Arbeitsvertrag erstellen

2 Antworten

Ein ganz gute Aufzählung findet man im Nachweisgesetz. Dort ist im § 2 festgehalten, welche wesentlichen Bedingungen eines Arbeitsvertrages durch den Arbeitgeber aufzuzeichnen sind. Dies sind:

Namen und Anschrift der Vertragsparteien

Zeitpunkt des Beginns der Beschäftigung

bei einem befristeten Vertrag die geplante Dauer der Beschäftigung

den Arbeitsort, bei wechselnden Orten einen Hinweis dazu

eine Tätigkeitsbeschreibung

die Höhe des Arbeitsentgelts einschließlich von Zuschlägen

vereinbarte Arbeitszeit

Dauer des jährlichen Erholungsurlaubs

Kündigungsfristen

Hinweis auf für dieses Arbeitsverhältnis geltende Tarifverträge, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen.

Wenn jetzt im Arbeitsvertrag ein Stundenlohn unterhalb des Mindestlohnes festgehalten ist, macht das nicht den gesamten Vertrag ungültig. Der Arbeitnehmer hat ein Recht auf Zahlung des Mindestlohnes und hat selbst dann einen Anspruch auf Mindestlohn, wenn vertraglich ein niederigerer Stundenlohn vereinbart wurde. Der Mindestlohn ist "unabdingbar". Und selbst, wenn du keinen Arbeitsvertrag hast, hast du Anspruch auf den Mindestlohn.

Auch alle anderen Arbeitnehmerrechte stehen dir zu, unabhängig davon, ob es einen Arbeitsvertrag gibt oder nicht. Diese Rechte sind gesetzlich geregelt, wie z.B. Mindesturlaub von 24 Tagen, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall usw. Aber - Sinn der Schwarzarbeit ist es ja gerade, dies alles zu umgehen, Steuern und Sozialversicherungsbeiträge zu sparen.

Fazit: Solltest du wirklich "schwarz" arbeiten, wirst du keinen Arbeitsvertrag bekommen.

Was möchtest Du wissen?