Anzeige wg. Betrug bei Staatsanwaltschaft - trotzdem Zivilklage nötig?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

In einem Strafverfahren wird der Täter vom Staat für die Straftat bestraft, die er begangen hat. In einem Zivilverfahren hat das Tatopfer die Möglichkeit, seinen Schaden von dem Täter ersetzt zu bekommen. Ja, es ist eine Zivilklage erforderlich, weil der Staat nicht für das Tatopfer dessen Ansprüche geltend macht.

Wie ich mir das schon gedacht habe, dann sollte aber die Entscheidung der StA auch auf die folgende Klage Einfluss haben, nehme ich an? Danke für die Antwort!

@nubes

Ja, die Verurteilung in einem Strafverfahren ist in einem Zivilverfahren ein Beweismittel. Das Zivilgericht MUß sich das Urteil nicht zu Eigen machen, wird dies aber in aller Regel tun.

@skyfly71

Danke skyfly71!

Der Staatsanwalt bemüht sich darum, dass der Täter überführt und bestraft wird. Wenn du dein Geld zurück haben willst, musst du zivilrechtlich klagen. Das sind zwei verschiedene Schuhe.

Hallo! Ich würde den Schädiger per Übergabeeinschreiben und mit einer Fristsetzung von 10 Werktagen zur Rückabwicklung, bezugnehmend auf das abgeschlossene Strafverfahren, auffordern. Es liegt doch nahe, dass er zivilrechtlich jeden Prozess verlieren würde. Daher würde ich zunächst den einfachsten und günstigsten Weg wählen. Eine Steigerung ist immer möglich!Gruss zunky

Normal ja. Denn Schadensersatz ist eine zivilrechtliche Sache.

das habe ich schon befürchtet (wg. der Anwaltskosten, falls doch was schief läuft und ich den Rechtsstreit nicht gewinnen sollte), allerdings dürften die Chancen durch die Verurteilung durch die StA dann doch für mich steigen oder sehe ich das falsch? Wird das ein komplett neues Klageverfahren oder fließt die Entscheidung der StA mit ein?

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