Arbeitsamt und Kündigung?

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Muss ich dem Arbeitsamt einen Grund für eine fristlose Kündigung seitens des Arbeitgebers mitteilen?

Nein, eine Verpflichtung besteht nicht, aber der Arbeitgeber wird wohl einen Fragebogen ausfüllen.

Es folgte dann eine hilfsweise fristgerechte Kündigung.

Das wird gemacht, weil der Arbeitgeber nicht überzeugt ist von der Wirksamkeit der fristlosen Kündigung.

In der Regel muss z.B. eine Abmahnung erfolgen und erst im Wiederholungsfall darf dann gekündigt werden.

Du solltest zum Arbeitsgericht gehen und dort Kündigungschutzklage einreichen, dazu hat man drei Wochen ab Zugang der Kündigung die Gelegenheit.

In erster Instanz kann man das auch ohne Anwalt machen; hingehen und Klage aufnehmen lassen.

Mein Anwalt sagte mir, dass über 80% aller fristlosen Kündigungen nicht durchkommen und in eine normale Kündigung umgewandelt werden.

Manchmal hat man auch das Glück eine Abfindung zu bekommen; was aber keine Pflicht ist.

Ich würde auf jeden Fall Kündigungsschutzklage einreichen und das darfst Du der Agentur für Arbeit mitteilen.

Was ist denn der Grund der fristlosen Kündigung und hast Du vorher schon eine Abmahnung erhalten aus dem gleichen Grund bzw. hast Du nach der Abmahnung das gleiche Fehlverhalten gemacht?

Ich habe keine Abmahnung bekommen und was man mir so richtig vorwirft????Klage hab ich eingereicht.

@Locke1965

Ein Fehlverhalten kann bzw. muss mit einer Abmahnung geahndet werden.

Z.B. wenn Du mehrfach zus spät zur Arbeit kommst. Sollte der Arbeitgeber Dir dafür eine Abmahnung geben, dann ist im Wiederholungsfall eine Kündigung gerechtfertigt.

Wenn Du Klage eingereicht hast, dann wird ja alles seinen Weg gehen. Wahrscheinlich erst mal ein Gütetermin.

@johnnymcmuff

Was passiert bei einem Gütetermin?

@Locke1965

Der Vorsitzende schätzt die Situation ein und sagt wie eine Verhandlung ausgehen könnte.

Er fragt die Parteien ob sich sich ohne Verhandlung einigen können, z.B. auf eine fristgerechte Kündigung zum ...

Bei meiner Verhandlung wurde der Gegenseite ganz klar gesagt, dass sie einen Prozess verlieren werden und es besser und billiger ist sich ohne Verhandlung zu einigen.

Du musst dich nur Arbeit suchend und dann persönlich Arbeitslos melden, warum du gekündigt wurdest kannst, musst du aber nicht mitteilen, dass wird dann dein EX - AG für dich übernehmen, denn dieser ist verpflichtet die Arbeitsbescheinigung die du bekommen hast bzw.dann bekommst auszufüllen und darin wird dann der Grund für die Kündigung angegeben sein.

Solltest du an der Kündigung selber Schuld sein, also dich vertragswidrig verhalten haben oder sogar ohne wichtigen Grund selber gekündigt oder einen Aufhebungsvertrag unterschrieben haben, dann gibt bzw.kann es eine Sperrzeit von bis zu 12 Wochen geben, diese Sperre würde dir dann von deinem Gesamtanspruch abgezogen und ginge dir verloren.

Wenn du denkst zu Unrecht gekündigt worden zu sein, dann musst du nach Erhalt der Kündigung innerhalb von 3 Wochen Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht einreichen.

Muss ich dem Arbeitsamt einen Grund für eine fristlose Kündigung seitens des Arbeitgebers mitteilen?

Nein - Du nicht - allerdings wird Dein Arbeitgeber dies im entsprechenden Fragebogen des AA machen. Aber im Grunde genommen , egal wie ( fristlos oder fristgerecht ) , wenn Deine Kündigug verhaltensbedingt erfolgte, wirst Du eine 12-wöchige ALG-Sperre erhalten.

der grund der kündigung seitens des arbeitgebers wird dem arbeitsamt mitgeteilt. für eine fristlose kündigung gibt es nur fehlverhalten dienerseits. das kann zur sperre führen.

Nein. Das macht der Arbeitgeber dann schon im Fragebogen...

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