Artikel 13 instagram?

2 Antworten

Artikel 13 der Uhrheberrechtslinie sagt das Plattformen wie Instagram, Twitter, etc. einen Upload-Filter einbaun müssen der prüft, ob du alle Rechte an dem hast, was du hochlädst. Das gilt für Texte, Bilder, Videos usw. Es wird also geprüft ob ein Bild was du hochlädst schon im Netz existiert und wenn es nicht von dir ist wird der Upload nicht zugelassen.

Seit dem gestrigen EU Entscheid wird das noch viel massiver werden.

Es hat gestern die Abstimmung diesbzgl. im EU-Parlament gegeben. Und leider ist sie "dafür" ausgefallen. D. h. Plattformanbieter sollen perspektivisch für Urheberrechtsverstöße ihrer Nutzer haften.

Das ist allerdings jetzt erstmal noch nicht sofort Gesetz, sondern geht jetzt in den sogenannten "Trilog", wo die verschiedenen EU-Gremien die Details klären und die bereits vorliegenden Entwürfe anpassen werden.

Es ist dann Anfang nächsten Jahres eine endgültige Abstimmung über den dann vorliegenden endgültigen Entwurf geplant. Wenn der dann nochmals die Abstimmung passiert, könnte das alles mit etwas Zeitversatz tatsächlich wirksam werden.

Das Abstimmungsergebnis gestern war jedenfalls ein ziemlich schwarzer Tag für das Internet. Die beabsichtigte neue Regelung könnte nämlich dazu führen, dass insbesondere kleinere Plattformen ein Problem bekommen, das alles überhaupt rechtssicher umsetzen zu können. Es wird also ggf. auf eine Marktbereinigung und weitere Konzentration auf "die großen Anbieter" hinauslaufen. Und damit bewirkt diese bescheuerte EU dann genau das, was sonst kritisiert wird: Vormachtstellung einiger weniger US-Großkonzerne, die natürlich schon einfach wegen ihrer Kapitaldecke solche Anforderungen erfüllen können. Kleine Plattformen, Forenbetreiber etc. hingegen werden vor die Wahl gestellt, ob sie in einer Grauzone weiterarbeiten wollen, oder ob sie vielleicht lieber doch gleich dicht machen - bzw. ins "Darknet" abwandern.

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