Auto abgeschleppt - Widerspruch einlegen?

9 Antworten

Null Chancen. Solche Baustellenfälle zählen beim Parken auf öffentlichem Grund zum Halterrisiko. Zahle und lass es gut sein.
Tipp: Bei mehrtägiger Abwesenheit ist es ggfs. sehr empfehlenswert, eine Visitenkarte mit Telefonnummer sichtbar zu hinterlegen. Die Polizei ist zwar nicht verpflichtet, anzurufen, aber da der Abschleppeinsatz zeitaufwendig ist, wird doch oft zuerst versucht, den Halter zu erreichen.

Wenn die Schilder schon 3 volle Werktage dort standen, hast du keine Chance (Aufstelltag + 3 Tage + nächster Tag). Das Fahrzeug muss man immer gleich holen, sonst kostet es Standgebühren. Einspruch kann man immer noch einlegen und sich das Geld ggf. vor Gericht holen.

Das Ganze ist das berühmte "Halterrisiko" - ist mir auch schon passiert, auch der Anwalt sagte damals: Nichts zu machen.

Du bist für Dein Fahrzueg verantwortlich, lässt Du es längere Zeit im öffentlichen Verkehrsraum (also auf der Straße) stehen, dann ist es Dein Risiko, wenn das nicht regelmäßig kontrolliert wird, ob sich irgend welche Änderungen (also auch Baumaßnahmen) ergeben.

Bei mir wurde damals übrigens wegen eines Gerüstbaus zur Hausfassadenrenovierung zwei Tage vorher vorübergehende Halteverbotsschilder aufgestellt.

also normalerweise machen die leute die dei Baustellenhalteverbotsschilder aufstellen Fotos von den Parkplätzen um nachzuweisen das da kein Auto stand, wenn dann eins da steht an dem Tag wo gearbeitet wird, darf geschleppt werden. wenn das auto schon vorher da stand und an dem Tag immernoch ohne Veränderung da steht kann nicht einfach abgeschleppt werden, weil du könntest ja im Urlaub sein und das nicht wissen. wenn also kein schild dastand als du da geparkt hast würde ich einspruch erheben.

Falsch. Es wird zwar fotografiert, aber nur, um den Zustand des Fahrzeugs und die Positionierung innerhalb der Halteverbotszone zu dokumentieren.
Die Kommune als Eigentümerin des Grundes kann in dringenden Fällen auch am selben Tag abschleppen lassen, wenn Gefahr im Verzug ist. Das ist das Risiko des Parkens auf öffentlichem Grund.

@FordPrefect

ja WENN Gefahr in Verzug ist und das Haus neben dem Auto gerade Abbrennt und der Wagen auf dem Einzigen Hydranten steht, dann darf abgeschleppt werden, weil das is ja ein Notfall. Aber ne Baustelle ist kein Notfall.

@jimbo23

In diesem Fall nicht - aber Baustelle ist Baustelle. Und ja, die Kommune darf das bei entsprechender Beschilderung, auch ohne Gefahr im Verzug. Das ist halt das Restrisiko beim Laternenparken. Und hier sogar besonders klar, weil die Entfernung des Fahrzeugs erst 3 Tage später erfolgte.

Wenn das Auto ordnungsgemäß geparkt war und nur den Bauarbeitern, die Samstags normalerweise nicht arbeiten, im Weg stand, weil die dringende Arbeiten erledigen mussten, müssen die auch die Abschleppkosten tragen.

Wurden aber Halteverbotschilder oder Hinweisschilder schon am Donnerstag oder Freitag aufgestellt, bezahle die Abschleppkosten und ärgere Dich nicht länger.

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