Aufenthaltsbestimmungsrecht und Sorgerecht

6 Antworten

Wenn er Umgangsrecht hat, dann darf er da auch über die Entscheidungen des täglichen Lebens bestimmen, genau wie Du auch, wenn Du das Kind bei Dir hast. Du kannst ihm nicht vorschreiben, was er zu tun und zu lassen hat, wohin er gehen soll und wohin nicht und wo das kind schlafen soll oder nicht. So läuft das nicht.

Klar, ich verstehe, man will, dass es dem Kind gut geht, aber oft führt das dazu, dass Mütter eben meinen, allein zu wissen, was gut für das Kind ist und dass ihm alles andere schadet. Der Vater darf da aber durchaus anderer Meinung sein und auch entsprechend handeln. Und die meisten Kinder sind nicht aus Watte und halten mehr aus, als man denkt. Ich habe selbst schon Anwaltsschreiben gelesen, wo dem Vater untersagt wurde, dass die Kinder bei Oma essen, weil sich die Tochter danach einmal übergeben hatte und dass die Kinder ins Freibad gehen (bei 28 Grad), weil sie sich erkälten könnten und in den Sand durften sie auch nicht, weil sie nicht richtig abgetrocknet wurden und der Sand in den Ritzen zu Hautaufreibungen führte. Wer solche Schreiben loslässt, der will nicht, dass es seinem Kind gut geht, sondern der will deutlich machen, dass er das sagen hat und die Macht dazu.

Von daher überlege erst mal ganz genau, ob Du wirklich denkst, dass es deinem Kind entscheidend schlecht geht, wenn es woanders übernachtet, oder ob Du nur die Person, wo es übernachtet, nicht magst. Sollte es wirklich so sein, dass Du das Kindeswohl wirklich ernsthaft gefährdet siehst, dann solltest Du aber trotzdem vermeiden, irgendwelche Verbote aussprechen zu wollen. Dann geh halt hin und gib ihm die Windeln mit fürs WE, die Du für sinnvoll hälst (das Geld sollte einem der Po des Kindes wert sein) und wenn es den Kind nicht gut tut, dort zu schlafen und es wirklich darunter leidet, weint und verunsichert ist, dann überlege, ob Du ggf. über Jugendamt oder Anwalt vorschlägst, das Kind erst einmal abends zurückzubringen und erst später, wenn es älter ist, übernachtungen durchzuführen. Und setz Dich mit dem Vater mal ruhig an einen Tisch und sage ihm ruhig, welche Bedenken Du hast und warum Du glaubst, dass es nicht gut für das kind ist. Wenn du dich hinstellst und mit Verboten und "ich erlaube Dir nicht...." kommst, dann wirst Du nichts gutes für Dein Kind erreichen, sondern nur viel Zeit und Geld in Gerichtsverfahren und Streitigkeiten investieren, die zu nichts führen. Das muss man dann diplomatisch auf die verständnisvolle Weise machen.

Er darf das Kind nicht ohne mein wissen woanders alleine lassen Das gehört zum Sorgerecht und das sollte er eh nicht machen

Er darf das Kind nicht ohne mein Wissen alleine woanders schlafen lassen.

Auch Sorgerecht.

Wenn ich ihm sage, dass er bestimme windeln nicht benutzen darf, weil das Kind andauernd nen mega offenen popo und schmerzen hat, darf er diese auch nicht benutze

Das gehört zu keinem der Rechte.Sowas sollte man einfach zum Wohl des Kindes miteinander besprechen

Er darf das Kind nicht ohne mein wissen woanders alleine lassen

Sorgerecht!

Am Besten ist es allerdings immer noch, wenn Vater und Mutter einfach drüber reden und Gemeinsam Entscheidungen treffen und Bezüglich deiner Fragen Offen und Ehrlich zueinander sind.Das dient dem Wohle des Kindes!

Nimm einen Anwalt, denn deine Frage wird nicht von Streben nach "Einvernehmen" getragen. Vielmehr willst Du dich durch kluge Ratschläge gegen den Kindesvater wappnen und ihm unterschiedliche Vorschriften unterbreiten, gar bis hin zur Wahl der Windeln. Mit woanders schlafen ist dann vielleicht die Adresse seiner "Neuen" gemeint. Das riecht leider nach Streit, denn er wird nicht alle Wünsche erfüllen können oder wollen. Du wirst nur Ratschläge akzeptieren, die in dein Horn tuten. Also für den Anwalt sparen.

Naja, ich >glaube< das alle 3 Punkte zutreffen sollten, wissen tue ich es jedoch nicht sicher.

Guck doch mal bei www.gesetze-im-internet.de/ nach. Da sind wohl alle Gesetze aufgelistet und die Suche ist auch immer ganz Hilfreich! :)

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