Anzeige wegen Betrug. Was tun?

5 Antworten

Das aussagen, was passiert ist. Er sollte schlicht ehrlich sagen, dass er durcheinander gekommen ist bei mehreren Verkäufen, dass aber definitiv keine böse Absicht dahinter stand - dann wird es nämlich nahezu unmöglich ihm einen Betrug nachzuweisen, da die Absicht den anderen zu schädigen fehlt. Du solltest auch ehrlich sagen, Du warst nicht dabei, kannst also selbst nichts dazu sagen. Kannst aber ggf. dazu sagen, dass er dir die Geschichte wie oben beschrieben geschildert hat.

Mehr würde ich gar nicht machen. Ehrlichkeit sollte sich da, wenn es denn wirklich ein Versehen war, auch auszahlen. Dann ist es für die Käuferin zwar ärgerlich, aber sie bekommt ihr Geld zurück und die Sache ist, was den Vorwurf des Betruges angeht, erledigt.

setzt euch mal mit der Käuferin in Verbindung und versucht zu erklären, dass das nur aus versehen so passiert ist. Man kann ja normal miteinander reden und muss nicht gleich vor gericht gehen, ich meine: es geht um eine Tasche! reagiert sie da nicht ein bisschen über (die Käuferin).das dürft ihr ihr nat. nicht sagen, aber wenn ihr nett und freundlich das Missverständnis aufklärt....vielleicht zieht sie ihre anzeige zurück

Die Verkäuferin ist nicht grundsätzlich im Unrecht. Hier muss man differenzieren. Sie hat extra versicherten Versand gewählt. Das dann unversichert versandt wird und genau dann die Tasche abhanden kommt ist natürlich super ärgerlich aus ihrer Sicht und riecht erstmal ein wenig nach Betrug - schließlich hatte sie explizit um versicherten Versand gebeten.

Das Problem ist auch: Jetzt wo die Polizei einmal die Ermittlung aufgenommen hat, ermittelt sie von Amts wegen. Sie kann also rechtlich die Ermittlung nicht einstellen, bloß weil die Streitenden sagen "Wir haben uns schon anders geeinigt".

Haben wir versucht , aber sie besteht darauf zur Polizei zu gehen

Na das ist mal was neues, sonst verlangt der Käufer UNversicherten Versand und die Ware soll angeblich nicht angekommen sein. Hier mal anders herum.

Und weswegen die Anzeige? Ist die Ware nicht angekommen. Nun, wenn versichert vereinbart, so muss man sich auch daran halten auch wenn man sooooo viel zu tun hat. Ob der Staatsanwalt das Verfahren wegen Betrug überhaupt eröffnet, habe ich so meine Zweifel. Aber hängt vom Fall und Faktoren ab, die ich nicht kenne.

War ihr nun machen sollt: Hingehen und Aussagen machen und nicht gerade lügen.

Wenn versicherter Versand vereinbart war, und er verschickt dies unversichert, haftet er bei Verlust.

Was er jetzt tun kann, ist den Artikel nochmals versenden (diesmal versichert), oder wenn dies nicht möglich ist den Kaufbetrag erstatten.

Einer Vorladung von der Polizei müsst ihr nicht erscheinen und auch nicht absagen.
Würde einen Anwalt in diesem Fall hinzuziehen.

Ehrlich währt am längsten. Ich würde einfach beider Wahrheit bleiben, so kann sich niemand verhaspeln und es macht sich auch niemand weiter strafbar. Du musst aussagen, dass du nicht dabei warst und er sollte versuchen das außergerichtlich zu klären, indem er der Person das Geld zurückgibt und sie evtl sogar die Anzeige zurückzieht. Klar hat er dann weder das Geld noch den Artikel aber den Artikel bekommt er eh nicht zurück und bei Betrug fällt die Strafe in der Regel auch nicht glimpflich aus.

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