Arbeitsvertrag kündigen ohne antreten?

4 Antworten

Wenn im Arbeitsvertrag nichts davon steht, dass eine Kündigung vor Antritt des neuen Jobs ausgeschlossen ist, kannst Du vorher kündigen. Du musst allerdings die geltende Kündigungsfrist einhalten.

Oft gibt es eine Probezeitvereinbarung mit verkürzter Kündigungsfrist, die gilt dann.

Handelt es sich um einen befristeten Arbeitsvertrag musst Du schauen, ob es eine Kündigungsvereinbarung gibt. Gibt es diese, gilt die vereinbarte (evtl. verkürzte) Kündigungsfrist. Ohne Kündigungsvereinbarung kannst Du diesen nicht kündigen, er endet mit Erreichen des vereinbarten Beendigungsdatums/Zwecks.

Für eine fristlose Kündigung gibt es keinen Grund

Verträge sind grundsätzlich einzuhalten.

Wenn du den Vertrag unterschreibst, kennst du auch die Kündigungsfristen. Bei einer Probezeit sind diese recht kurz.

Daran solltest du dich halten, sonst könntest du Schadenersatzpflichtig gemacht werden.

Eine fristlose Kündigung geht da nicht. Kündigen kannst du den unterschriebenen Arbeitsvertrag zu den Bedingungen die im Arbeitsvertrag unter "Kündigung" vereinbart wurden.

Steht da nichts drin, dann kannst du ganz normal unter Einhaltung der Kündigungsfrist den Vertrag kündigen.

Wenn eine Kündigung vor Antritt der neuen Arbeitsstelle ausgeschlossen wurde, musst du die Stelle antreten und kannst während der Probezeit erst kündigen.

Trittst du die Arbeitsstelle nicht an, weil eine Kündigung ausgeschlossen wurde, du aber ein besseres Unternehmen finden konntest, könnte das für dich teuer werden.

Mir ist das vor Jahren passiert. Hatte auch einen Vertrag abgeschlossen in dem eine Kündigung vor Antritt der neuen Arbeitsstelle ausgeschlossen wurde. Habe aber bei einer anderen Firma die mir eher zusagte, einen weiteren Arbeitsvertrag unterschrieben.

Der erste Arbeitgeber verklagte mich. Es ging ans Arbeitsgericht. Ich verlor. Bin dann in die Berufung gegangen und verlor erneut. Dann bis vors Bundesarbeitsgericht und auch da zog ich den Kürzeren.

Habe die Stelle trotzdem nicht angetreten. Schadenersatzklage gegen mich. Mich kostete das über 10 000.--DM nur an Schadenersatz.

Wollte damit nur sagen, dass man sich da den Vertrag genau durchlesen muss, oder man geht eben das Risiko ein wie ich damals.

Heute und aus der zeitlichen Distanz betrachtet, war meine Entscheidung die absolut richtige, auch wenn mich das Geld gekostet hat.

Fristlos kündigen ist nicht drin.

Du kannst aber mit dem Arbeitgeber, der es dann doch nicht werden soll, einen Aufhebungsvertrag vereinbaren. Wenn du ihm die Situation möglichst bald erklärst, wird er dir im Normalfall keine Steine in den Weg legen. BTDT.

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