Anwaltskosten trotz Beratungshilfeschein (Insolvenzverfahren)

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Eine 3317 Gebühr ensteht noch nicht einmal im Eröffnungsverfahren, da dafür die Gebühr 3313 gedacht ist. Damit diese von ihm abgerechnete Gebühr also entstanden sein kann, muss mindestens das Insolvenzverfahren eröffnet worden sein. Ist dies hier nicht der Fall, bist du im Recht, wenn du die Zahlung verweigerst. Ein Beratungshilfeschein würde diese Gebühr übrigens nicht abdecken, wenn sie doch enstanden wäre. Außerdem kann ich die Verwirklichung anderer Gebühren nicht ausschließen.

Anwalt hat sich geirrt. Muss nichts zahlen. TOP Antwort.

Normalerweise gibt es auf Insolvenz und Insolvenzberatung keinen Beratungshilfeschein mehr.

Wieso sind die Kosten nicht mit den Beratungshilfeschein abgegolten?

Weil es mehr als eine Beratung gab? Der Beratungshilfeschein berechtigt zur einmaligen auch Erstberatung genannt.

Nein, dem ist nicht so. Das Gesetz (RVG) kennt zwar eine , das Beratungshilfegesetz aber nicht. Hier wird mehr als nur eine Erstberatung und sogar überhaupt mehr als nur die Beratung geschuldet.

Das war nur ein "Beratungsschein", agiert der Anwalt dann für Dich musst Du zahlen.

Falsch. Nimmt er das Mandat an, schuldet er auch die außergerichtliche Vertretung.

@jurafragen

Ich hatte beim Amtsgericht danach gefragt und genau so wurde es mir erklärt, halt nur Beratung und nur wenn Aussicht auf Erfolg besteht, wird weiterbezahlt. Meinst Du diese Situation (wenn es gute Aussichten auf einen Prozess-Gewinn hat)?

Der Beratungshilfegutschein deckt naturgemaess Beratung, nicht die erbrachte Leistung, naemlich die zu zahlenden Betraege herunterzuhandeln. Fuer diese erbrachte LEISTUNG hat er dir die Rechnung geschickt. Und ich muss sagen, mit 300 Euro bist du da echt gut weggekommen

Wir wissen nicht wie der Streitwert war, allein danach richten sich die Anwaltsgebühren es sei denn man vereinbart vorher ein Fixum oder stundenweise Bezahlung.

Nein, der Beratungshilfeschein deckt auch die außergerichtliche Vertretung ab (Betreibung des Geschäfts), wenn dies so angeordnet wurde. Um die Gebühr 3317 verwirklicht zu haben, müsste ohnehin das Insolvenzverfahren eröffnet worden sein, was hier nicht geschehen ist.

Das ist - naturgemäß - falsch. Ein Blick ins Gesetz erleichtert auch hier die Rechtsfindung.

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