Herstellergesellschaften konkurrieren, wenn diese mit 0 % Zinsen kalkulieren.

Jedoch berechnen sich diese subventionierten Konditionen beim Neuwagen i.d.R auf den Listenneupreis. Aber außer bei Dacia bezahlt man als Barzahler - und als solcher zählt man auch, wenn man seine Finanzierung selbst mitbringt - doch nirgends den Listenneupreis und mit ein wenig Verhandlungsgeschick kann man je nach Hersteller und Modell zum Teil 20 % Rabatt und mehr aushandeln. Bei einem solchen Preisvorteil und dem derzeit niedrigen Zinsniveau auch im Leasingbereich können die auf den ersten Blick teureren Konditionen einer freien Leasinggesellschaft dann auch schnell mal günstiger sein als die der jeweiligen Herstellergesellschaft.

Hier sollte man also auf jeden Fall Vergleichsangebote einholen, also auch mal "über den Tellerrand" schauen.

Und wenn z.B. auch ein Jahreswagen als Alternative in Erwägung gezogen wird, für den auch eine Herstellergesellschaft meistens keine subventionierten Konditionen anbietet, kann es wieder anders aussehen. In diesem Fall herrscht dann i.d.R. wieder Gleichstand bei der Berechnungsgrundlage für das Leasing, nämlich dem Kaufpreis, bei den Hersteller- und den freien, herstellerunabhängigen Leasinggesellschaften.

@Leasingfachmann
Extrem hoch sind die Raten bei den herstellerunabhängigen Leasinggesellschaften sicherlich nicht

Ich hatte mich einmal für Leasing für einen neueren Gebrauchtwagen interessiert (Kaufpreis 50.000 €). Die Monatsraten lagen zwischen 1.000 und 1.700 €!

Teuer ist ja immer sbubjektiv. Für mich ist das teuer, wenn ich an anderer Stelle für ein gleichwertiges Fahrzeug nur 430 € zahle.

@lesterb42

Bei der Relation sehe ich es genauso, dann war das Kilometerleasingangebot tatsächlich das Interessantere. Man sollte eben stets vergleichen, auch mehrere Angebote verschiedener Gesellschaften einholen und dann entscheiden.

Was möchtest Du wissen?