Arbeitsvertrag - 8 Überstunden pro Woche mit Gehalt abgegolten?

5 Antworten

Das heißt das Du erst ab der 9ten Überstunde bezahlt wird. 8 h sind im Grundgehalt bereits enthalten. Keine unübliche Praxis.
D.h. aber nicht, das Du diese 8 Stunden leisten mußt. Es sei denn die Formiulierung würde z.B. lauten: "Der Arbeitnehmer xxxx ist bereit 8h Mehrarbeit ohne finanziellen Ausgleich pro Woche zu leisten." Ist das nicht der Fall kannst Du auch nein sagen.
Allerdings, in Notfällen oder unvorhersehbaren Fällen mußt Du nach Feierabend doch ran (Treuepflicht, § 14 Abs. 1, Arbeitszeitgesetz)

Danke! Die Formulierung ist genau wie o.a.

"Jede Woche 8h umsonst Arbeiten?" 

Genau das bedeutet es. Im Monat wären das 32 unbezahlte Stunden - also fast eine Woche.

Dies ist zulässig, da die höhe der Mehrarbeit genau bestimmt ist. Nach der rechtsprechung der Arbeitsgerichte sind bis 10 Wochenstunden angemessen.

nein das stimmt so nicht, Überstunden können zwar verlangt werden, aber nicht unbezahlt oder mit Freizeitausgleich. Nur bei einigen AT Angestellten kann man das im Vertrag so regeln.

@Nordan

Das ist leider falsch!

Solche Vereinbarungen sind erlaubt, wenn sie bestimmten inhaltlichen Voraussetzungen entsprechen.

@ ich500:

"Nach der rechtsprechung der Arbeitsgerichte sind bis 10 Wochenstunden angemessen"

Eine solche Festlegung durch "die" Rechtsprechung gibt es nicht.

Eine pauschale Abgeltung von Überstunden in Höhe von 20 % der vereinbarten Wochenarbeitszeit kann durchaus als unangemessen und die Klausel damit insgesamt als unwirksam geurteilt werden - es kommt auch auf die sonstigen konkreten Umstände an.

Im Netz gefunden:

Das Weisungsrecht be­rech­tigt den Ar­beit­ge­ber nicht da­zu, vom Ar­beit­neh­mer Über­stun­den zu ver­lan­gen. Das liegt dar­an, dass der Ar­beits­ver­trag den Um­fang der von Ih­nen als Ar­beit­neh­mer zu leis­ten­den Ar­beit fest­legt. Könn­te der Ar­beit­ge­ber ein­sei­tig im We­ge des Wei­sungs­rechts an die­ser Schrau­be dre­hen, würde er die we­sent­li­chen Ver­trags­in­hal­te ein­sei­tig verändern.

Mit „Not­si­tua­ti­on“ ist nicht et­wa ein plötz­li­cher Großauf­trag ge­meint oder ei­ne ver­spätet ein­tref­fen­de große Wa­ren­lie­fe­rung, son­dern ei­ne Ka­ta­stro­phe wie ei­ne Über­schwem­mung oder ein Brand. Sol­che Er­eig­nis­se kann der Ar­beit­ge­ber nicht vor­her­se­hen, und außer­dem steht dann mögli­cher­wei­se die Exis­tenz des Be­triebs auf dem Spiel.

Könnte man damit unbezahlten Überstunden entgehen!?

Das klingt nicht unüblich.

Deine Überstunden werden nicht ausbezahlt. 

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