Auffahrunfall nach Vorfahrtsmissachtung

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meiner Meinung nach bist du im Recht. Fahrlehrer kennen sich sehr gut mit solchen Sachen aus. Hast du denn die Polizei gerufen? Damit sie den Unfall aufnehmen können?

Wenn nicht, hast du das Problem, den Schaden selbst tragen zu müssen. Es gibt keine Zeugen. Die Rechtschutzversicherung wird dir sicher nicht raten zu klagen. Anfragen würde ich aber trotzdem.

Merk die eins - und ist der Schaden noch so klein - Polizei rufen, wenn ihr nicht gleich an Ort und Stelle die Zahlungen ausmacht.

Daß Du eine Rechtsschutzversucherung hast, ist schon die halbe Miete! Nun brauchst Du nur noch einen guten Fachanwalt, der Dir helfen kann. Aber denke an den Spruch: Auf hoher See und vor Gericht bist Du in Gottes Hand! Wobei vor Gericht der Richter als Gott zu verstehen ist! Viel Glück!

Dein Verhalten ist typisch für Leute die unbedingt auf ihr Recht pochen.Einerseits hat der einfahrende die Vorfahrt zu gewähren und andererseits hat der durchgehende Verkehr eine Einfahrt zu ermöglichen.Da der Unfall nicht direkt an der Einfahrt sondern nach deiner Schilderung innerhalb der nächsten 200 m passiert ist, wird dich wohl die Hauptschuld treffen denn bei 40 Km/h braucht man nur einige kurze Meter und kann einen ausreichenden Sicherheitsabstand wieder herstellen.Hättest du statt 2 x unnötig zu hupen mal das Bremspedal betätigt wäre dir der ganze Ärger erspart geblieben.Zeit und Strecke waren ausreichend vorhanden um diesen Unfall zu vermeiden.

"andererseits hat der durchgehende Verkehr eine Einfahrt zu ermöglichen." Falsch! Das gilt nicht auf Autobahnen und Bundesstraßen! Es gibt dort kein Reißverschlusssystem, wie viele denken. Diese Straßen haben absolute Vorfahrt. Wenn natürlich viel Platz ist nach vorne und man in seiner Fahrt nicht behindert wird, sollte man Einfahrenden die Einfahrt gewähren. Das hat nichts, aber auch garnichts mit "auf sein Recht pochen" zu tun!

"denn bei 40 Km/h braucht man nur einige kurze Meter und kann einen ausreichenden Sicherheitsabstand wieder herstellen" Der Aufprall passierte mit ungefähr 35 bis 40 km/h, vorher waren wir schneller.

@Miloppo

Übrigens lese ich hier gerade woanders: "der fließende Verkehr hat Vorrang. Extra bremsen bitte nicht, das kann zu einem Auffahrunfall führen, weil die hinter dir fahrenden nicht damit rechnen müssen, dass du einfach - ohne für sie ersichtlichen Grund - auf die Bremse steigst."

Wie man es macht, es wird immer verkehrt sein.

@Miloppo

"andererseits hat der durchgehende Verkehr eine Einfahrt zu ermöglichen"
von einem Reißverschlußverfahren ist keine Rede aber vom § 1 ,Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.

@Miloppo

Oft ist schon ein kurzes Gas wegnehmen ausreichend um dem anderen Verkehrteilnehmer die Einfahrt zu ermöglichen.

@Peter501

Vorsicht und gegenseitige Rücksicht, alles ok, nur hat der Einfahrende Rücksicht gezeigt? Oder Vorsicht? Er behauptete sogar, ICH hätte noch beschleunigt, als er ankam, das stimmt jedoch überhaupt nicht, ich bin gleichmäßig weitergefahren und war vollkommen überrascht als er selbst plötzlich aufs Gas drückte und vor mir reinzog. Und er gab zu, nach dem EInfahrtmanöver gebremst zu haben. Also reichte ihm der Platz zum Vordermann nicht mehr oder er war selber zu schnell und fuhr daher zu nah auf oder er wollte mich einfach provozieren. Als ich ihn deshalb wegen der für mich nicht nachvollziehbaren Bremserei und nochmaligen Gefährdung anhupte, machte er einen Stempel und ich war fällig. Es blieb keine Zeit, irgendeinen Sicherheitsabstand wieder herzustellen! Und Hupen ist erlaubt, wenn man gefährdet wird oder jemanden vor einer Gefährdung warnen möchte. Das wird dir jede Polizei bestätigen.

@Miloppo

Hast du deine Frage hier eingestellt um Recht zu bekommen oder die Sichtweise anderer User zu erfahren?
Wie ich das sehe habe ich mitgeteilt, zumal ich nicht den Anspruch erhebe unbedingt im Recht zu sein.Ich war nicht in dieser Situation und kann mich nur auf deine Schilderung beziehen.
Du mußt mich auch nicht unbedingt überzeugen - also kein Grund für endlose Diskussionen.

@Peter501

Um die Sichtweise anderer zu erfahren, muss man sich auch auf (manchmal leidige) Diskussionen einlassen. Damit das aber nicht ausartet, werde ich in deinem Fall damit aufhören.

Hupten ist eine Nötigung. Wenn Du den nötigen Abstand nicht schaffst, ist es Deine Schuld.

Hupen ist erlaubt, wenn man gefährdet wird oder jemanden vor einer Gefährdung warnen möchte.

@Miloppo

In wiefern stimmt das mit Deiner Aussage "Natürlich musste ich bremsen und hupte ihn deshalb erbost an. Daraufhin bremste er für ca. 1 Sekunde und ich natürlich auch wieder und hupte ihn erneut an, da das für mich ein vollkommen unnötiges Bremsmanöver war. " überein? Wenn Du warnen willst, kannst Du nicht erbost sein.

@Novos

Ich hupte erbost, weil er sich reindrückte und mich dabei so gefährdete, dass ich bremsen musste. Als er dann das erste Mal bremste, hupte ich wieder, weil ich wieder gefährdet wurde, schließlich hatte ich keine Gelegenheit, in den paar Sekunden einen ausreichenden Abstand herzustellen und er bremste für mich aus unersichtlichem Grund. Das nervte ihn und so haute er den Stempel rein.

Gut, wie ich sehe, stehen auch hier Aussagen gegen Aussagen und viele sind gegensätzlicher Meinung, wer denn nun Recht oder Schuld hat. Danke trotzdem für eure schnelle Hilfe, aber ich muss einfach sehen, was der Richter meint. Ohne Zeugen ist das alles ein Jammer.

In meiner Jugend (vor 30 Jahren) wagte ich es einmal, auf der Autobahn mit meinem klapprigen Kadett und mit 160 einen rechts fahrenden Porsche zu überholen. Die Autobahn war frei und er schlich so dahin. Er fand das gar nicht lustig, überholte mich rechts, zog nach links rüber und bremste mich aus. Natürlich bremste ich auch und wich nach rechts aus. Er tat dasselbe und bremste wieder. Als ich ihn jetzt links überholen wollte, setzte er sich vor mich und bremste erneut. Mir wurde das zu bunt und ich fuhr schräg über die Fahrstreifen auf die Standspur zu. Er auch. Vor mir. Und bremste weiter, bis wir beide mit 20 km/h auf der Standspur fuhren. Dann gab er Gas und haute ab. Ich zeigte ihn an wegen Nötigung. Wie immer keine Zeugen. Er behauptete, an dem Tag nicht gefahren zu sein. Das "Verfahren" wurde eingestellt. So läuft das. Und so wird das auch hier laufen. Wenn ich Glück habe, zahlt jeder seinen Schaden selber, ganz toll. Bei mir ist übrigens mehr kaputt als von außen gedacht - habe mal unter die Motorhaube geguckt. Mist!!

Es tut mir leid, dass du jetzt das Problem hast. Du hast nicht gedrängelt und hast doch den Schaden! Das ist nicht gerecht! Ich hoffe aber trotzdem, dass du gewinnst. Ich glaube an das Gute!

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