Arbeitsunfall , wer zahlt was?

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Während der Reha besteht Arbeitsunfähigkeit, darum wird auch weiter Lohnfortzahlung bzw. Verletztengeld (statt Krankengeld) gezahlt.

Übergangsgeld wird aus Anlass einer beruflichen Rehamassnahme, der Umschulung, gezahlt. Dazu wird es bei einem gebrochenen Arm aber nicht kommen.

Evtl. steht dir für die Zeit nach Beendigung der unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit Rente zu, einen entsprechenden Antrag kannst du bei deiner BG stellen. Die müssen zwar von Amts wegen derartige Feststellungen treffen, tun dies aber nur dann wenn es einen Hinweis auf einen evtl. Rentenanspruch gibt. Wenn du den Antrag stellst hat dies für dich außer dem Risiko, einen Ablehnungsbescheid zu erhalten, keinerlei Risiko. Unfallrenten können für einen bestimmten Zeitraum (als Gesamtvergütung oder als Rente für zurückliegende Zeit) oder als laufende Rente gezahlt werden. Sie sind steuerfrei und werden weder auf Einkommen oder andere Renten angerechnet. Lediglich Zahlungen anderer Versicherungsträger wie Renten der Rentenversicherung oder Leistungen der Arbeitsagentur (ALG 1 oder 2) werden bei Bezug einer Unfallrente ggf. gekürzt.

Rente wird von Amts wegen geprüft. Antrag muss man nicht stellen. Sind die Beschwerden noch so schwer, dann besteht auch Behandlungsbedürftigkeit und der Arzt berichtet der BG über die noch bestehenden Folgen. Sind diese evtl. rentenberechtigt, prüft BG automatisch. Anträge von Verletzten sind meist nur ein Begehren des Betroffenen (aufgrund Aussagen wie oben, die suggerieren jeder bekommt Rente wenn man es beantragt - das Wort evtl. erweckt den Anspruch ). Jedoch führen Anträge eher zu keinem Anspruch. Wie gesagt, BG prüft das von Amts wegen. Antrag nicht notwendig.

Bei einem Arbeitsunfall besteht genau wie bei Krankheit eine Lohnfortzahlung  der ersten 6 Wochen , danach übernimmt die zuständige Berufsgenossenschaft ein sogenanntes Verletztengeld. Wenn du während der Zeit in der Reha bist ändert dies nichts daran , dass die Berufsgenossenschaft zahlen muss. Ich hoffe das war hilfreich . Viele Grüße 

Die ersten 6 Wochen zahlt der Arbeitgeber und dann die Berufsgenossenschaft.

Die Leistung kommt von der Berufsgenossenschaft, wird jedoch von deiner Krankenkasse ausgezahlt.

Es ist auch richtig dass die ersten 6 Wochen dein Arbeitgeber dein Gehalt weiterzahlt. NIcht 3 Wochen.

Übergangsgeld gibt es nur bei Teilhabemaßnahmen (statt Verletztengeld).

Hallo,

die gesetzliche Unfallversicherung zahlt nach Ende der Entgeltfortrtzahlung Verletztengeld (VG) (wenn es eine medizinische Reha und keine Umschulung ist).

Das VG beträgt 80% des Bruttoverdienstes, aber nicht mehr als 100% des Nettos. Vom Verletztengeld werden noch die Arbeitnehmeranteile zur Renten- und Arbeitslosenversicherung abgezogen.

http://www.dguv.de/de/Rehabilitation-Leistungen/Geldleistungen-Entschädigung/Verletztengeld/index.jsp

Gruß

RHW

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