Auf meinem Personalstammbogen stehen folgende Fragen. Was muss ich da angeben und was nicht?

5 Antworten

ärztliche Behandlung muss nur angegeben werden, wenn es sich um etwas handelt das für die Ausübung des Berufs relevant sein könnte. Schwerbehinderung muss angegeben werden wenn du als Schwerbehinderter geführt werden willst bzw. wenn die Behinderung einen Einfluss auf die Arbeit haben könnte. Rente musst du angeben, da der AG dein Gehalt dann anders abrechnen muss. Kur und Heilmaßnahme musst du angeben, da du im Falle der Bewilligung für einen längeren Zeitraum nicht arbeiten kannst. Vorbestrafung oder schwebendes Strafverfahren musst du angeben wenn es um irgendwas geht was die Einstellung nicht erlauben würde (z.B. sexuelle Übergriffe in der Arbeit mit Kindern). Rentenversicherungsnummer musst du angeben, sonst kann der Arbeitgeber nicht korrekt für dich einzahlen.

Berufsunfähigkeitsrente muss ich angeben? Weil der AG mein Gehalt dann anders abrechnen muss. Warum denn das? Bekomme ich dann weniger Gehalt oder was?

Warum muss man Rentenversicherungsnummer gleich bei der Bewerbung auf dem Personalstammbogen angeben?

Kur- und Hilmassnahmen kann man ja auch bei der Einstellung beantragen. Ergebnis ist dasselbe.

Das kommt drauf an. Als was arbeitest Du denn? Siehst Du persönlich einen Bezug der Fragen zu der Arbeit?

Grundsätzlich darf der Arbeitgeber nämlich nicht alles erfragen. In vielen Dingen geht Dein Persönlichkeitsrecht vor. Dies kann z.B. Fragen zur Gesundheit oder zu Vorstrafen betreffen.

Sofern eine Frage unzulässig ist, kannst Du wegen einer Falachbeantwortung der Frage auch nicht entlassen werden.

Was ist das denn für eine Firma/Job? So etwas habe ich ja noch nie gehört. Die Frage nach Schwerbehinderung schon, den Rest nicht. 

Da kann es sich nicht um ein normales Arbeitsverhältnis handeln. 

Wenn Du nicht aus dem Personalwesen kommst, hast Du so Vieles noch nicht gehört :-))

Schaue Dir bitte noch einmal die Frage, die Antwort von @Sanja2, und meinen Kommentar zur Antwort von @kleinerhelfer 97 noch einmal genau an!

==> Wenn Du dann noch konkrete Fragen hast, stelle sie bitte!

Anm.: Es wird sich um ein ganz normales Arbeitsverhältnis handeln.

@verreisterNutzer

Doch, ich bin im Personalwesen. Schwerbehinderung und Religion werden auch abgefragt.

Für die Vorstrafen wird ein Auszug vom Bewerber verlangt.

@Heidrun1962a

Entschuldigung, aber bei Deinen merkwürdigen Ausführungen kannst Du noch nicht lange im Personalwesen sein.

1. Klar dürfen Schwerbehinderung und Religion abgefragt werden - in diesem Thread wurde nichts Gegenteiliges behauptet.

2. Bei der Abfrage von Vorstrafen bedarf es (wie auch an einem anderen Beispiel schon erläutert) des konkreten Bezuges zur Tätigkeit - auch das wurde bereits erwähnt.

Also, was jetzt? 

@verreisterNutzer

auch ich habe geschrieben, dass Schwerbehinderung und Religion abgefragt werden und auch die Vorstrafen werden in Form eines Führungszeugninis abgefragt. Hier gehen keine eigenen Angaben. 

@Heidrun1962a

Hääääh? Ich glaube, Du willst mich nicht verstehen - oder drücke ich mich unklar aus?

Alles. Das sind keinen Religions- oder politische Fragen. Zur medizinischen Frage musst du nichts sagen, es sei denn es könnte die Arbeit gefährden. Dass durch Falschangaben das Arbeitsverhältnis aufgelöst werden kann ist selbstverständlich.

"Dass durch Falschangaben das Arbeitsverhältnis aufgelöst werden kann ist selbstverständlich."

Ich habe immer gedacht, dass man auf unzulässige Fragen falsch antworten darf. Weshalb soll dann das Arbeitsverhältnis aufgelöst werden können? Sonst wäre diese rechtliche Grundlage ja unbrauchbar.

@kleinerhelfer97

Auch nach der Religionszugehörigkeit darf gefragt werden (Abführung der Kirchensteuer)!

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@lachs4709

Du hast es leider noch nicht verstanden. Immer dann, wenn kein Bezug zur Arbeit herzustellen ist, kann eine Frage unzuläsig sein.

Beispiel: Einen Reifenmonteur dürfte man nicht fragen, ob er Schulden hat. Hätte er welche, und würde falsch antworten, dürfte man ihn deswegen nicht kündigen.

Einen Bankkassierer dürfte man fragen, ob er Schulden hat. Hätte er welche, und würde falsch antworten, dürfte man ihn deswegen kündigen.

Nun alles klar?

Vielleicht hilft dir folgender Link weiter,oder lass dich bei der zuständigen Gewerkschaft beraten:

http://arbeits-abc.de/unzulaessige-fragen-im-bewerbungsgespraech/

Wegen solcher Normalitäten muss man nicht zur Gewerkschaft rennen !!!

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