Aufteilung bzw. Zuordnung von Betriebsausgaben auf zwei Gewerbe?

5 Antworten

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Wenn du beide Gewerbe (oder noch mehrere) als Einzelunternehmen angemeldet hast, dann ist rechtlich gesehen alles EINS !

Wie die Kosten und Einnahmen für deine persönlichen Zwecke aufteilst, ist deine Sache. Steuerrechtlich gehört alles zusammen.

Danke ... genau diese Antwort habe ich erwartet. ;-)

Nein nicht direkt erwartet, sonst hätte ich nicht unbedingt gefragt, aber so im Nachhinein habe ich mir auch überlegt, dass ja beide bzw. alle Gewerbe eines Einzelunternehmers letztlich für die Einkommensteuer zusammengerechnet werden und es deshalb unterm Strich egal ist,  zu welchem Gewerbe die (gemeinsamen) Betriebsausgaben hinzugerechnet werden.

Vielleicht ist es aus Gewerbesteuerlicher Sicht nicht ganz egal, aber dies hat betrifft mich nicht.

Vielleicht ist es auch im Sinne einer "ordentlichen und richtigen" Buchhaltung nicht ganz "richtig" wenn ich die Kosten z.B. nur auf ein Gewerbe zuteile, aber ich denke/hoffe, dass meine Vorgehensweise dennoch akzeptabel ist, weil ich mit dem einen Gewerbe ja nur sehr sehr wenig Umsatz mache. Eine "korrekte" Aufteilung wäre unverhältnismäßig aufwändig.

 

Naja beliebig ist immer schwierig. Pragmatischerweise könntest du eine individuelle Anlage "Gemeinkosten" erstellen und diese dort z.B. nach Umsatz aufteilen, solange das zu keinen komplett abstrusen Ergebnissen führt... dann ist es transparent und am Ergebnis ändert es ja nichts...

(ich geh mal davon aus, dass beide Gewerbe in derselben Gemeinde betrieben werden und von daher keine Verschiebungen des Gewerbesteueraufkommens entstehen können...)

Danke.

Es werden beide Gewerbe in derselben Gemeinde betrieben. Allerdings fällt wohl gar keine Gewerbesteuer an.

Das Umsatzverhältnis der beiden Gewerbe zueinander ist ca. 1:30.  Ein Gewerbe hat nur sehr wenig Umsatz. Deshalb würde ich ja gerne die meisten Betriebsausgaben dem Gewerbe mit den Hauptumsätzen zurechnen. Ist dies möglich/erlaubt oder nicht?

Wie ist dies z.B. wenn ich nur einen Drucker habe und diesen komplett dem Hauptgewerbe (Umsatzstärkstem Gewerbe) zuordne. Ich mit diesem Drucker dann aber auch Dinge für das andere Gewerbe ausdrucke? 

Wie ist es, wenn ich das (für beide Gewerbe genutzte) Arbeitszimmer ebenfalls nur dem Hauptgewerbe zuordne?

Ist es also möglich/erlaubt, dass ich ein Arbeitszimmer und ein Drucker nur für ein Gewerbe (Hauptgewerbe) als Betriebsausgaben absetze und für das andere Gewerbe nichts ansetze. (Obwohl ich faktisch natürlich sowohl das Arbeitszimmer als auch den Drucker für beide Gewerbe nutze)?

@lormue

Das könnte Ärger geben, wenn du mit deinem Hauptgewerbe (nur) wegen dieser Zuteilung unter dem Freibetrag bleiben würdest und damit Gewerbesteuer umgehst.

Du solltest also schon einen "geeigneten" Aufteilungsmaßstab finden. Wenn du den Umsatz nimmst, hast du ja zumindest beinahe dein gewünschtes Ergebnis: viel Aufwand im Hauptgewerbe, wenig im Nebengewerbe...

Für die Einkommensteuer ist es ja unerheblich...

@Annielue

Es gibt kein Haupt- und Nebengewerbe...

Aufteilungsmaßstäbe gibt es mehr als genug. Da kann im Einzelfall entschieden werden oder nach geeigneten nachvollziehbaren Verhältnissen aufgeteilt werden, sogar in begründeten Fällen pauschal aufgeteilt werden.

Ich persönlich würde nur dann die Gewerbe getrennt führen, wenn ich bei einem Projekt wesentlich andere Relationen hätte. Der Makler von Atomkraftwerken, hat jährlich gleichbleibende Kosten. Doch alle paar Jahr verdient er eine Provision. Da würde ich jeden Betrieb außerhalb der Maklerbranche trennen. Erst recht seinen Kiosk.

Bei der Gewerbesteuer guckt man auf ein gemeinsames Ergebnis und in der Einkommensteuer auch. Außer Du bist vielleicht Künstler oder Architekt und hast dann auch noch einen Gewerbebetrieb. Dabei müsste man aber u.U. vor der Trennung prüfen ob das Gewerbe nicht den Freiberuflervorteil frisst. Früher sprach man von Infektion, die heute natürlich auch noch passieren kann.

Eine saubere Trennung ist nur mit vergleichsweise hohem Aufwand möglich. Ein Profi würde vermutlich die Einnahmen auf unterschiedlich Konten bringen. Und aus den gesamten Kosten dann eine Aufteilung vornehmen. Beispiel Telefon. Wie viel ein- und ausgehende Telefonate sind für welchen Betriebsteil?

Ist etwas speziell für ein Gewerbe angeschafft? Vielleicht ein Plotter?

Eine Aufteilung kann Sinn machen, Dir aber auch steuerlich einmal richtig auf die Füße fallen. So eine Entscheidung trifft man nicht als Laie! Da lässt man sich bitte insbesondere steuerlich beraten. Auch weil man dann die Risiken kennt.

Man kann hier nicht einschätzen, ob Du zu einem guten Berater, einem sehr guten Berater oder einem Wirtschaftsprüfer gehen solltest.

Also wenn du später Gewerbesteuer zahlst, kann es sich schon lohnen 2 EÜR zu machen, da es pro Gewerbebetrieb den Gewerbesteuerfreibetrag gibt und wenn der Hebesatz der Gemeinde über 380% liegt (bis dahin wird die GewSt i.d.R. eh in der Einkommensteuer voll angerechnet) kannst du GewSt sparen.

Gesonderte und einheitliche Feststellung, Anlage FE-KAP – wie verfahren?

Angenommen, es besteht ein Gewerbe in Form einer GbR mit zwei Gesellschaftern. In der EÜR sind neben den eigentlichen Betriebseinnahmen auch Kapitaleinküfte verbucht, die somit Teil der Einkünfte (umsatzsteuerfreie bzw. nicht umsatzsteuerbare Betriebseinnahmen) sind. In der gesonderten und einheitlichen Feststellung gibt es nun die Anage FE-1, in der die Aufteilung von Besteuerungsgrundlagen ausgewiesen wird. Da Die Gesellschafter eine Aufteilung von 50/50 haben, werden die laufenden Einkünfte (welche die Kapitalerträge beinhalten) auf beide Gesellschafter aufgeteilt.

Nun gibt es die Anlage FE-KAP. Hier sind noch einmal zusätzlich die Kapitalerträge eingetragen. Ebenso die gezahlte Kapitalertragssetuer und der Solidaritätszuschlag.

Angenommen:

20.000 Eur Gewinn (Einnahmen inkl. Kapitalerträge von 5.000 Eur minus Ausgaben)

10.000 Eur fällt in Anlage FE-1 auf Gesellschafter A, 10.000 Eur fällt auf Gesellschafter B

5.000 Eur Kaitalerträge werden aufgeteilt auf Gesellschafter A und B (je 2.500 Eur) und in der Anlage FE-KAP vermerkt.

Der hieraus folgende Feststellungsbescheid ist die Grundlage für die Einkommensteuererklärung der Gesellschafter. Ziel der Gesellschafter ist nun, über die Einkommensteuererklärung die Kapitalertragssteuer + Solidaritätszuschlag zurück zu bekommen.

Wie werden in dem Feststellungsbescheid die Kapitalerträge und gezahlten Steuern/Abgaben ausgewiesen?

War das Vorgehen richtig, die Anlage FE-KAP auszufüllen, um die Kapitalertragssteuer in der späteren Einkommensteuererklärung ertstattet zu bekommen?

Ist dem Finanzamt klar, dass die Kapitalerträge bereits in der "Aufteilung von Betseuerungsgrundlagen" eingerechnet sind (in dem Zahlenbeispiel also 10.000 Eur Einkünfte pro Gesellschafter, und nicht 12.500 Eur)?

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Mutter meldet Gewerbe als Strohmann an und hat jetzt Schulden . Soll ich mich einmischen?

Erstmal ein Hallo in die Runde , Vorsicht sehr lang :) .Ich komme gleich zum Thema . Meine Mutter hat vor drei oder vier Jahren ein Gewerbe angemeldet und zwar für meine Schwester , sozusagen als Strohmann. Meine Mutter ist 70 Jahre alt und wollte ihr eben diesen Gefallen tun . Meine Schwester arbeitet nicht und bekommt Hartz IV . Darauf wollte sie natürlich nicht verzichten . Ich habe meine Mutter damals gewarnt , weil sie für alles haften muss , egal was es ist . Sie hat es trotzdem gemacht . Wie es nun die Eigenschaft meiner Schwester ist , hatte sie irgendwann mal wieder keine Lust mehr und sie nahm die Einnahmen um auf den Putz zu hauen , Rechnungen wurden nicht mehr bezahlt . Es kam wie es kommen musste, jetzt stehen da Schulden von ca. 6000 Euro. Meine Mama hat selbst Schulden die sie nicht zahlen kann , bekommt eine kleine Rente . Das schlimme ist noch , sie hat eine eidesstattliche Versicherung abgegeben und dort gelogen . Das Gewerbe hat sie nicht mit angegeben . Jetzt erzählte sie mir das das Gewerbe wohl schon vor zwei Jahren wieder abgemeldet wurde und es schwarz weiter lief . Lange Rede kurzer Sinn, ein Gläubiger erstattete Anzeige und bald ist der Prozess. Jetzt weint sie sich bei mir aus , sie hat Angst was passiert . Ich möchte mich am liebsten einmischen und die Sache aufklären , meine Schwester auffliegen lassen . Es ist nicht das erste mal das sie sowas macht , nur dieses Mal geht es auf Kosten meiner Mutter . Würdet ihr euch da raushalten oder der Mutter helfen ? Sorry für den langen Text .

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