Aussteuerung, Anspruchsdauer ALG I endet JETZT HARTZ 4 oder Sozialhilfe

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Es gibt zwei Gründe - die anderen Anspruchvoraussetzungen mal außen vor -, aus denen das Jobcenter bei Zweifeln an der Erwerbsfähigkeit nicht zuständig ist und man direkt ins SGB XII fallen kann:

  1. Ein Rentenversicherungsträger hat offiziell die volle Erwerbsminderung festgestellt ;
  2. Es liegt schon eine Gutachten des ärztlichen Dienstes der BA vor, dass eine volle Erwerbsminderung für mehr als sechs Monate ab Begutachtung bestehen wird.

Lebt der Antragsteller in einer BG mit einem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen, gestaltet sich das ganze noch mal etwas anders. Hier ist das Jobcenter erst dann nicht mehr zur Leistung verpflichtet, wenn eine dauerhafte volle Erwerbsminderung festgestellt ist.

Es gibt sie immer noch die Sozialhilfe und die scheint, nach der Schilderung dieses Falles auch hier zu greifen. Hierzu muss die Person sich jedoch zunächst beim Jobcenter melden, wenn möglich ärztliche Unterlagen mitnehmen, aus denen hervorgeht, dass KEINE 3 Stunden gearbeitet werden kann. Dann prüft die ARGE mittels eines Gutachtens des Medizinischen Dienstes ob an dem ist. Wenn KEINE 3 Stunden, ergeht ein ablehnender Bescheid und mit dem- und erst mit dem kann Sozailhilfe beantragt werden. Alle Träger melden beim RV- Träger einen Erstattungsanspruch an, wenn die Rente rückwirkend gebilligt wird, wird diese mit, von welchem Träger auch immer geleisteten Zahlungen verrechnet und nur ggf. Rest zur Auszahlung gebracht.

Woher ich das weiß:Beruf – Über 30 Jahre Berufserfahrung

Das ist euigentlich vollkommen egal. Der Grundsicherungssatz ist der gleiche, ob du jetzt AlG2 bekommst oder originäre Sozialhilfe. Da sowieso nur die Zeit bis zur Rentenzahlung überbrückt wird, wird der ausgezahlte Betrag mit der Rentennachzahlung verrechnet.

Sie kann ruhig den Antrag beim JobCenter stellen und sollte dazu sagen, dass sie derzeit nicht arbeitsfähig ist. Sollte das JobCenter nicht zuständig sein, schickt es sie weiter zum Sozialamt. Wenn zu erwarten ist, dass diejenige Person irgendwann noch einmal mehr als 3 Stunden täglich arbeiten kann, bleibt das JobCenter zuständig.

Wird eine Rente bewilligt, erhält sie diese vom Tag der Antragstellung an. Dann erhält das JobCenter seinen überzahlten Anteil von der Rentenversicherung zurück.

"Hartz IV" ist gleichbedeutend mit Alg-II und eigentlich hat dies nur die Sozialhilfe abgelöst; die aber gab's ja immerhin noch für jede/n; dann kam der Verbrecher namens Hartz, als man seine Vergehen noch nicht kannte und er noch den großen Zampano miemen konnte, und gab dem Schröder (einem Mitglied der Hannover-Gang, wie besser Unterrichtete wissen) den Tip, so doch die Arbeitslosenzahlen zurückfahren zu können; ZACK - so strich man die Arbeitslosenhilfe und ergob zugleich die Sozialhilfe in den Rang des Arbeitslosengeldes II. Etwa 500.000 Anspruchsberechtigte auf Arbeitslosenhilfe fielen sogleich aus der Statistik. Einen Anspruch auf Arbeitslosengeld II haben die aber nicht, weil hierzu ein Kopfstand zu vollziehen ist vom Antragsteller. Das Zauberwort heißt: Bedarfsgemeinschaft (besser bekannt unter Sippenhaftung).

Wenn es hier im konkreten Falle nun so ist, daß ein Alg-I ausgereicht war, so hat diese Person doch zuvor gearbeitet, Ansprüche auf Alg erworben und dies Alg erhalten, als Arbeitslosigkeit eintrat, nicht aber weil Erwerbsunfähigkeit eintrat. Denn das wäre ja dann sogleich ein Fall für den Rentenversicherer gewesen. Es sei denn, die Erwerbsunfähigkeit hat sich erst im Zeitraum des Arbeislosengeldbezuges ergeben.

Wen es nun so ist, daß ein Antrag auf Erwerbsunfähigkeitsrente im Wege der Erledigung ist und zugleich ein finanzieller Bedarf dringend ansteht - zur Überbrückung dieser Zeit der Prüfung - , dann kann slbstverständlich Antrag auf Grundsicherung noch gestellt werden beim zuständigen JobCenter, das früher noch Sozialamt hieß. Bei Gewährung der Grundsicherung kommt es aber darauf an, welches Einkommen weitere Mitglieder des eigene Haushaltes noch verfügen. Hat einer (von zweien) deutlich mehr als 1000 EUR monatlich zur Verfügung, so fällt Alg-II aus. Dann bist Du in der so genannten Bedarfsgemeinschaft angekommen. Und auch die von der Leyen (selbst in seidenen Kussen geboren und aufgewachsen) hilft dir als zuständige Fachministerin hier nicht weiter, wenn nämlich praktisch ei Mensch an deiner Seite dafür "zu bluten hat", sein schwer erdiendes bischen Geld mit dir zu teilen hat, bevor sich dieser pompöse Schuldenstaat noch für dich verwedet, in dem Betrüger und Vorteilsnehmer im Amt mit horrenden Prämien und Renten von 200.000 EUR pro Jahr ausgestattet werden und zugleich die Vertreter des so genannten Souveräns (des Volkes nämlich) "ausgesteuert" werden.

Super! Soviel Halbwissen und Trivialitäten auf einmal liest man immer wieder gerne, wenn man eine konkrete Frage gestellt hat.

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