Anzeige wegen Verletzung höchstpersönlichen Lebensbereich durch Bildaufnahmen § 201 StGB

1 Antwort

Diese Anklage ist ziemlich haltlos. Zunächst mal war derjenige dumm genug das Bildmaterial freiwillig in Umlauf zu bringen bzw. anzufertigen. Darüber hinaus ist §201 StGB Die Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes (Sollte das schreiben nicht den §201 a, der nämlich Verletzung höchstpersönlichen Lebensbereich durch Bildaufnahmen ist, nennen hat dein Gegenspieler also schon mal einen schusseligen Anwalt- Punkt für dich). Also ein Verbot nicht öffentlich Gesagtes aufzuzeichnen und zu verwenden bzw. für Dritte zugänglich zu machen.

Sofern du nicht an der Verbreitung des Bildes beteiligt warst oder explizit verlangt hast es zu erhalten wird kein Richter der klar bei Verstand ist eine Strafe gegen jemanden verhängen der unwillentlich ein freiwillig aufgezeichnetes Nacktbild gesendet bekommen hat. Das du es demjenigen gesendet hast könnte schon eher zum Problem werden.

Im StGB steht eindeutig dass die Anfertigung und das zur Verfügung stellen an Dritte strafbar sind. Sollte also der "Geschädigte" in diesem Fall als "Dritter" angesehen werden bist du wohl schuldig. Meiner Meinung nach ist er allerdings der "Erste" in diesem Fall. Muss der Richter entscheiden. :/

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