Auszug: Wohnungsübergabe ohne Protokoll. Wie lange hat der Vermieter Recht Mängel zu beanstanden?

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Ich schätze das könnte schwierig werden. Wenn es eine Übergabe gibt, von der der Vermieter weiß, dann kannst du dich wahrscheinlich fast immer darauf berufen, dass evtl. Schäden nachträglich zugefügt wurden.

Er müsste dann nachweisen, dass der Schaden vorher bestand - dafür gibts ja ein Protokoll.

In meinen Augen hast du da recht gute Karten.

Schadenersatzansprüche sind nach Ablauf von 6 Monaten, gerechnet ab Rückgabe der Wohnung, verjährt. Das trifft bei dir zu.

Die Kaution ist nach Ablauf von 6 Monaten ab Rückgabe zurück zu zahlen. Insofern voraussichtlich mit einer Nachzahlung zu rechnen ist, darf zunächst als Sicherheit ein Teil zurückbehalten werden (etwa das Dreifache der monatlichen Vorauszahlungen).

Kann m ir doch keiner erzählen, dass er das längst hätt machen können/ müssen. DAs ist jetzt bald 6 Monate, da muss er so was doch langst gecheckt haben.

Mieterschutzbund?

Mietrecht... Vermieter fordert Weiterzahlung

Hallo zusammen,

ich habe meinen Mietvertrag fristgerecht zum 31.12.2014 gekündigt was mir mein Vermieter schriftlich bestätigt hat. Da ich zum 15.10.2014 eine neue Wohnung beziehen konnte, bat ich um einen schnellstmöglichen Nachmieter. Dies hat mein Vermieter zur Kenntnis genommen und auch sofort eine Anzeige für die Wohnung (bezugsfrei ab 1.11.2014) geschaltet. Ich habe auch selbst nach Nachmietern gesucht und Kontaktdaten zwischen Vermieter und potenziellen Nachmietern vermittelt. Am 15.10.2014 habe ich meinen neuen Mietvertrag unterschrieben und die neue Wohnung am 18.10.2014 bezogen. Mein Vermieter hat mir ebenfalls am 18.10.2014 einen Nachmieter telefonisch bestätigt (Nachmieter war sogar noch am 18.10.2014 nach Absprache mit mir kurz in der Wohnung, das können auch Zeugen bestätigen) und nach einem Datum zur Wohnungsübergabe gefragt. Die Wohnungsübergabe wurde auf 24.10.2014 datiert. Am 24.10.2014 war ich mit meinem Vermieter in der Wohnung zur Übergabe. Die Übergabe wurde auf einem Wohnungsübergabeprotokoll festgehalten (unterschrieben von Vermieter und mir). Da es diverse Mängel zu beanstanden gab, wurde mir schriftlich eine Frist bis zum 31.10.2014 gesetzt um diese zu beheben. Sollte ich diese Mängel bis zu diesem Termin nicht behoben haben, werde der Vermieter die Mängel anderweitig auf meine Kosten beheben lassen. Ich konnte leider nur einen Teil bis zu diesem Datum beheben und war damit einverstanden die restlichen Mängel beheben zu lassen. Somit war die Sache mit der alten Wohnung für mich erledigt (Aufhebungsvertrag gibt es nicht).

Am 4.11.2014 bekam ich ein Schreiben von meinem ehemaligen Vermieter mit dem Wortlaut:

... die Wohnung konnte nicht zum 1.11.2014 neu vermietet werden. Die Miete für den November ist daher noch von Ihnen zu begleichen. Wir bitten Sie daher die Miete für Nov. in Höhe von 477,75 € abzüglich 60,00 € geminderte Betriebskosten. Somit 417,75 €

Ein Grund für die Nicht-Vermietung steht nicht in dem Schreiben.

Würde das Mietverhältnis mit der Übergabe der Wohnung beendet? Darf mein ehemaliger Vermieter die Miete für den November verlangen? Hätte mich mein ehemaliger Vermieter früher darauf Hinweisen müssen? Welche Gründe darf der ehemaliger Vermieter haben um die Miete einzufordern? Darf ich die Zahlung verweigern?

Ich bedanke mich schon mal für Eure Hilfe.

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