Aufstockendes ALG II zum ALG I - wie groß darf die Wohnung sein?

4 Antworten

Für einen Alleinstehenden gelten bis 45 qm als angemessen. Da brauchst du dir also keinen Kopf zu machen

Es ist mir neu,dass man auch ALG I aufstocken könnte.

Ansonsten unterliegst du als ALG II Empfänger den gleichen Pflichten wie alle anderen.Wie groß und teuer deine Wohnung sein darf,musst du bei deinem Amt erfragen,das ist überall anders.

Es ist mir neu,dass man auch ALG I aufstocken könnte.

Dann kennst du dich also mit der Materie überhaupt nicht aus.
Warum antwortest du dann?

@VirtualSelf

Nur in diesem einen Punkt,der Rest meiner Antwort war doch korrekt.

Die 38 Quadratmeter sind ok.

Die Warmmiete 384.- teilt man auf in Kaltmiete , Heizkosten, Nebenkosten. Es gibt eine Mietbescheinigung, welche der Vermieter ausfüllt.

Die Kaltmiete muss angemessen sein. Die angemessene Kaltmiete einer 45 am Wohnung hängt von der Lage und vom Baujahr ab, das Jobcenter hat Tabellen.

Die angemessenen Heizkosten werden erstattet.

Wenn in den 384.- Euro auch noch 10.- Euro für den Stellplatz enthalten sind, werden die nicht übernommen.

Wenn also 330.- Euro als Kosten der Unterkunft angemessen sind, fordert dich das Jobcenter zum Umzug auf. "Andernfalls werden nach 6 Monaten nur die angemessenen KdU erstattet."

Dann musst du die 54 Euro selber zählen, das geht vermutlich nicht so einfach. ( Frag den Vermieter, ob er 25.- Euro mit der Kaltmiete runtergehen kann )

Während der ersten 6 Monate muss das JobCenter die Miete auf jeden Fall in voller Höhe übernehmen. Wenn man dann einen Umzug verlangt, müssen auch sämtliche Kosten in dem Zusammenhang übernommen werden. Dann verflüchtigt sich dieser Anspruch sehr schnell wegen "Unwirtschaftlichkeit"

@DerHans

Und vor allem: Die Wohnung ist keinesfalls zu groß, wohin soll er denn noch umziehen? In einen Hühnerstall vielleicht?

Zum Umzug zwingen kann dich das Jobcenter nicht; es kann allenfalls die Miete auf das kommunal angemessene Niveau beschränken .. in der Regel nach fühstens 6 Monaten und nachdem man dich zur Kostensenkung aufgefordert hat. (gibt aber noch einige Schlupflöcher).

Die Differenz zwischen angemessener und tatsächlicher Miete hättest du zu tragen, was schwer fallen könnte, da du auf dein Alg1 maximal einen Freibetrag von 30 EUR hast.

Achja .. solange du auch nur einen EURO Alg2 beziehst, ist es Banane, wie sich das anrechnungsfähige Einkommen gestaltet. Du unterliegst im Grundsatz den Regelungen des SGB II.

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