Arbeitgeber vertuscht Überstunden, wie vorgehen?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Tja das ist halt ein sehr beliebter Trick.

Die Arbeitnehmer versuchen die Löhne zu drücken, indem Arbeitsstunden nicht richtig erfasst werden oder falsch abgerechnet.

Wenn es um das eigene Geld geht, dann ist den Arbeitsgebern nichts egal und da wird dann die Kasse 10 mal am Tag nachgezählt und überall Kameras aufgehängt.

Und Erfassung von arbeitszeiten ist dann aufeinmal eine unlösbare bürokratische Mehrbelastung??

Mit dem Arbeitgeber wirst du einfach nciht glücklich, das hat einfach System. Na klar kann man dagegen auch klagen, nur in dem Betrieb wirst du dann niemals Karriere machen.

Deswegen mein Tipp. Lass dir einaml die Woche deine Arbeitsstunden vom Arbeitgeber abzeichnen !!!!.

Genau, das würde ich auch so machen, die Stunden in eine Tabelle schreiben und einmal pro Woche abzeichnen lassen.

Danke dir erst mal, du hast schon Recht mit dem was du da schreibst, aber meine "Karriere" in dem Laden kann mir glücklicherweise relativ egal sein, da es, wie gesagt, nur ein Nebenjob ist auf den ich nicht angewiesen bin.

Na klar kann man dagegen auch klagen, nur in dem Betrieb wirst du dann niemals Karriere machen.

Letzteres wäre wie gesagt irrelevant, aber selbst wenn ich dagegen klage hätte ich doch eigentlich gute Chancen, allein wegen der Sache, dass die Arbeitszeiten nicht aufbewahrt wurden, wozu sie eigentlich verpflichtet sind, zumindest soweit ich weiß ^^.

@OrangeTree

Dann geht zum Arbeitsgericht - dafür sind die da :)

@Meisenhunter

Hmm, falls man da sich auch erstmal beraten lassen kann, wäre das wohl eine Idee. Danke.

@OrangeTree

Ja klar. Nimmst halt alles mit, was du hast. Deine Aufzeichnungen, Arbeitsvertrag usw. Und dann schilderst du den Fall. Die sagen dir dann schon, was welche Aussichten hat und was geht und was nicht. Die kennen das zur Genüge... Viel Erfolg :)

Du gehst vor Gericht und beweist was du sagst. Und damit das lustiger wird: Gib Kunden und Lieferanten als Zeugen an, ob die was zu sagen haben ist erst einmal egal. Denn dein Chef wird die nicht laden lassen wollen und nachgeben.

ABER

In einen Kleinbetrieb oder bei einem befristeteten Arbeitsvertrag oder in der Probezeit bist du den Job sicher los.

Danke, aber zählen denn meine eigenen Aufzeichnungen schon als Beweis? Wirklich nachweisen kann ich meine Zeit ja sonst nicht, aber da der Arbeitgeber die Stunden selbst nicht archviert hat hat er wohl ohnehin der Kürzeren gezogen ... Naja was zu verlieren hätte ich nicht, da ich auf den Job nicht angewiesen bin, auf einen Prozess will ich es aber auch nicht wirklich hinauslaufen lassen, weiß auch nicht ob sich das überhaupt lohnen würde.

@OrangeTree
aber zählen denn meine eigenen Aufzeichnungen schon als Beweis?

Zumindest können sie als Anscheinsbeweis gelten und Deine Klage stützen.

Ein Richter würdigt die Gesamtumstände. Und wenn ein Arbeitgeber keine eigenen Aufzeichnungen zur Arbeitszeit vorlegen kann, Du aber schon, dann lässt das alleine bereits den Arbeitgeber in einem wenig guten Licht dastehen. Zu den Gesamtumständen zählt dann auch ein solch "weiches" Kriterium wie das, welchen Eindruck Kläger (hier Du) und Beklagter (Dein Arbeitgeber) auf den Richter machen.

Eine entsprechende Drohung (Ankündigung von rechtlichen Schritten) gegen Deinen Arbeitgeber könnte alleine eventuell schon hilfreich sein.

@Familiengerd

Arbeitest du denn alleine im Keller, kommst bei Dunkelheot und gehst im Kerzenschein. Wenn du Montag die Kundin Meier gesehen, Dienstagt mit dem Postboten geredet hast und Mittwoch ein Fax verschickt - hast du doch Beweise. Einfach hinschreiben Zeuge: Meier, Postbote und Faxempfänger
Dein Chef wird die niemals laden lassen, er hat keine Ahnung wen du gesprochen hast vor 4 Wochen.

@topbaugutachter

Gehaltsforderungen verjähren oft sehr schnell - Tarif und Arbeitsvertrag lesen !! Dann hilft nur klagen

@topbaugutachter
Gehaltsforderungen verjähren oft sehr schnell

Das ist ein wichtiger Hinweis! 👍

Entweder gesetzliche Verjährungsfrist von 3Jahren (aus 2018 also bis zum 31.12.2021) oder vertragliche Ausschlussfristen: einzelvertraglich mindestens 3 Monate, tarifvertraglich mindestens 1 Monat, meist (zum Teil zweistufig) 3 oder 6 Monate.

Nach dem (vagen) Eindruck, der hier vom Arbeitgeber vermittelt wird, darf man (bei aller Vorsicht) aber annehmen, dass es hier keine Vereinbarungen zu Ausschlussfristen gibt.

@Familiengerd

Danke euch soweit schon mal für eure Ratschläge, Einen schriftlichen Arbeitsvertrag gab's und gibt's in dem Laden auch nicht wirklich, bei der Bewerbung wurde nur gesagt, was und wann gezahlt wird und wie das mit Überstunden läuft. Das war's, haha.

Mittlerweile hat sich jedoch auch ein anderer Mitarbeiter bei mir gemeldet, dem seine Überstunden auch nicht angerechnet wurden. Lässt vielleicht die Hoffnung, dass bei den Überweisungen geschlampt wurde. Wie auch immer, ich werde zunächst mal abwarten und auf Dialog setzen.

@OrangeTree

Was bleibt ist jammern und schimpfen .... dann lass es

@topbaugutachter

Der AG hat angekündigt, sich das anschauen zu wollen, auch unter zuhilfenahme meiner eigenen Aufzeichnungen. Schauen wir mal, was draus wird. Ich finde es schon mal gut, dass nicht komplett auf stur geschaltet wird, lach.

@OrangeTree

Nicht lange warten, Forderungen aus Gehalt verjähren. Ich würde enge Fristen setzen und notfalls klagen !! Die sitzen das evtl. nur aus

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