Asylbewerberfamilie in Doppelhaushälfte einziehen lassen -------> "spießige" Wohngegend - wie seht ihr das?

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Das ganze Haus samt Einrichtung vermieten? Warum nicht?

Bevor der Sohn einzieht, wird er es sowieso komplett renovieren wollen. Auf die Nachbarn würde ich keinerlei Rücksicht nehmen.

Ich schreibe übrigens aus der Erfahrung dass in unserer Straße, ähnlich zu beschreiben, wie in der Frage und den Kommentaren, ein Haus komplett mit Asylanten belegt wurde und weiter hinten eines komplett mit mehreren Afrikanerinnen. Mittlerweile seit mehr als einem Jahr ohne jegliche Probleme.

Nur zu. Nicht abhalten lassen!

Danke für deinen vorurteilsfreien, sinnvollen & profunden Kommentar mit Eigenerfahrung ---------> klasse, genau sowas habe ich mir erhofft :)

@rotesand

Danke für die Auszeichnung.

Hm, ja du kannst mit deinen Mietern Glück oder Pech haben. Wir im MFH haben ein tunesisches Pärchen. Die verhalten sich eigentlich ok.

Oft gibt es aber auch Wohnungen, wo der Müll überall rumliegt und mit dem Inventar nicht so pfleglich umgegangen wird.

Wenn das Sozialamt dir Unterschreibt, dass alle entstandenen Schäden durch die Bewohner vom Amt bei Auszug wieder repariert werden, vielleicht. Wenn nicht würde ich auf keinen Fall an Flüchtlinge vermieten.

Danke für den Hinweis :)

Das mit dem Sozialamt ist ein interessanter Aspekt ---------> dadran hab' ich noch nicht gedacht! Und Glück oder Pech kann man mit jedem Mieter haben, das stimmt...

Der Nachbar würde mit jedem Ärger haben wollen.
Egal an wen vermietet werden würde.
Das ist ja so gut wie sicher.

In Syrien gab es auch Wohngegenden, die mit eurer vergleichbar sind.
Wenn die Familie in Syrien auch so ähnlich gewohnt hat, dann wird sie sicherlich von sich nicht auffallen wollen und sich über Verhaltenstipps freuen.
Auch eine sehr gründliche Einführung in die Handhabung der Haustechnik, der Mülltrennung, der Notwendigkeit des Lüftens ( bei uns ist das Klima anders) ist von Vorteil, weil für uns hier vieles selbstverständlich ist, was in Syrien anders zu lösen war.
Also wenn man sich dafür entscheidet, dann wäre es sinnvoll die neuen Mieter vorab gut einzuweisen und dann auch noch eine Zeit lang an der Seite zu stehen, um eventuelle Missverständnisse schnell ausräumen zu können.

Das ist auch meine Ansicht... denn die Schwiegereltern/Eltern meiner Bekannten waren wirklich liebe Menschen, ich kannte sie lang und gut.

Wie gesagt, das sind alles die "Argumente" meiner Bekannten.. die eig. auch nette Menschen sind, aber einfach nicht wissen, was sie machen sollen.

Ich danke für diesen sachlichen & sehr guten Kommentar. Exakt so was habe ich mir hier erhofft :)

DANKE :)

Bei uns wurde ein Haus, das Jahrzehnte lang leer stand und abgerissen werden sollte, durch Freiwillige ein wenig hergerichtet und dort leben jetzt Familien aus Syrien und Afghanistan.

Zuerst war die Skepsis auch sehr groß unter den Nachbarn, darunter eine gute Freundin von mir. Jetzt sagt sie, dass es bisher noch keine größeren Probleme gab. Die wohnen jetzt etwa 1 1/2 Jahre dort.

Macht Euch wegen der Nachbarn keinen Kopf, das wird schon werden.

Ich sehe das nicht als besonders gut an. So lange sie nicht wirklich Asyl bekommen haben...

Ich hatte mal ein grösseres Grundstück, mehrere Hektare, und hatte dort mehrere Familien mit Kindern aufgenommen. Doppelachserwohnwagen konnte man für wenig Geld bekommen, die will kein Campingplatz. Hatte Wasserleitungen, Holzöfen, Holz, Gasflaschen und Strom versorgt. Die Nachbarn und die Gemeinde hatten mit Essen und Kleidung versorgt und uns um die Kinder gekümmert, und auch um ärztliche Behandlung. Vereiterungen, Entzündungen, Würmer usw.

Jedoch sie nie in's Haus lassen. Diesen Fehler hatte ich ein Mal begangen und hatte dann grösste Schwierigkeiten, sie loszuwerden, wieder bei uns zu Hause in Frieden leben zu können. Andere Länder, andere Sitten.

Leuten in Not zu helfen, ist Eine Sache, ist anstrebenswert und lobenswert. Jedoch sich und seine Lieben in Sicherhait zu halten, kommt zuerst.

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