Anzeige während der Probezeit

5 Antworten

Hallo hasimone,

wenn eine Anzeige erfolgt ist, musst Du mit einem der vier nachfolgenden Bußgeldbescheide (Quelle bundeseinheitlicher Tatbestandskatalog) rechnen.


Tatbestandnummer: 108106

Tatvorwurf: Sie missachteten die Vorfahrt des von rechts kommenden Fahrzeugs, so dass ein Vorfahrtberechtigter wesentlich behindert +) wurde.

Ordnungswidrigkeit gem.: § 8 Abs. 2, § 49 StVO; § 24 StVG; 33 BKat

Verwarnungsgeld: 25,00 Euro

Punkte: Nein:

Fahrverbot: Nein

Erfassung als A oder B - Verstoß: Nein


Tatbestandsnummer: 108112

Sie missachteten die Vorfahrt des bevorrechtigten Fahrzeugs, so dass ein Anderer wesentlich behindert +) wurde. Vorfahrtregelung durch Zeichen 205/206 *).

Ordnungswidrigkeit gem.: § 8 Abs. 2, § 49 StVO; § 24 StVG; 33 BKat

Verwarnungsgeld: 25,00 Euro

Punkte: Nein:

Fahrverbot: Nein

Erfassung als A oder B - Verstoß: Nein


Tatbestandsnummer: 108600

Sie missachteten die Vorfahrt des von rechts kommenden Fahrzeugs, so dass ein Vorfahrtberechtigter gefährdet +) wurde.

Ordnungswidrigkeit gem.: § 8 Abs. 2, § 49 StVO; § 24 StVG; 34 BKat

Bußgeld: 100,00 Euro plus 28,50 Euro Verwaltungsgebühren

Punkte: 1

Fahrverbot: Nein

A - Verstoß


Tatbestandsnummer: 108606

Tatvorwurf: Sie missachteten die Vorfahrt des bevorrechtigten Fahrzeugs, so dass ein Vorfahrtberechtigter gefährdet +) wurde. Vorfahrtregelung durch Zeichen 205/206 *).

Ordnungswidrigkeit gem. § 8 Abs. 2, § 49 StVO; § 24 StVG; 34 BKat

Bußgeld: 100,00 Euro plus 28,50 Euro Verwaltungsgebühren

Punkte: 1

Fahrverbot: Nein

A - Verstoß


Der Unterschied zwischen den ersten beiden Tatbeständen und den zweiten Tatbeständen ist der, ob es Dir hier eine Gefährdung des Vorfahrtberechtigen vorgeworfen wird.

Ist das nicht der Fall, musst Du nur die 25,- Euro bezahlen und die Sache hat sich für Dich erledigt.

Ist aber der Fall, dass Dir eine Gefährdung des Vorfahrtberechtigten vorgeworfen wird hat das weitreichende Folgen:

  • Du musst ein Bußgeld von 100,00 Euro bezahlen

  • zu dem Bußgeld kommen noch 28,50 Euro Verwaltungsgebühren hinzu

  • Du bekommst einen Punkt in Flensburg

  • Du hast einen A - Verstoß begangen, der zur Folge hat, dass

    • sich die Probezeit um zwei Jahre Verlängert

    • Du an einem kostenpflichtigen Aufbauseminar teilnehmen musst, dessen Kosten bis zu 400,- Euro betragen können

Was Dir im Endeffekt vorgeworfen wird, kann ich aus Deiner Schilderung nicht entnehmen. Deshalb habe ich alle vier in Frage kommenden Varianten aufgeführt.

Was die Angelegenheit mit den Beweisen angeht, hat chrack ja schon richtig angeführt, dass der Vorfahrtsberechtigte als Zeuge (Zeugenbeweis) gilt und Du relativ wenig Chancen hast da was abzustreiten.

Schöne Grüße
TheGrow

Wenn überhaupt wirds ne Geldstrafe. Dein chef muss davon nichts wissen kannste für dich behalten.

Chef???? was für ein Chef???

Nichts. Hatte der andere Zeugen? Wenn nicht, wird's nichts mit der Anzeige. (Woher weißt du, dass er dich angezeigt hat???)

Du bekommst einen Anhörungsbogen, wirfst den weg oder schreibst rein: "Dazu möchte ich keine Stellung nehmen /Ich bestreite den Vorwurf" und die Sache wird eingestellt.

Eine Privatanzeige im Straßenverkehr ohne Zeugen ist fast aussichtslos. Da steht dann Aussage gegen Aussage.

Hab selbst schon mal testweise Anzeigen erstattet wegen Straßenverkehrssachen. (NICHT weil ich mir davon was versprochen hab oder weil ich ein mieser Sack oder so wäre, ich wollte da einfach mal ausprobieren. In einem Fall (Drängeln/Eingriff in den Straßenverkehr, hab ich nicht mal ne Reaktion bekommen, in den beiden andren Fällen wurde da eignestellt, weil ich keine Zeugen stellen konnte.)

Eine Privatanzeige im Straßenverkehr ohne Zeugen ist fast aussichtslos. Da steht dann Aussage gegen Aussage.

Hast Du schon einmal was vom Zeugenbeweis gehört? Der andere Autofahrer ist selbst ein Zeuge.

Er kann Anzeige erstatten und wenn seine Aussage glaubhaft ist kann es auch ein Bußgeldverfahren geben.

@Crack

Hast du meine Antwort gelesen????? Offenbar nicht. Der Frager ist AUCH ein Zeuge, und wen ner bezeugt, das der Fall anders war, steht Aussage gegen Aussage! OHNE eine 2. Zeugen ist die Sache AUSCIHTLOS!!!!!!

ICH HABS VERSUCHT

@MorsKajak

Hast du meine Antwort gelesen?????

Hast Du meinen Kommentar verstanden? Offenbar nicht.

Der Fragesteller ist nach einer Anzeige kein Zeuge sondern Betroffener in einem Bußgeldverfahren.

und wen ner bezeugt, das der Fall anders war, steht Aussage gegen Aussage!

Dann google doch mal nach "Aussage gegen Aussage" und lies nach was da steht.

OHNE eine 2. Zeugen ist die Sache AUSCIHTLOS!!!!!!

Niemand hat behauptet das mittels Zeugenbeweis jede OWi geahndet werden kann. Das man aber immer einen 2.Zeugen braucht ist Unsinn. Gewinnt dann auch derjenige der mehr Zeugen hat als der Andere?

ICH HABS VERSUCHT

Nur weil es bei Dir anders war ist das nicht generell so.

@Crack

Das was Du (chrack) geschrieben hast, sagt eigentlich alles aus und die Ausführungen von Dir sind natürlich auch völlig korrekt.

Hast dafür auch Daumen hoch von mir bekommen

@Crack

Was Crack geschrieben hat, ist wie immer vollkommen korrekt.

An MorsKajak hätte ich noch zwei Empfehlungen: Wer schreit, hat nicht immer Recht, außerdem sind Satzzeichen keine Rudeltiere.

Kann derjenige, das ganze denn igendwie Beweisen?

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