Aufhebungsvertrag/Kündigung mit Abfindung

5 Antworten

Grundsätzlich ein möglicher Ansatz. Alleine wirst Du das schwer hinbekommen. Du mußt im Prinzip Dein Arbeitsverhältnis anbieten aber gleichzeitig auch darauf hinweisen, dass Du natürlich gerne weiter arbeitest. Möglicherweise sieht der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis ja selbst als belastet an und ist bereit den Trennungswunsch zu kapitalisieren. In der Praxis passiert das jedenfalls öfter...

Ich bezweifle, dass Du hier eine Abfindung bekommst.

Abfindungen werden gezahlt wenn ein AG einen AN unbedingt "loswerden" möchte, dies mit einer regulären Kündigung sehr schwierig wenn nicht gar unmöglich wäre, wenn der AN eine lange Kündigungsfrist hat und man deshalb einen Aufhebungsvertrag schließen möchte und/oder um einen Kündigungsschutzprozess zu vermeiden.

Außerdem werden bei Kündigungsschutzprozessen oft Abfindungen angeboten/vorgeschlagen oder es gibt Abfindungen im Rahmen eines Sozialplans der vom Betriebsrat mit dem AG bei Entlassungen vereinbart wird.

Wenn Dein AG mit Dir bald ein Personalgespräch führen will und Du jetzt mit dem Vorschlag kommst, einen Aufhebungsvertrag zu schließen und dieser noch vor Ablauf dieser Woche unterschrieben werden soll, wird Dein AG sich wohl so seine Gedanken machen. Wahrscheinlich bist Du, wenn Du schon mehrere Wochen arbeitsunfähig bist, schon aus der Entgeltfortzahlung raus. Ich würde daher an Deiner Stelle nicht damit rechnen, dass der AG mit einem "goldenen Handeschlag" tschüss sagt.

Du kannst es ja mal probieren aber ich bin da eher skeptisch.

Eine Abfindung bekommt man, wenn Stellen abgebaut werden und der Arbeitgeber altgediente Mitarbeiter loswerden will oder muss. Das ist bei dir nicht der Fall.

Aber du solltest sofort den Arbeitgeber kontaktieren und ihm mitteilen, dass du aufgrund deiner Probleme im Team eine andere Arbeitsstelle gesucht und auch gefunden hast. Du kannst dann sicher einen Auflösungsvertrag bekommen, vielleicht hast du ja auch die Möglichkeit, die neue Stelle dann etwas früher anzutreten. Andernfalls kannst du dich vom Arzt weiter krank schreiben lassen. Die Personalgespräche solltest du in jedem Fall trotzdem führen, damit du das Erlebte sinnvoll verarbeiten kannst und nicht einfach verdrängst.

Wie kommst du auf Abfindung? Darauf hast du keinerlei Anspruch. Du kannst ihm einfach einen Aufhebungsvertrag anbieten.

Ja, ich will den ja anbieten, aber mit entsprechender Abfindung bzw Schmerzensgeld wegen Mobbing

Was meinst du denn, was deinen Arbeitgeber bewegen würde, dir eine Abfindung zu zahlen? Fragen kannst du ja, aber du musst auch mit einem "nein" rechnen.

"das wäre also diesen Freitag an dem meinem jetzigen Arbeitgeber die Kündigung zugehen muß."

Sie darf natürlich auch gerne früher zugehen.

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