Arbeitgeber fragen wegen Heiraten und Kinder kriegen

5 Antworten

Fragen kann er das kannst du nicht verhindern. Aber nachdem es ihn nichts angeht kannst du hier lügen ohne, dass es Konsequenzen hat. Du musst ihm auch nicht sagen, was du davon hältst. Und eine gute "Beziehung" zum Arbeitgeber hat man nur, wenn der "Vertrag" stimmt. Du arbeitest, er bezahlt dich dafür und ihr beide respektiert einander. Wenn du dann irgendwann wegen Familienplanung doch gehst oder Forderungen stellst wird sich herausstellen, was er davon hält. Aber letztendlich geht es hier ums Geschäft und nicht persönliches Empfinden. Schön, wenn man sich mit dem Arbeitgeber gut versteht. Aber nicht nötig solange der gewisse geschäftliche Abstand gewahrt wird.

Du darfst auch lügen bzw. es darf dir nicht negativ ausgelegt werden, wenn du deinen Lebensplan änderst. So viel kann ja kein Arbeitgeber zahlen, dass du deine Familienplanung danach ausrichtest, was er will!

Nein, die Frage darfst du natürlich falsch beantworten. Er will wahrscheinlich nur herausfinden, ob er langfristig auf dich bauen kann. Wenn du im Vorstellungsgespräch erwähnst, dass du in einem halben Jahr heiratest und dann so schnell wie möglich ein Kind haben möchtest, dürfte er also nicht sehr begeistert davon sein; sprich, es kommt dann sehr wahrscheinlich eine Absage.

Deshalb musst du hier nicht die Wahrheit sagen. Und es geht ihn außerdem auch nichts an - das ist schließlich deine private Angelegenheit. Du kannst also beispielsweise sagen, dass du keine Kinder möchtest .. wenn du dann wirklich in einem Jahr ein Kind bekommst, hat er eben Pech gehabt. Da kann er dich auch nicht dafür "belangen" .. darfst also ruhig lügen :)

Zu mir hat ein Personaler einmal in einem Vorstellungsgespräch gesagt: "Ich weiß, dass ich Sie das nicht fragen darf; aber ich frage Sie trotzdem: Sind sie schwanger?" Sehr intelligent ;)

Ich hab auf die Frage geantwortet ob er denn auch weiß, dass ich lügen dürfte  xD

Darfst lügen und kannst auch sagen, daran denk ich noch nicht viel. erst in zehn Jahren.

Fragen dürfen sie alles, beantworten musst Du diese Fragen aber nicht. Der Arbeitgeber darf Dir nicht Dein normales, sich im legalen Rahmen bewegendes Privatleben vorschreiben.

Sollten sie Dir wirklich eine solche Frage stellen, kannst Du antworten, dass sich diese hypothetische Frage auf Dein Privatleben und nicht auf Dein Arbeitsleben bezieht und Du sie daher nicht beantworten wirst.

Der Arbeitgeber darf Dir nicht Dein normales, sich im legalen Rahmen bewegendes Privatleben vorschreiben.

Nur die kirchlichen Arbeitgeber dürfen das ungerechterweise. Aber das ist ja nicht Gegenstand der Frage.

@Jorgfried

Ich schrieb "normales, sich im legalen Rahmen bewegendes Privatleben". Kirchliche Arbeitgeber müssen sicherstellen, dass die Arbeitnehmer auch ihr Privatleben mit den Grundlagen christlichen Lebens vereinbaren können, weil man hier Arbeit und Privates oft schlecht trennen kann. Je weniger die eigentliche Arbeit mit Verkündigung zu tun hat, desto weniger spielt das Privatleben eine Rolle. Bei Reinigungskräften z. B. sind private Haltungen und Neigungen eigentlich egal, bei Gesundheits- und Krankenpflegern sowie Erziehern und Pfarrsekretärinnen schon viel weniger und bei pastoralen und liturgischen Mitarbeitern erst recht nicht. Das wissen die Leute, die das machen wolle, aber schon vorher und können sich entscheiden, ob sie das auf sich nehmen wollen oder nicht.

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