Arbeitgeber beantwortet meine eigene Kündigung mit Gegenkündigung. Wie verhalte ich mich richtig?

5 Antworten

Wenn seine Kündigung zum 27.1. in die Kündigungsfrist passt, kannst du da nichts machen 14 Tage sind 14 Tage. Somit hast du der Arbeitsagentur gegenüber wenigstens keine Eigenkündigung.

Ende des Arbeitsverhältnisses ist durch die Gegenkündigung der 27.01. Urlaub der nicht mehr genommen werden kann ist nach § 7 BUrlG auszuzahlen. Du solltest die letzte Abrechnung abwarten und deinen AG bei Ausbleiben der entsprechenden Zahlungen schriftlich mit Fristsetzung auffordern dies nachzuholen. Zahlt er nicht, machst du deinen Anspruch vor dem Arbeitsgericht geltend. Dazu muss man keinen Anwalt in Anspruch nehmen.

Erwaehnt werden sollte hier aber noch, dass durch die Kuendigung zum 27.1. kein Urlaubsanspruch (Teilanspruch) im Jahr 2012 erworben wurde, weil das Arbeitsverhaeltnis dann im Jahr 2012 keinen vollen Monat bestanden hat.

Sollte es sich bei den von Ernst angenommenen 2 Tagen Urlaubsanspruch also nicht um einen aus dem Vorjahr uebertragenen Restanspruch sondern um einen vermuteten Teilsanspruch fuer Januar 2012 handeln, so besteht hier tatsaechlich kein Anspruch.

Kann mir jemand sagen, was nun richtig ist?

Die Kündigung zum 27.01.

In der Probezeit kann mit 2-Wochenfrist gekündigt werden. 14 Tage, keine Arbeits- oder Werktage, sondern Kalendertage: 13.01 + 14 = 27.01 :-O

Chef akzeptiert meine Kündigung nicht.

Doch, aber zum korrekten Datum. Sofern er keine Urlaubssperre verhängt und die beiden Tage ausbezahlen möchte, ist am 25.01. dein ersten freier Tag.

G imager761

Wir haben eine 5 Tage Arbeitswoche. Soll ich dann Samstag und Sonntag Urlaub nehmen? Das glaube ich nun wieder nicht. Wo kann man dies nachlesen? Vom Urlaubsanspruch will der AG nichts wissen. Habe ihn darauf aufmerksam gemacht.

@ernst1952

Wenn du den Januar nicht komplett arbeitest, steht dir für Januar kein Urlaub zu. 2 Tage für jeden vollen Kalendermonat.

Doch, aber zum korrekten Datum.

Nö, zum korrekten Datum hat der Fragesteller schon gekündigt, den die 14 Tage sind nur die Mindestkündigungsfrist. ;)

Denn wenn der Fragesteller also am 12.01. zum 31.01. gekündigt hat dann ist das schon Korrekt. Besser aber wäre es gewesen, dem Chef die Kündigung am 17.01. zu übergeben.^^

"Sofern er keine Urlaubssperre verhängt und die beiden Tage ausbezahlen möchte, ist am 25.01. dein ersten freier Tag."

Kannst du das mal naeher erklaeren? Wenn die beiden Tage ausbezahlt werden sollen, ist natuerlich der 27.1. der letzte Arbeitstag und somit der 28.1. der erste arbeitsfreie. Sollen die 2 Tage aber gewaehrt werden und dies auch direkt am Ende des Arbeitsverhaeltnisses, dann ist der 25.1. nicht der erste freie Tag sondern der letzte Arbeitstag. Urlaubstage waeren dann der 26.1. und der 27.1.

Dies aber alles natuerlich nur dann, wenn wirklich noch ein Anspruch auf 2 Urlaubstage besteht (also auf aus dem Vorjahr uebertragenen Resturlaub weil im aktuellen Jahr ja gar kein Urlaubsanspruch erworben wird).

Der Chef hat deine Kündigung zu akzeptieren. Und wenn er nicht will, dann hat er Pech. Du kannst die 2 Tage sinnvoll nutzen um beispielsweise Vorstellungsgespräche zu machen. Da kann der Chef dir gar nix.

Aber wenn du selber kündigst, bekommst du eine Sperre.

Ich habe gegenüber dem AA keine Ansprüche. Partner verdient zu viel, daher konnte ich selbst kündigen. Ich habe am 12.01.12 bewusst zum 31.01.12 gekündigt, da mir ja aus dem voll erbrachten Monat Dezember Urlaub zusteht, was mir aber der Arbeitgeber verweigert. Dieser hat mit einer Gegenkündigung zum 27.01.12 gekündigt. Ich könnte lachen, wenn es nicht so traurig wäre.

Die Frist beträgt 2 Wochen. Deine Urlaubstage kannst du auch innerhalb dieser 2 Wochen nehmen :) Du musst nicht extra länger Arbeiten.

Ok, aber in der Frage wäre sinnvoll auch zu schreiben gewesen was ab 01.02.12 ansteht. Wennn dann der Gang zur ARGE fällig wäre, wäre ein Verzicht auf die 2 Urlaubstage sinnvoller als eine sonst mögliche 3-Monatssperre. Ich würde sehr genau überlegen, vielleicht hat der AG mit seiner Gegenkündigung nur Gutes erreichen wollen.

Streiten, Anzeigen oder auch Klagen scheint zwischenzeitlich zu einer Tradition geworden zu sein ? Das aber ist nur ein Gefühl.

Ich benötige die Arge nicht. Habe noch einen kleineren Nebenjob, wovon der AG auch wusste. Wollte einfach für ein paar Stunden noch gebraucht werden und anschreien und anbrüllen, muss ich mir nicht antun.

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