Arbeitsunfähig, dennoch Kind einer Freundin betreuen?

4 Antworten

also wenn das umsonst noch 3,5 Monate so geht, 5 tage die woche (kitas machen nämlich erst im September wieder auf..) würde ich das nicht mehr als "Freundschaftsdienst" bezeichnen..

ich an deiner stelle würde mich lieber schonen, wenn du schon aus gesundheitlichen/schwangerschaftsgründen nicht arbeiten kannst. die Betreuung eines dreijährigen ist nicht zu unterschätzen. das musst du wissen, ob du das gerne machen würdest.

ich bin Erzieherin, also es ist nicht so, dass ich nicht weiß, was ich da mache, habe selber auch schon 2 Kinder=) 

mir gings eher um das rein rechtliche

Liebe AnnaMSB!

Ich sehe da zwei Probleme: Erstens bist du bestimmt nicht ohne Grund arbeitsunfähig geschrieben. Vermutlich würdest du mit dem dritten Kind, das du dann außer deinen zwei eigenen betreust, das Ungeborene gefährden!

Zwar bist du Erzieherin, aber ja vom Jugendamt nicht als Tagesmutter geprüft und zugelassen. Vor dem Gesetz darfst du also nur 15 Stunden in der Woche ein Kind betreuen, und das auch nur, wenn der Zeitraum insgesamt 3 Monate nicht übersteigt. Das ist gesetzlich genau geregelt. Alles andere ist Tagespflege!!!! Kein Freundschaftsdienst mehr! Wenn du diese Zeiträume überschreitest, und das wirst du schon bei einer Halbtagsbetreuung, MACHST DU DICH STRAFBAR!

Persosen, die arbeitsunfähig sind, bekommen sowieso nicht die Erlaubnis des Jugendamtes, mit Kindern zu arbeiten.

Außerdem zahlst nicht in die Berufsgenossenschaft ein und es ist für mich fraglich, mit welchem Status das Kind deiner Freundin dann versichert wäre...

Für diese gut 3 Monate sollte sich deine Freundin noch selber um ihr Kind kümmern, denn ihm für so einen kurzen Zeitraum noch eine Betreuungsperson vorzusetzen, von der er sich nach kurzer Zeit schon wieder verabschieden muss, wäre unnötig grausam (Bindung).

LG, deine Tagesmutter

hallo, ich habe die Pflegeerlaubnis vor 4 Monaten erhalten, darf also rein rechtlich als Tagesmutter arbeiten:)

Es ist halt nur klar, dass das Jugendamt das so nicht finanzieren kann, wenn ich AU bin. AU bin ich, weil ich mein letztes Kind in der Schwangerschaft verloren habe und deswegen als Risikoschwangere gelte. Außerdem darf man in der Krippe so gut wie nie schwanger arbeiten (Cytomegalieschutz fehlt mir). Der Kleine meiner Freundin ist aber trocken.

@AnnaMSB

Liebe AnnaMSB, das mit deiner Fehlgeburt tut mir leid. Geht es dir denn sonst körperlich wirklich gut genug für ein quirliges Kleinkind (bücken, tragen, aufheben...) ?

Aber das mit dem Jugendamt ist ja super! Hätte ich nicht gedacht, dass du mit AU-Bescheinigung die Erlaubnis bekommst. Du hattest nichts von einer Pflegeerlaubnis geschrieben - das war ja eigentlich deine Frage, hatte ich jedenfalls so verstanden. Aber dann ist es ja gut. Da hat der Lütte ja richtig in den Schmalztopf gegriffen mit einer Erzieherin als Tagesmutter :-) !

Aber wieso sollte das Jugendamt das finanzieren? Da du ja eine Pflegeerlaubnis hast, machst du mit der Mutter einen Betreuungsvertrag. Beispiele dafür gibts bei uns im Jugendamt oder z.B. bei www.Laufstall.de, der deckt 100.000 Eventualitäten ab. Oder du strickst dir selber einen. Aber es ist wichtig VORHER über alles zu sprechen, damit man, wenns mal dicke kommt, nicht im Streit auseinandergeht!

Die Mutter überweist dir dann im Voraus am Monatsersten das vereinbarte Betreuungsgeld. Hier im Kreis Plön sind das im Durchschnitt 3,50 Euro die Stunde. Wenn die Mutter sich die Betreuung nicht leisten kann, kann sie Zuschüsse ("Förderung") beim Jugendamt, beim Kreis, Stadt oder Gemeinde beantragen. Bei uns zahlt der Kreis nur dann ALLES, wenn das Kind über ein Jahr alt ist und somit einen Anspruch auf Halbtagsbetreuung hat, die Eltern aber arbeitslos, Schüler oder Studenten sind. Ansonten zahlen doch sowieso die Eltern! Na ja, wahrscheinlich gibt es dann in deinem Fall wegen der AU auch keine Zuschüsse... Aber ihr seid ja befreundet :-)

Auch darum ist ein Vertrag wichtig. Nicht, dass du dir hinterher ausgenutzt vorkommst, für ´nen Appel un ´nen ei gearbeitet zu haben...

Viel Spaß mit dem Lütten und viel Glück für dein Baby!

Doch klar. Das ist kein Problem. Du darfst ja nur nicht arbeiten gehen wegen der Gefahr der Ansteckung durch Kinder.( Röteln, intrigieren etc). Aber auf den Sohn der Freundin darfst Du aufpassen, mit der Bezahlung müsst ihr nur drauf achten, das es keiner merkt, am besten bar.

Bekommst du Geld dafür?

sie meinte sie würde mir gerne bar etwas geben dafür, aber ich weiß nicht was oder wie viel also keinen festen Lohn oder so

sie meinte sie würde mir gerne bar etwas geben dafür, aber ich weiß nicht was oder wie viel also keinen festen Lohn oder so

@AnnaMSB

Wo ist bei dir der Unterschied zwischen "etwas bar geben" und "Lohn"? Außer das das erste dann Schwarzarbeit wäre...?

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