Anzeige Bearbeitung durch Staatsanwaltschaft?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Geht es immer noch um die vermeidliche Geschichte mit der Prepaidkarte?

Ärgerliche Sache, aber kaum geeignet für aufwendigen Ermittlungsaufwand.

Das Gerichte und Staatsanwaltschaften sowieso überlasten sind, ist kein Geheimnis.

Hinzu kommt, dass auch dem Steuerzahler gegenüber Rechenschaft abgelegt werden muss, wofür Behörden Steuergelder verwenden.

Aber mal der Reihe nach.

Ich habe mir den Verlauf deiner Fragen und deine Fallbeschreibung angesehen und kann auch in etwa nachvollziehen, um was es bei dieser Geschichte geht.

Trotzdem sind mir einige Details nicht so ganz klar.

Wenn ich dich richtig verstanden habe, geht es um Folgendes:

Unbekannte haben sich eine Prepaidkarte beschafft und für die Registrierung deine persönlichen Daten benutzt.

Du hast daraufhin Strafanzeige gegen Unbekannt bei der Polizei gestellt.

Die Polizei wollte ihre Ermittlungen abschließen, nachdem sie noch 2 Personen vernommen hat.

Das alles ist einige Monate her und du wartest auf eine Entscheidung durch die Staatsanwaltschaft.

Ein materieller Schaden ist dir persönlich nicht entstanden

Ist der Inhalt im Großen und Ganzen so richtig?

Für mich sind folgende Dinge nicht so recht nachvollziehbar oder ich habe Infos übersehen?

Wie bist du überhaupt darauf gekommen, dass man deine Daten missbraucht hat. Der oder die Täter werden es dir kaum erzählt haben - oder?

In welchem Bezug zur Tat stehen die 2 Personen, die durch die Polizei noch befragt werden sollten?

Und wie konnten sie mit der Straftat in Verbindung gebracht werden?

Und was hat es mit der E-Mail-Adresse auf sich, die die Polizei ermittel hat, deren Inhaber du auch kennst, den du als Tatverdächtigen aber ausgeschlossen hast?

Vielleicht kannst du noch einmal eine Art Kurzfassung zusammenstellen, sodass man sich in etwa eine Vorstellung machen kann, was passiert ist.

Aufgrund deiner Erklärungen, schließe ich mich aber auch der Mehrheit an und gehe davon aus, dass das Verfahren eingestellt wird.

Eine Aufnahme ist innerhalb der Verjährungsfristen natürlich jederzeit wieder möglich. Zum Beispiel wenn sich neue Erkenntnisse im Bezug auf die Strafverfolgung ergeben sollten.

Unbekannte haben sich eine Prepaidkarte beschafft und für die Registrierung deine persönlichen Daten benutzt.

Richtig

Du hast daraufhin Strafanzeige gegen Unbekannt bei der Polizei gestellt.

Richtig

Die Polizei wollte ihre Ermittlungen abschließen, nachdem sie noch 2 Personen vernommen hat.

Ob diese vernommen wurden weiß ich nicht, aber der Polizist meinte er hat 2 ermittelt die er noch befragen wollte, ob das natürlich passiert ist weiß ich nicht. Wobei ich geäußert habe, dass ich nicht glaube, dass diese beiden damit was zu tun haben wäre absolut absurt, was dann gemacht wurde weiß ich nicht

Materieller Schaden ist keiner entstanden und genau ich warte auf die Entscheidugn von der StA ob sie jemanden ermitteln konnten. Die Prepaidkarte habe ich natürlich sperren lassen, als es mir bekannt war.

Wie bist du überhaupt darauf gekommen, dass man deine Daten missbraucht hat. Der oder die Täter werden es dir kaum erzählt haben - oder?

Mein Bekannter ist zur Polizei, da er durch ein Fakeprofil belästigt wurde und dieses hatte eine Handynummer mitgeteilt, diese wurde geprüft von der Polizei und da waren dann meine Daten hinterlegt.

In welchem Bezug zur Tat stehen die 2 Personen, die durch die Polizei noch befragt werden sollten?

Die beiden kenne ich von früher. Auf die eine wurde eine E-Mail Adresse angelegt bzw. ihr Name war bei der E-Mail Adresse hinterlegt, aber ich glaube nicht, dass diese damit was zu tun haben.

Und wie konnten sie mit der Straftat in Verbindung gebracht werden?

Durch eine E-Mail Adresse die bei der Prepaidkarte hinterlegt wurde, die nicht meine ist. Und bei dieser war der Name der einen hinterlegt, aber ich kanns mir nicht vorstellen, dass sie es war.

Und was hat es mit der E-Mail-Adresse auf sich, die die Polizei ermittel hat, deren Inhaber du auch kennst, den du als Tatverdächtigen aber ausgeschlossen hast?

Genau diese war bei dem "Handyvertrag" hinterlegt und hier war diese Person hinterlegt was ich mir nicht vorstellen kann.

Was auch komisch ist eine Freundin hat behauptet sie kennt das Fakeprofil, dass haben wir auch angegeben, vielleicht wollte sie uns veräppeln, aber ich weiß es nicht, habe auch nichts geäußert, da ich ja keine Beweise hierfür habe

Aufgrund deiner Erklärungen, schließe ich mich aber auch der Mehrheit an und gehe davon aus, dass das Verfahren eingestellt wird.

Ich kann es schlecht einschätzen, da ja eigentlich nichts passiert ist bzw. meine Daten wurden missbraucht, aber ich habe es sperren lassen und es geht auch nicht mehr so einfach eine Prepaidkarte abzuschließen, da du jetzt einen Perso brauchst dazu.

@Natimichl

Vielen Dank für die detaillierten Informationen:

Du hattest die geänderten gesetzlichen Bestimmungen ja bereits angesprochen.

Diese sind jedoch seit 2017 gültig. Hast du oder die Polizei eine Idee, wie es den Tätern gelang sich trotz der verschärften Vorgaben zu identifizieren?

Wer ab 1. Juli 2017 eine SIM-Karte auf Guthabenbasis kauft, muss sich beim Kauf identifizieren.

Die bisherigen Pflichtangaben wie Adresse, Geburtsdatum und natürlich Nach- sowie Vorname reichen nicht mehr. Damit der Besitzer eindeutig identifiziert ist, müssen Sie beim Kauf einer Prepaid-SIM per Personalausweis, Video-Ident oder Post-Ident Ihre Identität nachweisen.

Ausführliche Informationen zum Thema habe ich hier gefunden:

https://www.computerbild.de/artikel/cb-News-Handy-Prepaid-Karten-Ausweis-Pflicht-18141895.html

Gut zu wissen:

Kriminelle haben natürlich auch weiterhin keine Probleme sich Prepaid-Karten zu besorgen ohne ihre Identität nachzuweisen.

Zum Beispiel über das Drogen-Milieu.

Junkies, die für 20,- EUR auf den Strich gehen müssen, um ihre Sucht zu finanzieren, würden dir für den gleichen Preis auch jederzeit ein Starter-Set aus dem Aldi besorgen.

Das ist nicht illegal. Und wenn dir ein Drogenabhängiger erklärt, dass er sein Handy im Rausch irgendwo verloren hat, wird es nicht einfach ihm das Gegenteil zu beweisen.

Unterm Strich ist aber doch das Wichtigste, dass du keinen Schaden hattest und dein Erlebnis evtl. einige User dazu gebracht hat, über das Thema Onlinekriminalität nachzudenken.

Viel Erfolg!!

@heurekaforyou
Diese sind jedoch seit 2017 gültig. Hast du oder die Polizei eine Idee, wie es den Tätern gelang sich trotz der verschärften Vorgaben zu identifizieren?

Karte wurde vorher noch registriert bevor diese Bestimmungen waren.

Schaden habe ich zum Glück nicht genommen.

Es gibt keine echten Fristen. Als erstes höflich um den Stand des Verfahren nachfragen. Diese Info steht dir von Gesetzes wegen zu.

Als Opfer einer Straftat kannst du zudem durchaus die "Beschleunigung" einklagen oder umgekehrt bei zu arger Verzögerung bzw. Untätigkeit einer Stelle eine Entschädigung verlangen. Es gibt da gleich mehrere Gesetzesgrundlagen für, je nachdem, in welchem Stadium sich das befindet.

Grundlage sind zwei Dinge: 1. Dass du genau weißt, was wann wie passiert ist oder nicht passiert ist und 2. Dass du die Verzögerung nachweisbar gerügt hast.

Zudem muss man klar nachweisen, dass es eine verschuldete Untätigkeit gab. Wenn die Ermittlungen beispielsweise schwierig sind, weil man auf ausländische Behörden angewiesen ist o.ä., dann kannst du in Deutschland keine Untätigkeit rügen.

Als Opfer einer Straftat kannst du zudem durchaus die "Beschleunigung" einklagen oder umgekehrt bei zu arger Verzögerung bzw. Untätigkeit einer Stelle eine Entschädigung verlangen. Es gibt da gleich mehrere Gesetzesgrundlagen für, je nachdem, in welchem Stadium sich das befindet.

Ich würde halt sagen, es ist nicht so ein dringender Fall deshalb liegt er, ich will da jetzt auch keinen Stress machen, aber schön wäre trotzdem mal zu erfahren, was jetzt Stand der Dinge ist.

2. Dass du die Verzögerung nachweisbar gerügt hast

wie meinst du das? Ich habe noch nicht nachgefragt, wie der Stand der Dinge ist.

Zudem muss man klar nachweisen, dass es eine verschuldete Untätigkeit gab. Wenn die Ermittlungen beispielsweise schwierig sind, weil man auf ausländische Behörden angewiesen ist o.ä., dann kannst du in Deutschland keine Untätigkeit rügen

Schwierig keine Ahnung. Es lag eine Handynummer vor und eine E-Mail Adresse und daraufhin wurden 2 Personen festgestellt, aber ich glaube nicht, dass sie damit was zu tun haben. Ob es jetzt Untätigkeit ist glaube ich nicht, da der Beamte was gemacht hat, aber ich denke es ist halt nicht so dringend und da sie noch wichtigere Sachen zu tun haben weiß ich nicht, ob das jetzt als Untätigkeit ist, da seine Arbeit gemacht wurde.

Ja, meistens werden Verfahren nach 3 Monaten eingestellt. ohne Anklage.

Aber normal bekommt man doch die Info darüber, was mit dem Verfahren ist und hier ist noch nichts erfolgt. Wir haben auch nicht darauf verzichtet oder so, dass wir das angekreuzt hätten.

@Natimichl

Nichts ist normal. Wenn kein bezifferbarer finanzieller Schaden erkennbar ist, dann bleiben schonmal Verfahren unbeantwortet.

Bei den Staatsanwaltschaften gibt es Datebanken, wo man Auskünfte verlangen kann.

http://www.datenschmutz.de/moin/Datenbanken%20der%20Staatsanwaltschaften

Ich hatte mal dort Einträge über die Einstellung von Ermittlungsverfahren, wo mir vorher nichts mitgeteilt worden ist.

@BVBDortmund

Wenn eingstellt wird, wird das den Beteiligten immer mitgeteilt.

@Bitterkraut

Und wie lange dauert ca. eine Einstellung oder kann es sein, dass weiterermittelt wird und deshalb noch nichts gekommen ist?

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