Auf Abmahnung reagieren?

5 Antworten

In einer Abmahnung gibt es keinen Formfehler, es ist nämlich keine Form vorgeschrieben. Daher ist eine Abmahnung auch mündlich wirksam und führt im Wiederholungsfall zwangsläufig in eine wirksame Kündigung.

Ich würde an deiner Stelle keinenerlei Aufheben wegen der Form machen, sondern außerhalb der Arbeitszeit mit dem betreffenden Vorgesetzten, bzw Chef sprechen und entschuldigend um Rücknahme der Abmahnung bitten. Wert legen solltest du dabei darauf, daß es dir fern lag einen Betrugsversuch auszuüben.

Ich bin selbst Arbeitgeber und schicke meine angestellten Geschäftsführer regelmäßig zu Seminaren der Mitarbeiterführung. Ich habe an mich selbst den Anspruch ein ausgezeichneter Arbeitgeber sein zu wollen. Aber auch mir, bzw uns passieren Fehler die man richtig stellen kann.

führt im Wiederholungsfall zwangsläufig in eine wirksame Kündigung

Um genau zu sein: "kann" zu einer Kündigung führen!

Die Wiederholung eines bereits einmal abgemahnten Verhaltens führt nicht zwangsläufig zu einer Kündigung. Das kommt alleine auf die konkreten Umstände an (zwischenzeitliche Frist, Schwere und Konsequenzen der Verfehlung, Abwägung gegenseitiger Verhältnisse und Interessen).

Hast Du denn aus diesen 15 Minuten überhaupt einen Vorteil gezogen?

Ich persönlich halte das auch komplett für überzogen, würde aber kein Fass aufmachen und das akzeptieren.

Gleichzeitig würde ich Ausbilder und Chef eine E-Mail schreiben, dass Du dich für das Versehen entschuldigst.

Wenn Du daraus keinen Vorteil gezogen hast, könnte man natürlich schon ein Fass aufmachen und der Abmahnung widersprechen, aber ob das für die künftige Anstellung förderlich ist?

Kann mir die gespeicherte Abmahnung in Zukunft zu meinem Nachteil genutzt werden?

@leon150

Die Abmahnung wird ja nur für das bestehende Ausbildungsverhältnis ausgesprochen. Wenn die Ausbildung beendet ist und ein neuer Arbeitsvertrag geschlossen wird, kann diese Abmahnung nicht als Grundlage für weitere Arbeitsrechtliche Schritte verwendet werden.

@ChristianLE

Das ist nicht richtig.

Ein neuer Vertrag (beim selben Arbeitgeber) bewirkt selbstverständlich nicht, dass Vorgänge aus dem vorherigen Vertragsverhältnis nicht mehr zu berücksichtigen wären, weil auch das vorherige Ausbildungsverhältnis mit zum Beschäftigungsverhältnis insgesamt zählt.

Allerdings wird man immer die konkreten Umstände berücksichtigen müssen.

Da wo ich arbeite, gibt es eine Verpflegungspauschale erst ab 8 Stunden Dienstreise. Es könnte also ein Grenzfall vorliegen. Aber hätte der Fragesteller wirklich betrügen wollen, dann hätte er doch in das Fahrtenbuch auch 19:15 geschrieben.

@tunik123

Das ist richtig.

Naja ich an deiner Stelle hätte das persönliche Gespräch mit dem Chef gesucht, sag ihm das dir ein Fehler unterlaufen ist und entschuldigst dich dafür jedem kann mal ein Fehler unterlaufen, sogar deinem Chef! Ich habe sowas ähnliches mal während meiner Ausbildung damals mitbekommen, mein damaliger Kollege der auch noch Auszubildender war, hat ausversehen mal vergessenen den Schlüssel vom Werkzeuglager zurück ins Büro zu legen und hat diesen ausversehen in seine Hosentasche gelegt und ist damit nach Hause gegangen, am nächsten Morgen als wir in die Werkstatt kamen hörte man den Chef lauthals rumbrüllen "wo ist der verdammte Schlüssel, der kann sich auf was gefasst machen dieser Vollpfosten"! Als er ihm den Schlüssel aushändigen wollte hat er ihm gesagt das er für diese Aktion ne Abmahnung bekommt und was er sich dabei gedacht hat, wir haben natürlich alle gesagt, sogar der stellvertretende Chef das er sich beeilt hat (was auch stimmte) da er noch seine Bahn erwischen musste und nicht mehr dran gedacht hat. Letztendlich hat der Chef dann die Abmahnung zurückgezogen da er eingesehen hat das er total überreagiert hat, man muss allerdings dazu sagen das er zu dem Zeitpunkt einen neugeborenen Sohn hatte und er nachts kaum Schlaf bekam und aufgrund dessen sehr dünnhäutig war und alles und jeden anschrie. Aber zurück zu deinem Fall, ich finde das auch total überzogen und teilweise lachhaft wie sich dein Chef sich anstellt, anstatt zu fragen warum direkt ne Abmahnung reindrücken vorallem wenn du selbst behauptest das es lediglich ein Versehen war! So geht man mit Menschen nicht um!

keine Ahnung.. ich kenne ja das Schreiben nicht.. setz es doch mal mit dem genauen Wortlaut hier rein..

Man entschuldigt sich für den Fehler und lässt sie Sache dann gut sein.

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