Auffahrunfall!Wer ist schuld?

4 Antworten

Das Ergebnis der Schuldzuweisungen hängt von Zeugen und zugegebenen Verhaltensweisen ab. Allein zu sagen „Wer auffährt hat Schuld“ ist in diesem Fall zu platt.

Rein sachlich verstehe ich die Situation so:

Fahrer A wechselt in die linke Spur und ist (vermutlich) zu schnell. Der Spurwechsel ist beendet. Dann wechselt Fahrer B ebenfalls nach links, vor Fahrer A, der dann auffährt.

Damit trägt Fahrer B mindestens die Hauptschuld, da Fahrer A den Spurwechsel zum Unfallzeitpunkt bereits beendet hatte und durchgängig links fuhr und Fahrer B zum Unfallzeitpunkt im Spurwechsel begriffen war, währenddessen eine erhöhte Aufmerksamkeit an den Tag zu legen ist. Die (möglicherweise) überhöhte Geschwindigkeit von Fahrer A wird allenfalls zu einer geringen Teilschuld führen, falls überhaupt beweisbar.

Zusammenfassend:

Wenn Fahrer B zugibt zum Unfallzeitpunkt im Spurwechsel begriffen gewesen zu sein, wird er sich damit sicherlich die Hauptschuld aufladen, da er auf den nachfolgenden Verkehr hätte achten müssen - erstmal unabhängig von dessen Geschwindigkeit. Eine (deutlich) überhöhte Geschwindigkeit müsste erstmal bewiesen werden, wenigstens durch Zeugen, falls das überhaupt reicht. Darüber hinaus muss die Geschwindigkeit schon deutlich zu hoch gewesen sein - z.B. 60 statt 50 wird wohl eher nicht zu einer wesentlichen Teilschuld führen. Dass A behauptet B hätte nicht geblinkt, ist nur ein i-Tüpfelchen. Denn in dieser Konstellation liegt die Hauptschuld sowieso bei B. Wenn also keine Zeugen As erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitung glaubhaft bezeugen, wird B ziemlich doof dastehen...

Bist du A oder B?

T3Fahrer

Zu fast 100 % hat immer derjenige Schuld, der hinten auffährt. Er hat damit ja bewiesen, dass sein Sicherheitsabstand nicht ausreichend war.

Deine Schuld weil du dich nicht konzentrieren kannst

Wer auffährt hat Schuld.

Verkehrsrecht als Linksabbieger - Hinten rechts getroffen worden?

Hallo zusammen, war gestern in einen Unfall verwickelt. Bin als Linksabbieger auf meine Spur gefahren und habe geblinkt. Die Witterung war schlecht. Nieselregen und Dunkelheit. Meine Beifahrerin und ich haben keinen Gegenverkehr gesehen, der geradeaus fahren wollte und ich bin über den Kreuzungsbereich gefahren auf meine Spur. Der Gegenverkehr hat eine Spur zum Rechtsabbiegen auf eine Brücke auf die ich auch gefahren bin und die Möglichkeit geradeaus zu fahren. Laut Aussage des Verkehrsteilnehmers war er auf der Geradeausspur und führ mit überhöhter Geschwindigkeit in den Kreuzungsbereich ein und hatte grün. Ich hatte auch grün, aber als Linksabbieger noch den Zusatz eines orangeblinkenden Pfeils. Da ich, genau wie meine Beifahrerin keinen Verkehrsteilnehmer von vorne gesehen haben, sondern nur Autos die nach Rechts abbiegen wollten auf die Brücke, gehen wir davon aus, dass er die Spur wechselte und geradeaus fuhr. Hier natürlich schneller wurde, um noch über grün zu kommen. Mein Auto wurde hinter dem Hinterreifen hinten rechts getroffen. Sein Auto wurde vorne rechts beschädigt. Er bremste nicht sonderlich ab und wich auch nicht aus, evtl. war er abgelenkt, aber er kam in einem Winkel zu stehen, der unsere Aussage belegt, denn er war schräg links zum Stehen gekommen von seiner Spur aus. Nun lese ich mich durch Foren durch etc. - meistens bekommen Linksabbieger mindestens eine Teilschuld von 50 Prozent egal was der Gegenverkehr verkehrswidriges unternimmt. Seine Punkte wären auch nur "überhöhte Geschwindigkeit" und evtl unzulässiger Spurwechsel, aber da mein Auto ja nicht vorne sondern komplett hinten getroffen worden ist, hoffe ich, dass er mindestens eine Teilschuld bekommt.

Ist das möglich oder haben wir hier keine Chance auf Erfolg?

Grüße!

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