Arbeitszeugnis - Sind persönliche Wünsche im Schlusssatz wirklich so negativ?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Grundsätzlich ist es nicht möglich, einen "herausgerissenen" Satz eines Zeugnisses zu bewerten. denn er muss in jedem Fall kontextsensitiv betrachtet werden.

Der Dozent hat insofern nicht ganz unrecht, indem er darauf hinweist, dass jede Abweichung von der Norm auch eine andere Ausdeutung zulässt. Die Norm wäre in diesem Fall z.B. die Formulierung "... bedanken uns für ihre jederzeit sehr gute Mitarbeit. Für ihre berufliche und private Zukunft wünschen wir Frau xxx alles Gute und weiterhin viel Erfolg."

Andererseits ist nicht jeder Zeugnisautor in den gängigen Formulierungen geübt. Dem gegenüber steht der geübte Leser, der dies durch den Gesamtzusammenhang erkennt.

In diesem konkreten Fall gehe ich zunächst nicht davon aus, dass die Formulierung eine negative Aussage impliziert. Wenn Du hier allerdings eine letzte Sicherheit haben möchtest, muss ich noch einmal den gesamten Zeugnistext sehen...

Gruß Nightstick

Danke Nightstick! :)

Das ist eine völlig normale Floskel. Im Gegenteil: wenn sie fehlt, klingt möglicherweise ein " Gottseidamk, wir sind ihn los" durch. Einzelne Formulierungen für sich sagen ohnehin nicht viel aus, sie können auch oft durch Ungeschicklichkeit der Personalabteilung oder des Chefs reinrutschen - nicht jeder Chef eines Familienunternehmens schert sich um Floskelsprache im Zeugnis. Erst die Häufung doppeldeutiger oder nur scheinbar positiver Bemerkungen ist gefährlich: dann muss man jedes Wort auf die Goldwaage legen.

Danke dir

Wo nimmt der Dozent denn diese "Weisheit" her?

Ein Schlusssatz, in dem das Bedauern über das Ausscheiden, ein Dank für die geleistete Arbeit und gute Wünsche für die Zukunft sowohl im beruflichen als auch privaten Bereich ist immer positiv.

Es gab schon Gerichtsverfahren, wo dieser Satz eingeklagt wurde weil das Auslassen dieser Schlussformel den positiven Eindruck eines Zeugnisses relativiert. Nach einem Urteil des BAG (BAG 20.2.2001 - 9 AZR 44/00) hat ein AN keinen Anspruch auf diese Schlussformel. Wenn sie dann so im Zeugnis steht, ist das gut.

Er war früher im Personalmanagement einer großen Firma tätig. Deswegen dachte ich mir, dass er ja Ahnung haben muss :). Ich habe bisher auch immer nur gelesen, dass es positiv sein soll, aber jetzt bin ich doch etwas verwirrt.

Danke jedenfalls!

Das ist soweit ich weiß positiv. Es wird ja auch geschrieben, dass es dir weiterhin gewünscht wird. Mach dir keinen Kopf.

danke

Das ist völliger Schwachsinn. Positive Zukunftswünsche am Ende sind ein Zeichen für ein gutes Arbeitszeugniss.

Danke! So hab ich das auch immer gelesen .. irgendwie hat mich die Aussage jetzt total verwirrt.

Bitte um Deutung des Arbeitszeugnisses! Vielen Dank!

Praktikumszeugnis

Frau XXX, geboren am 29.07.1990 in Aachen, war vom 01.07.2013 bis 31.12.2013 als Praktikant im Bereich Sozial Kultureller Dienst in unserem Unternehmen beschäftigt.

Das Seniorenzentrum XXX in Aachen ist eine Einrichtung der XXX unter dem Caritasverband für das Bistum Aachen e. V. , mit XXX Mitarbeitern und XXX Bewohnern.

Aufgabenbeschreibung:

  • Entwicklung einer selbständigen Projektarbeit im Rahmen der proffessionstypischen Aufgaben in der Institution (Ziel, Zielgruppe, Theoriebezug, methodische Umsetzung, zeitliche, finanzielle Ressourcenklärung)

  • Durchführung der Projektarbeit «Musikalische Kulturstunde» als musikalisches Gruppenangebot

  • Auswertung und Evaluation der Projektarbeit

  • Untersuchung der Zielgruppe und deren Lebensräume

  • Hospitation und Unterstützung der regelmäßigen Freizeit- und Förderangeboten (Singkreis, Gymnastik, Mobilitätstraining, Malen, Spielrunde, Tanztee, Zeitungsrunde etc.).

  • Hospitation und Unterstützung der Veranstaltungen (Konzert Filmpräsentation, Literaturlesung, Vernissage, Restaurant-Angebit. etc.)

  • Hospitation und Unterstützung der auswärtigen Unternehmungen (Besuch auf dem Weihnachtsmarkt, Nachmittagsausflug, Seniorentreff in der gemeinde, Besuch in einem anderen Altenheim, Begleitung von Bewohnern zu Besorgungen etc.)

  • Erkundung der Einrichtung (Ziele, Organisationsstruktur, Träger, Kooperationsnetz, Finanzierung, Öffentlichkeitsarbeit)

Frau XXX verfügt über ein äußerst umfassendes und sehr fundiertes Fachwissen, das sie jederzeit hervorragend in die Praxis umzusetzen wusste. Frau XXX war eine stets äußerst motivierte Mitarbeiterin. Schwierige Aufgaben ging sie mit großem Elan an und fand dabei immer sinnvolle und praktikable Lösungen. Sie arbeitete stets sehr effizient, zielstrebig und sorgfältig und bewies ein herausragendes Organisationsgeschick. Frau XXX zeichnete sich auch in extremen Stresssituationen und unter Zeitdruck stets durch hohe Belastbarkeit und Zielorientierung aus. Sie überzeugte in ihren Tätigkeiten stets in qualitativer und quantitativer Hinsicht. Frau XXX hat ihre Aufgaben stets zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt und unseren Erwartungen in jeder Hinsicht optimal entsprochen. Von Vorgesetzten, Kollegen und Bewohnern wurde sie gleichermaßen geschätzt. Sie verhielt sich jederzeit loyal gegenüber dem Unternehmen und überzeugte durch ihre persönliche Integrität. Ihr Verhalten war immer vorbildlich. Im Kontakt mit Bewohnern zeichnete Frau XXX sich durch äußerst professionelles Auftreten aus.

Frau XXX verlässt unser Unternehmen nach Ablauf der vereinbarten Frist von 79 Tagen. Wir würden uns sehr freuen, wenn sie sich nach Abschluss ihres Studiums bei uns für den Berufseinstieg bewerben würde.

Wir danken Frau XXX für die stets hervorragende Zusammenarbeit und bedauern es sehr, sie als Mitarbeiterin zu verlieren. Für ihren weiteren Berufs- und Lebensweg wünschen wir ihr alles Gute und auch weiterhin viel Erfolg.

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Arbeitszeugnis - Welche Note?

Hallo Zusammen!

Ich bin mit meinem Arbeitszeugnis irgendwie nicht so ganz zufrieden... Teilweise weiß ich leider auch nicht mit Gewissheit für welche Note die Formulierungen stehen. Kann mir jemand helfen?

Herr XXX hat die ihm übertragenen und die aus seiner Eigeninitiative entstandenen Aufgaben stets zu unserer Zufriedenheit erledigt.

Er konnte seine Ziele erreichen, weil seine Einstellung zur Arbeit stets vorbildlich war und er Durchhaltevermögen bewies.

Zusammen mit dem Team, gelang es ihm, in seinem Gruppenbereich eine gute und vertrauensvolle Atmosphäre für Kinder und deren Eltern aufzubauen und zu erhalten.

Zu den Kindern und deren Eltern fand er durch seine freundliche und offene Art guten Kontakt und gewann schnell deren Akzeptanz.

Er gab den Kindern Orientierung und schätzte den Entwicklungsstand der Kinder richtig ein.

Herr XXX zeigte das richtige Maß an Geduld und gab den Kindern Sicherheit.

Mit seiner ruhigen Art gelang es ihm die Kinder an Tätigkeiten heranzuführen, die Konzentration und Ausdauer verlangten.

Zu seinen Aufgaben zählte auch die Mitgestaltung von Wochenplänen und die Vorbereitung und Planung größerer Projekte im Rahmen des Jahresthemas. Dazu zählte auch die Mitarbeit bei der Organisation von Festen im Jahreslauf und die Gestaltung von Wortgottesdiensten.

Das Verhalten von Herrn XXX gegenüber Vorgesetzten und Kollegen/ Kolleginnen war höflich und korrekt.

Er nahm an Teamsitzungen aktiv teil.

Wir danken Herrn XXX für die Flexibilität sich auf wechselnde Arbeitsbereiche einzulassen.

Herr XXX scheidet aus dem Team der Kindertagesstätte aus, weil sein Vertrag zum 31.XX.20XX endet.

Wir danken Herrn XXX für seine Mitarbeit und wünschen ihm für die Zukunft Gottes Segen.

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